Nach größtem Erfolg der Vereinsgeschichte

Gruppenliga Frankfurt West: Aufsteiger SV BKC Bosnien zieht nach 16 Spielen Bilanz

08. November 2016, 14:33 Uhr

Erstmals in seiner Vereinsgeschichte spielt der SV BKC Bosnien in der Gruppenliga. Nach einer guten Vorsaison in der Kreisoberliga Frankfurt ging es gegen den VFB Friedberg und den FV Stierstadt (KOL Hochtaunus) in die Relegation – beide Spiele konnten gewonnen werden. Fünf Monate später kämpft der Verein damit, in der neuen Liga Fuß zu fassen. Zwar stehen die Bosnier nach 16 Spielen über dem Strich, in ruhigen Gewässern befinden sie sich aber nicht.

Im Gespräch ging Bosniens Pressesprecher Asmir Husanovic auf die 2:6-Auswärtsniederlage in Merzhausen ein und bekräftigte zudem die ausgesprochenen Saisonziele: „In der ersten und letzten Viertelstunde war Merzhausen überlegen. Die restliche Spielzeit haben wir mitgehalten, doch 60 gute Minuten reichen in Merzhausen nicht aus. Wir hatten einige Umstellungen im Team, insgesamt acht Mann waren nicht an Bord. Es war ein schwieriges Spiel, alleine schon von der Ausgangssituation her.“
Trotz des frühen 0:3-Rückstandes blieben die Frankfurter im Spiel, kamen auf einen Treffer heran und hatten mehrere Chancen, das Spiel auszugleichen: „Ohne ihren guten Torhüter hätte es zur Pause 3:3 gestanden. In der letzten Viertelstunde ließ dann die kraft nach. Wir waren aber nicht so schlecht, wie es das Ergebnis aussagt. Trotzdem war es ein verdienter Sieg für Merzhausen, unter dem Strich waren sie stärker.“

Mit dem aktuellen Saisonverlauf ist der Liganeuling keineswegs unzufrieden, vor allem zu Hause konnten die Bosnier überzeugen und 16 von 24 möglichen Punkten einfahren: „Im Prinzip sind wir immernoch im Soll. Wir haben uns von Anfang an zwischen den Plätzen acht und zwölf bewegt. Das Ziel vor der Saison war der Klassenerhalt, das wird sich bis zum Saisonende auch nicht ändern. Wir sind das erste Mal in der Gruppenliga. Es ist klar, dass es seine Zeit braucht, aber ich glaube, dass wir jetzt langsam in der Liga ankommen", glaubt Husanovic. Dass ein Foulspiel in dieser Liga im Zweifel eher gepfiffen wird, war eine der Dinge, an die sich die Mannschaft gewöhnen musste: „Es wird etwas schneller gepfiffen in der Liga. Am Anfang der Saison haben wir vier oder fünf gelbe Karten pro Spiel bekommen. Jetzt sind es im Schnitt nur noch zwei gelbe Karten.“

Doch trotz fünf Roter Karten sieht Husanovic sein Team nicht als unfaire Mannschaft, zumal drei der fünf roten Karten in einem Spiel gezeigt wurden. Ausschlaggebend waren allerdings keine Konflikte mit Gegenspielern, sondern Konflikte mit dem Unparteiischen: „Das Griesheim-Spiel hat uns in der Fairnesstabelle zurückgeworfen, zwei der drei Roten Karten gibt ein anderer Schiedsrichter nicht. Zudem wurden zwei Elfmeter gegen uns gepfiffen, die keine waren. Ich kann nur einem Spieler die Rote Karte vorwerfen. Die anderen beiden haben zwar protestiert, aber nicht in der Form, dass es dafür Rot geben muss. Trotzdem müssen sich Jungs in Zukunft cleverer Verhalten. Wir sind – abgesehen von Sandzak - mit keinem Gegner aneinandergeraten. Ich glaube, dass die anderen Vereine uns für faire Gegner halten und sehe das nicht so dramatisch", so der Pressesprecher.

Für die letzten drei Spiele des Jahres (gegen den 1. FC Oberstedten, Rot-Weiss Frankfurt II und die TSG Nieder-Erlenbach) wünscht sich Husanovic weitere Zähler gegen den Abstieg: „Wenn wir vier bis sechs Punkte holen, sind wir zufrieden.“

Autor: Sean Lynch