Münkel: "Wir nehmen den Cup sehr ernst"
Hessenpokal: Steinbach beim Kreisoberligisten Leusel klarer Favorit
Die Eindrücke vom spannenden Auftaktspiel sind auch noch Tage danach für die Kicker des SVS gegenwärtig. "Die Kulisse war spitze, unsere Reaktion auf das frühe 0:2 klasse. Wir haben unter Beweis stellen können, dass wir hessenligatauglich sind - vor allem läuferisch", gerät Steinbachs Angreifer Florian Münkel, der per verwandeltem Strafstoß für den 2:2-Endstand verantwortlich zeichnete, doch ein wenig ins Schwärmen, wenn er ans Spiel gegen die Westerwälder zurückdenkt.
Freilich müsse sich insbesondere die erste Elf vom Samstag nun noch weiter einspielen. "In den zwei Wochen vor Saisonbeginn haben viele Stammspieler wegen Urlaub oder Verletzungen gefehlt, weshalb wir in der Trainingswoche noch einmal ein bisschen angezogen haben", erklärt Münkel. Das kommende spielfreie Wochenende mit dem Testspiel gegen die Schalker A-Junioren (Sonntag, 14.30 Uhr) sowie das Cupspiel in Mittelhessen kämen deshalb zur rechten Zeit.
Dennoch soll das Erstrundenspiel im Hessenpokal nicht als lockere Trainingseinheit daherkommen. "Das wäre fatal", betont die Steinbacher Nummer neun, die weiß, "dass Leusel in der Kreisoberliga Alsfeld eine sehr gute Rolle spielen wird. Zudem hat Julian Rohde erzählt, dass sie vor ein paar Jahren mal Burghaun, das damals ebenfalls auf KOL-Niveau unterwegs waren, in einem Test mit 9:0 geschlagen haben." Der Pokal wird in Steinbach ernst genommen. Münkel: "Jetzt haben wir endlich mal den Hünfelder SV eliminiert und wollen auch weit kommen. Wir müssen Leusel ernst nehmen, dürfen erst gar kein hitziges Spiel zustande kommen lassen."
Ein Quintett wird dem Hessenliganeuling am Mittwochabend vermutlich fehlen: Marco Motzkus wird aus beruflichen Gründen von Neuzugang Marcel Gimpel im Tor vertreten, auch Steffen Trabert und Andre van Leeuwen sind verhindert. Fragezeichen stehen noch hinter dem Einsatz von Petr Kvaca (Arbeit) und Michael Wiegand, der angeschlagen ist. Dennoch sollte die Hürde Leusel keine allzu große für den SVS darstellen. Und wer weiß, vielleicht trägt es die Steinbacher mit der Euphorie des Aufstiegs sogar bis ins Halbfinale, in das Club im Jahr 2008 unter Ante Markesic in sensationeller Manier eingezogen war. Seinerzeit gab es nur ein knappes 0:1 gegen Viktoria Aschaffenburg.

