"Michi Wiegand bringt alles mit"

Hessenliga: Paliatka schwärmt von seinem neuen Spielmacher

26. Oktober 2017, 08:30 Uhr

Michael Wiegand erntet ein Sonderlob des Trainers. Foto: Kevin Kremer

Obwohl die Personalsituation beim SV Steinbach so schlimm wie lange nicht ist, hat sich der Abstiegskandidat gefangen und blieb zuletzt drei Spiele ungeschlagen. Gute Voraussetzung für die nun folgenden Heimspiele am verlängerten Wochenende.

Doch Trainer Petr Paliatka will den Blick nur auf den Samstag richten, da steht die von der Papierform deutliche schwerere Aufgabe ins Haus, die Wundertüte der Liga gastiert im Mühlengrund. Am Dienstag, ebenfalls um 15 Uhr, kommt hingegen Schlusslicht Vellmar. „Viele sagen, dass am Dienstag ein Dreier hermüsse und wir gegen Hadamar mal schauen sollen, was denn rauskommt. Ich sehe das anders“, bekräftigt Paliatka mit der Gewissheit im Kopf, dass beispielsweise Baunatal vor zwei Wochen besiegt werden konnte. Spätestens da hätte die Mannschaft gemerkt, dass sie gegen jedes Team bestehen könne.

Trotz der katastrophalen Personalsituation: Marius Müller und Cino Schwab haben sich längst verabschiedet, dazu fehlten in den vergangenen Wochen neben Paliatka selbst auch permanent Sasa Dimitrijevic, Petr Kvaca oder Vuk Toskovic. Gerade die Offensive ist extrem ausgedünnt. Paliatka beorderte auch deswegen Michael Wiegand von der Sechs auf die Zehn – mit herausragendem Erfolg: „Michi bringt alles mit, was ein Spielmacher können muss. Die Torgefährlichkeit, die Fähigkeit den letzten Pass zu spielen, die Fitness und dazu erledigt er die Defensivaufgaben wie selbstverständlich“, schwärmt Paliatka von dem Mann, der an 8 der 15 Steinbacher Saisontore direkt beteiligt war.

Auch am Wochenende wird Wiegand diese Rolle wieder zuteil werden, denn außer Toskovic wird keiner der verletzten Spieler zurückkommen. „Wir haben aktuell vielleicht 13, 14 Mann im Kader, die müssen es richten, machen das aber richtig gut“, lobt Paliatka seine Mannen und ist froh, dass er nach den schwierigen Wochen zum Start seines Traineramts in Ruhe arbeiten konnte. Auch weil, wie der 33-Jährige betont, der Vorstand des SVS die Situation sehr realistisch einschätzen würde. „Und da ist es doch jetzt umso schöner zu sehen, dass wir mit allen Teams der Liga auch mit dem zur Verfügung stehenden Personal mithalten können.“ Samstag gibt‘s die Nagelprobe.

Autor: Johannes Götze

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