Mustafic sieht "alle Möglichkeiten offen"

Verbandsliga Süd: Bensheim in Wald-Michelbach

11. Mai 2017, 11:58 Uhr

Elton da Costa (rechts) ist sich der Gewichtung des Spiels bewusst. Foto. Thomas Zöller

Am Samstag finden in der Verbandsliga Süd zwei Spiele statt, die es richtig in sich haben. Dabei tritt der FC Bensheim die Reise zur Eintracht nach Wald-Michelbach an, während der Tabellendritte FV Bad Vilbel denSC 1960 Hanau zu Gast hat.

Eintracht Wald-Michelbach - FC 07 Bensheim (Samstag, 16 Uhr)

"Alle drei Spiele, die uns jetzt noch bevorstehen, werden richtig schwer. Wald-Michelbach ist sehr heimstark, und die werden uns alles abverlangen", prophezeit Bensheims Spielertrainer Elton da Costa. Wie viel Gewicht auf dieser Verbandsliga-Partie lastet, zeigt ein kurzer Blick auf die Tabelle: Mit 39 Punkten belegt der FC als Tabellenzwölfter den ersten Nichtabstiegsplatz - die Haag-Schützlinge mit nur drei Zählern mehr den achten Rang. Sollte Bensheim am Samstag als Sieger vom Platz gehen, würde der Aufsteiger die Eintracht in der Tabelle sogar überholen: "Ich denke nur an meine Mannschaft. Wir müssen zu 100 Prozent konzentriert sein. Obwohl wir letzes Wochenende 3:0 gegen Oberrad gewonnen haben, war da auch nicht alles Gold, was glänzte. Wir haben auf jeden Fall die Qualität, in der Liga zu bleiben", so da Costa.

Da Costa, der das Traineramt als Nachfolger von Ronny Borchers vor etwa sechs Wochen übernommen hat, sagt: "Mit Ronny bin ich immer gut klar gekommen. Aber vielleicht hat der Wechsel an der Spitze schon zu einem Aha-Effekt geführt, und es ist jetzt doch noch einmal mehr Feuer drin." Tatsächlich kann es für Wald-Michelbach noch einmal richtig eng werden, falls am Samstag nichts Zählbares herausspringt. Das Restprogramm ist alles andere als ohne, denn beim VFB Ginsheim geht es in puncto Aufstieg richtig zur Sache und bei Vatanspor Bad Homburg ist ein neues Saisonziel, nämlich auf 50 Punkte zu kommen, ausgelobt worden.

FV Bad Vilbel - SC 1960 Hanau (Samstag, 18 Uhr)

Aktuell haben die Hanauer einen Lauf. Die vergangenen vier Partien gegen Bad Homburg, Großkrotzenburg, Bruchköbel und Usingen konnten allesamt gewonnen werden, wodurch am vergangenen Sonntag mit einem 2:1-Erfolg gegen Usingen der Klassenerhalt bejubelt werden durfte. "Wir wollten die 45-Punkte-Marke knacken, das ist uns nun gelungen. Das war natürlich ein sehr schönes Erlebnis für uns", äußert sich Hanaus Pressesprecher Okan Sari rückblickend. Mit 47 Punkten steht der SC nun auf dem vierten Tabellenplatz und hat elf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Allerdings wollen die Hanauer sich nicht auf diesem Erfolg ausruhen, sondern noch die verbleibenden Spiele positiv bestreiten, um weitere Punkte sammeln zu können. Zusätzlich soll die Tordifferenz verbessert werden, denn 54 eigenen Treffern stehen 36 Gegentore gegenüber. "Unser Ansporn ist es, die beste Abwehr in der Liga zu haben. Deshalb wollen wir gegen Bad Vilbel mehr Treffer erzielen als im Hinspiel", lautet die Kampfansage von Sari, der sich erhofft, dass die Hanauer am Saisonende vor dem FV Bad Vilbel stehen, der aber auch die Qualitäten des Gegners kennt.

Nach dem 1:1-Unentschieden im Hinspiel wollen aber auch die Gastgeber als Sieger vom Platz gehen, um den Punkteabstand auf die Tabellenführenden Neu-Isenburg und Ginsheim auf einen Punkt zu verkürzen. "Wenn wir genauso auftreten wie beim Sieg gegen Bruchköbel, dann stehen uns alle Möglichkeiten offen. Im Spielaufbau, der Defensive, bei der Chancenverwertung und dem Druck auf den Gegner hat alles gestimmt", ist Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic zuversichtlich, dass ein Sieg gegen die Hanauer gelingt. Die Bad Vilbeler wollen, wie in jeder Begegnung, von Beginn an angreifen, um sich die drei Punkte zu sichern. "Das Verteidigen kostet viel Kraft, deswegen gelingt es uns, in der Schlussphase Tore zu erzielen, weil wir top fit sind und das hohe Tempo bis zum Schluss durchziehen", erklärt Mustafic, der gegen den SC personell aus dem Vollen schöpfen kann und die Qualitäten des Gegners kennt: "Hanau ist individuell sehr gut besetzt, auch mit Spielern, die schon höherklassig gespielt haben. Doch ich bin der Meinung, dass wir jeden Gegner schlagen können."

cw/se