Nachholspiel auf neutralem Platz
Gruppenliga Frankfurt West: Oberstedten empfängt Merzhausen
Merzhausens Spielertrainer Daniel Dylong soll im Nachholspiel wieder auf dem Feld stehen. Foto: Mithat Gürser.
1. FC Oberstedten - TuS Merzhausen (Mittwoch, 20.00 Uhr)
Beide Kontrahenten können sich in ihren jeweiligen Tabellenregionen mit einem Sieg in eine Wunschposition bringen. Gewinnt der FCO, würde man erstmals seit mehreren Monaten auf einem sicheren Nichtabstiegsplatz stehen. Sollten die Gäste siegen, stünde man mit drei Punkten Rückstand zur Tabellenspitze auf dem Relegationsplatz. Bislang haben die Merzhäuser zwei Spiele weniger ausgetragen als der SV FC Sandzak und der VFB Friedberg, die die Plätze zwei und drei belegen. Auch Oberstedten hat bislang zwei mal weniger gespielt als ein Großteil der Konkurrenz: „Die Nachholspiele, die wir in der Hinterhand haben, sind keine Erfolgsgarantie. Nur wenn wir 100 Prozent geben, können wir gegen jeden punkten“, so Oberstedten-Trainer Artur Rissling.
„Im Hinspiel haben wir sie in der ersten Halbzeit beherrscht und am Ende noch drei Tore kassiert“, erinnert sich der Coach an die Partie im Sommer. Die Begegnung gegen den Tabellenvierten ist das zweite Spiel einer harten englischen Woche für Risslings jungen Trupp. Am vergangenen Sonntag siegte man beim Tabellenfünften aus Seckbach, nach dem Merzhausen-Spiel wartet am kommenden Sonntag der Spitzenreiter Rot-Weiss Frankfurt II: „Aus so einer englischen Woche kannst du auch schnell mal mit null Punkten rauskommen. Gegen Merzhausen sind es immer 50/50-Spiele. Vom Kader her ist Merzhausen der Favorit, aber das war Seckbach auch.“
Merzhausen muss bis Saisonende auf Berschick verzichten
Beim 0:2 im Frankfurter Osten geriet der Sieg jedoch ob der schweren Verletzung des Seckbachers Gabriel Fustero zur Nebensache: „Die Spieler, der Trainer und auch ich wünschen dem Seckbacher Kapitän, dass er bald wieder gesund ist“, betonte der Sportliche Leiter Rüdiger Rau nach dem Spiel. Merzhausens Fußball-Abteilungsleiter Ralf Sartoris erwartet trotz der Tabellenlage ein schweres Spiel: „Wir nehmen den Gegner durchaus ernst, sie haben in der Vergangenheit gute Ergebnisse erzielt und sind besser, als es der Tabellenplatz aussagt“. Ähnlich wie der gegnerische Trainer sah auch Sartoris das Hinspiel: „Sie waren im Hinspiel 70 Minuten lang die bessere Mannschaft. Trotzdem müssen wir hinfahren mit dem Anspruch, das Spiel zu gewinnen.“
Die Merzhäuser müssen bis zum Saisonende auf Angreifer Patrick Berschick verzichten, der sich bis zum Sommer beruflich im Ausland aufhält. Dafür hofft die Mannschaft, wieder auf Spielertrainer Daniel Dylong setzen zu können, der im Top-Spiel gegen Rot-Weiss Frankfurt II krankheitsbedingt passen musste: „Er hat uns gefehlt, obwohl die Mannschaft das auch gut kompensiert hat. Am Sonntag haben wir ein gutes Spiel gezeigt und waren aus meiner Sicht einen Tick besser“, so Sartoris über die Punkteteilung gegen den Herbstmeister.
(sly)

