Meisterschaftsfeier in Waldgirmes

Verbandsliga Mitte: 3:0 gegen Schwanheim

30. April 2017, 20:40 Uhr

Während Tolga Duran (links) mit Waldgirmes die Meisterschaft feiert, hofft Testsu Horiuchi (Zeilsheim) mit seiner Mannschaft noch auf die Aufstiegsspiele. Foto: Marcel Lorenz

Den Tanz in den Mai wollte die Germania aus Schwanheim dem Tabellenführer der Verbandsliga Mitte eigentlich versauern – stattdessen setzte es beim SC Waldgirmes, dem somit Meisterschaft und Aufstieg nicht mehr zu nehmen sind, eine 0:3-Niederlage. Weiterhin von den Aufstiegsspielen träumen darf derweil der SV Zeilsheim, der seine Hausaufgaben in Wetter erfolgreich erledigte und gleichzeitig von den Patzern der unmittelbaren Konkurrenz profitierte. Endlich wieder einen Dreier fuhr der FC Eddersheim gegen den FSV Braunfels ein.

FV Biebrich - FC Dorndorf 1:0 (1:0)

"Wenn man die Ausfälle sieht, die wir kompensieren mussten, dann war das eine sehr gute erste Hälfte", bilanzierte FV-Trainer Nazir Saridogan. Das Tor des Tages fiel nach nur drei Minuten: Nach einem eigentlich von der FC-Defensive geklärten Eckball, landete das Spielgerät bei Jan Rodwald, der mit dem Nachschuss zum 1:0 vollstreckte.
Im Anschluss ergaben sich für die Hausherren noch weitere gute Möglichkeiten, den Sack gegen offensiv harmlose Dorndorfer konnten die Wiesbadener allerdings nicht vorzeitig zuschnüren. Auch nach der Pause hatte der FVB mehr vom Spiel, während die Gäste ab der 50. Minute in Unterzahl gerieten: Florian Kröner sah die gelb-rote Karte wegen Meckerns. In der Folge erarbeitete sich Biebrich Chancen am Fließband, etwa durch Cedric Siewe Nana, Jan Rodwald oder Sebastian Bauschke, es blieb aber beim 1:0. „Es hätte 5:0 oder 6:0 für uns ausgehen müssen. Es war sehr zufriedenstellend, das einzige Manko war der Torabschluss“, so Saridogan.
 
Schiedsrichter: David Wegmann (Darmstadt).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Jan Rodwald (3.).
Gelb-Rote Karte: Florian Kröner (50./Dorndorf).

TSG Wörsdorf - SG Oberliederbach 1:1 (0:0).

"Nach dem 6:2 in Marburg wollten wir heute defensiv etwas besser spielen. Das ist auch gelungen“, konstatierte der Sportliche Leiter der SG, Tobias Merz, nach dem Abpfiff. Zwar kam die abstiegsbedrohte TSG, deren Abschied in die Gruppenliga wohl spätestens nach dem 1:1-Remis nicht mehr abzuwenden ist, unter anderem durch Tobias Bellin sowie Christopher Weber zu Möglichkeiten, insgesamt ließ Oberliederbach aber in den ersten 45 Minuten nicht viel zu. Die größte Chance der SGO vor dem Pausengong hatte indes Leon Günther auf dem Fuß (15.), TSG-Keeper Eric Dietrich pariert jedoch glänzend.
In der zweiten Hälfte war der TSG der Siegeswille durchaus anzumerken, tatsächlich brachte Matti Schütt die Wörsdorfer mit einem Treffer aus 18 Metern sogar in Front. Doch die SGO steckte nicht auf: Quasi unmittelbar nach dem Gegentreffer probierte Marvin Strenger aus zehn Metern sein Glück, scheiterte aber ebenfalls an Dietrich. Stattdessen erfolgte der Ausgleich der Ahmad-Elf per Foulelfmeter (80.), den Steffen Janke souverän vollendete. "Ein glückliches, aber kein unverdientes Unentschieden", meinte Merz.
 
Schiedsrichter: Alessandro Scotece (Walldorf).
Zuschauer: 75.
Tore: 1:0 Matti Schütt (77.), 1:1 Steffen Janke (80.).

FC Eddersheim – FSV Braunfels 3:1 (1:1)

"Wir haben ja die letzten vier Spiele nicht gewonnen, daher war es heute mal schön, die drei Punkte zu holen", freute sich Erich Rodler, Sportlicher Leiter beim FCE, über den 3:1-Heimerfolg.
Die Hausherren machten bereits in der ersten Halbzeit mehr Druck, kamen trotz zahlreicher Chancen aber nicht über einen 1:1-Zwischenstand zur Pause hinaus. Den ersten Treffer des Tages markierte der FSV, der in der 35. Minute durch Mahyar Aliakbari in Führung gehen konnte. Nur acht Minuten später erzielte Turgay Akbulut jedoch den Ausgleich.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Heimmannschaft am Drücker. Für Akbulut ergab sich bereits in der 48. Minute eine Großchance, sein Kopfball aus zwei Metern Entfernung verpasste aber sein Ziel. Besser machte es Akbulut in der 57. Spielminute: Nach einer Flanke von Thomas Lindner nickte der Doppel-Torschütze zum 2:1 ein.
Nachfolgend ließ Eddersheim die Zügel etwas schleifen, es ergaben sich nun auch wieder Chancen für die Schlossstädter, die noch in der 90. Minute kurz vor dem Ausgleich durch Aliakbari standen, aber ihre Möglichkeit letztendlich nicht nutzten. Stattdessen machte FC-Mann Ivan Rebic, der einen weiten Torwartabschlag über 60 Meter aus der Drehung heraus zum 3:1 ummünzte, per Traumtor den Deckel drauf (93.).
 
Schiedsrichter: keine Angabe.
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Mahyar Aliakbari (35.), 1:1 und 2:1 Turgay Akbulut (43., 57.), 3:1 Ivan Rebic (90. + 3).

VfB Wetter - SV Zeilsheim 3:4 (2:4)

Nach dem 4:0-Erfolg gegen Bicken, bleibt der SV Zeilsheim in der Erfolgsspur. "Wir haben jetzt wieder sechs Punkte Vorsprung auf Platz drei, weil unsere ärgsten Verfolger aus Marburg und Langenaubach Punkte haben liegen lassen. Wir wollen die Spannung aber dennoch weiter hoch halten", äußerte sich ein keineswegs unzufriedener SV-Vorsitzender Peter Strauch nach Spielende.
Insbesondere die erste Halbzeit hatte es in sich: Nach nur 120 Sekunden netzte der Mann des Spiels, Kokolo Baku, nach Flanke von Leonardo Bianco zur frühen Führung für den Aufstiegsaspiranten aus Zeilsheim. Zwar gelang dem VfB der rasche Ausgleichstreffer (12.) durch Lukas Müller, der einen Foulelfmeter verwandelte, abermals Baku bescherte seinem SVZ nur vier Zeigerumdrehungen später den erneuten Vorteil. Bereits in der 22. Spielminute dann erneut Baku: Nach einer zu kurzen Abwehr des gegnerischen Keepers, war der 23-Jährige zur Stelle, um aus sieben Metern erfolgreich abzuschließen. Die Vorentscheidung fiel indes nur zwei Minuten später. Bei einem unglücklichen Klärungsversuch auf der Linie, netzte Wetters Robin Demp ins eigene Tor (1:4, 24.).
Bei den Zeilsheimern schlich sich nach dem vierten Treffer allerdings der Schlendrian ein, sodass der VfB trotz des erheblichen Rückstandes zum Zuge kam. Die Konsequenz daraus war, dass Jonas Braun in der 42. Minute nach einer Vorlage von Serkan Erdem den 2:4-Anschlusstreffer gegen technisch, wie spielerisch eigentlich klar überlegene Gäste, makierte.
In Halbzeit zwei ergab sich zunächst ein Spiel von Sechzehner zu Sechzehner, ohne zwingende Torraumszenen. Erst in der 70. Minute kam wieder Zählbares zustande, als Wetters auffälligster Akteur, Serkan Erdem zum 3:4 einlochte. Der VfB drängte in den finalen 20 Minuten natürlich auf den Ausgleich, konnte sich aber keine gefährlichen Chancen mehr erarbeiten. Stattdessen hätte SV-Leistungsträger Bianco in der 88. Minute fast noch das 5:3 aus Zeilsheimer Sicht geschossen
 
Schiedsrichter: Nicklas Rau (Darmstadt).
Zuschauer: 120.
Tore: 0:1, 1:2 und 1:3 Kokolo Baku (2., 16., 22.), 1:1 Lukas Müller (12./Foulelfmeter), 1:4 Eigentor Robin Dempt (24.), 2:4 Jonas Braun (42.), 3:4 Serkan Erdem (70.).

SC Waldgirmes - Germania Schwanheim 3:0 (1:0)

Co-Trainer Tarek Fouad übernahm heute das Ruder bei der Germania, da Cheftrainer Thomas Pelayo aufgrund einer Sperre nicht auf die SC-Anlage durfte. Mit der Darbietung der Schwanheimer war Fouad, der sich selbst in der 72. Minute eingewechselt hatte, nachträglich keineswegs zufrieden: "Das war eine blutleere Leistung von uns, wir haben alles vermissen lassen, um Punkte mitzunehmen. Wir sind zu spät in die Zweikämpfe rein und haben zu viele Standards zugelassen."
Tatsächlich kamen am frühen Sonntgabend alle Lahnauer Treffer nach Standardsituationen zustande, während Schwanheim offensiv keine nennenswerte Szene zustande brachte. Das 1:0 (32.) resultierte aus einem Eckball: Andreas Schäfer war nach zwei missglückten Klärungsversuchen der Germania-Defensive zur Stelle.
Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Gäste nicht wirklich in ihren Rhythmus, während sich Waldgirmes auf seine Tugenden, in Form von langen Bällen und bissigem Zweikampfverhalten, besann. Das 2:0 und 3:0 jeweils per Handelfmeter besorgten Volkan Öztürk (60.) sowie Tolga Duran (76.).
"Waldgirmes hat ihre Meisterschaft nun fix gemacht und sie werden in den Mai tanzen. Wenn man heute Abend nichts vor hat, dann kann man ja nach Waldgirmes fahren“, so Fouad.

Schiedsrichter: Markus Bengelsdorff (Stadtallendorf).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Andreas Schäfer (32.), 2:0 Volkan Öztürk (60./Foulelfmeter), 3:0 Tolga Duran (76. Foulelfmeter).

(cn)