Mit der Vita im Rücken ein Eckpfeiler werden

30. November 2023, 12:01 Uhr

Hendrik Hansen hat schon viel in seiner Karriere erlebt und feierte am Mittwochabend sein Debüt für die SG Barockstadt. © Charlie Rolff

Die SG Barockstadt hat jüngst einen weiteren vereinslosen Spieler verpflichtet. Fortan trägt Hendrik Hansen das Trikot des Regionalligisten. Die Vita des 29-Jährigen liefert reichlich Stoff.

Ein Bundesligaspiel, 13 Zweitligaspiele, 38 Drittligaspiele. Deutscher A-Junioren-Meister mit dem VfL Wolfsburg, mit dem SSV Ulm Meister der Regionalliga Südwest, mit dem VfL Wolfsburg II doppelt Meister der Regionalliga Nord und mit den Würzburger Kickers bayrischer Landespokalsieger. Erfahrungen und unvergessliche Momente hat Hendrik Hansen schon etliche sammeln und genießen dürfen. Auf einen schönsten Augenblick mag sich der Innenverteidiger nicht festlegen, erinnert allerdings an das Aufstiegsspiel mit Ulm gegen Barockstadt (5:0) oder den Schritt mit Würzburg in die Zweite Bundesliga. „Wobei Ulm emotionaler war, weil das Stadion voll war und die Fans den Platz stürmten. Bei den Kickers war leider Corona“, sagt Hansen. Auf gleicher Ebene steht ebenfalls sein einziges Bundesligaspiel. In seiner Heimatstadt Wolfsburg durfte er 2016 vor den Augen seiner Familie 83 Minuten gegen Bayer Leverkusen (1:2) ran.

SG Barockstadt: Ex-Bundesligaspieler Hendrik Hansen zum Wechsel

Nun also ist die SG Barockstadt seine neue sportliche Heimat. Fulda und Umgebung waren bislang eine Unbekannte, einzig beim Pendeln zwischen Würzburg und Wolfsburg führte der Weg durch Osthessen. Schon nach wenigen Tagen zieht er von der Stadt ein positives Fazit: „Es ist schön, ich mag den Altbau und von den Kollegen wurde mir gesagt, dass es in Fulda lebenswert ist.“ Deshalb soll das Hotel bald einer Wohnung, gemeinsam mit Frau Tina, weichen. Die SGB verfolgt de 29-Jährige seit dem Aufstieg in die Regionalliga intensiver, weiß daher, dass die bisherige Runde gut verläuft und möchte fortan helfen, die Saison zu veredeln.

Was ihm dabei hilft, ist gewiss die bisherige Karriere. „Natürlich bin ich glücklich, dass ich solche Ereignisse erlebt habe und konnte die Basics der Profis mitnehmen. Diese möchte ich anwenden und den jungen Spielern mitgeben“, erläutert Hansen, dessen vorrangiges Ziel selbstverständlich Spielpraxis ist. Diese ging ihm zuletzt komplett ab, nach dem Aufstieg mit Ulm lief der Vertrag des Defensivspielers aus. Die Zeit als vereinsloser Spieler war nicht einfach, allerdings auch nicht gänzlich neu. „Dennoch ist man traurig und niedergeschlagen, weil jeder Fußballer darauf brennt, einen Verein zu finden. Es galt in den all den Monaten, fit zu bleiben. Deshalb habe ich mit einem Athletiktrainer zusammengearbeitet, durfte bei ein paar Vereinen mittrainieren und bin dadurch im Rhythmus geblieben“, lässt Hansen durchblicken. Geht es nach ihm, würde er gerne ein weiterer Eckpfeiler bei Barockstadt werden, sagt aber zugleich: „Der Trainer entscheidet nach Leistungen.“