Nach "russischem Roulette" wird erneut gewechselt

Hessenpokal: HSV winkt Hessen Kassel

09. September 2015, 07:00 Uhr

Maurus Klüber (links) warf sich auch gegen Schwalmstadts Steven Preuß in jeden Zweikampf und belohnte sich mit einen Tor und einem rausgeholten Elfmeter. Für ihn besonders bitter: Jetzt fällt er aus. Foto: Siggi Larbig

Gegen den 1. FC Schwalmstadt hatte Dominik Weber seine Hünfelder einfach mal auf links gedreht. In Sachen Aufstellung fast schon russisches Roulette gespielt und durfte sich nachher bestätigt fühlen. Gegen den TSV Korbach gilt es heute Abend (18.30 Uhr) im Duell der Verbandsligisten auf der heimischen Rhönkampfbahn das Hessenpokal-Viertelfinale zu buchen - und wieder wird die Aufstellung angepasst.

Denn Maurus Klüber, neben Sebastian Alles stärkster Spieler beim 3:1-Sieg gegen Schwalmstadt, muss passen: Seine Oberschenkelverletzung kurz vor der Pause hat sich als Faserriss rausgestellt. Da trifft es sich gut, dass es bei Robert Simon wohl wieder für einen Startelfeinsatz reichen könnte, die Mittelstürmer-Position wäre ersetzt. Auch hinter den beiden Sechsern Sebastian Gensler und "Toto“ Trabert stehen noch Fragezeichen. Schon in Neuhof musste Gensler nach einem heftigen Einsteigen vorzeitig runter, auch gegen Schwalmstadt gab es für Gensler richtig auf die Socken. Trabert hingegen hatte einen Ellenbogen ins Gesicht bekommen und wurde deswegen ausgewechselt.

Das stellt Coach Weber zwar jetzt nicht vor riesige Probleme, allerdings wird er wieder einiges umschmeißen müssen. Gegen Schwalmstadt machte er das aus freien Stücken: Sebastian Alles (Rechtsverteidiger) spielte genauso wenig zentral wie Lukas Budenz (Ersatzbank). Dafür rückte Gensler auf die Sechs, Steffen Witzel wieder in die Innenverteidigung, Ferhat Yildiz durfte zudem links hinten seinen ersten Startelfeinsatz nach genau acht Monaten feiern. Auch Kevin Krieger kehrte zurück und übernahm die Rolle des Spielmachers. "Nach dem Neuhof-Spiel musste ich einfach was ändern. Ich hatte auch schon vorher das Gefühl, dass wir in der Zentrale mehr Zugriff brauchen, deswegen habe ich Basti Gensler nach vorne gezogen.“

Lohn ist Platz vier, Anschluss an die Spitze und frisches Selbstvertrauen, das in die Korbach-Begegnung mitgenommen werden soll. Immerhin winkt in der Runde der besten acht das Knallerlos gegen Regionalligist Hessen Kassel: "Da wollen wir hin“, macht auch Weber keinen Hehl aus der Zielvorgabe, weiß aber auch: "Das ist ein Gegner aus der gleichen Liga. Vorteil für uns ist sicherlich, dass wir ein Heimspiel haben. Da kommt es auch auf die Einstellung an.“ Der TSV Korbach hatte sich indes gleich zweimal für den Hessenpokal qualifiziert: Er gewann genau wie Hünfeld den Kreispokal und bekam neben Oberliederbach einen von zwei Fair-Play-Plätzen. Letzteres ersparte den Weg durch die ersten beiden Runden.

Autor: Johannes Götze

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