Nister-Elf unterliegt gegen Darmstadt

Bruchköbel kann auch gegen Friedberg nichts holen

03. Oktober 2017, 19:45 Uhr

Auch gegen Türk Gücü Friedberg war für die SG Bruchköbel (Spieler am Boden) nichts zu holen. Viktoria Nidda (blaue Trikots) hingegen konnte gegen Bad Homburg siegen. Foto: Steffen Turban

Am elften Spieltag der Verbandsliga Süd konnte Rot-Weiß Darmstadt mal wieder eine Partie für sich entscheiden. Bei der TS Ober-Roden siegte die Mannschaft von Dominik Lohrer mit 2:0. Auch Viktoria Nidda konnte gegen Vatanspor Bad Homburg einen Sieg einfahren, während die Urberacher Zuhause gegen den Hanauer SC eine Niederlage hinnehmen musste. Für den 1. Hanauer FC reichte es am Ende gegen Alsbach immerhin zu einem Unentschieden.

TS Ober-Roden - Rot-Weiß Darmstadt 0:2 (0:0)

Von Beginn an spielten beide Mannschaften zu ungenau und die Torchancen ergaben sich eher zufällig. Die Ober-Rodener konnten sich dabei lediglich zwei Möglichkeiten durch Jannis Fritsch und Max Enders erarbeiten. Auf der anderen Seite verpassten es Christopher Nguyen sowie Petrus Baldes und Alvano Kröh mehrmals die Führung für die Darmstädter zu erzielen. Das änderte sich im zweiten Abschnitt. Nach einem Freistoß von Felter stand Kröh dann genau richtig, um das 1:0 für die Rot-Weißen zu erzielen. "Der Freistoß war der Knackpunkt, da hatten wir Pech", äußerte sich Ober-Rodens Trainer, Daniel Nister, nach der Partie zum Gegentor.

Daraufhin fiel den Gastgebern in der Offensive nicht mehr viel ein und sie blieben weitestgehend ungefährlich, während die Darmstädter die Führung verwalteten. "Die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor hat heute gefehlt, trotzdem hat die Einstellung meiner Mannschaft gestimmt und ich kann ihr keinen Vorwurf machen", so Nister, der zudem bestätigte, dass seine Spieler die Idee hatten umsetzen können, die das Trainerteam vorgegeben hatte. "Wir wollen viel mit dem Ball spielen. Das ist ein schwerer Weg, doch wir versuchen es trotzdem, um auch weiterhin unsere Spieler weiter entwickeln zu können."

Allerdings führte diese Spielidee heute nicht zum Erfolgserlebnis, denn stattdessen erzielte Darmstadts Donat Tala kurz vor Ende noch das 2:0 für die Gäste. "Bis auf diese Kontersituation lassen wir aus dem Spiel heraus nichts zu. Das ist bitter und tut weh, aber Fußball ist nun mal ein Ergebnissport und damit müssen wir leben", fasste es Nister zusammen.

Schiedsrichter: Sabine Stadler.
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Alvano Kröh (52.), 0:2 Donat Tala (88.).

Viktoria Nidda - Vatanspor Bad Homburg 2:1 (1:0)

Während der Sportliche Leiter, Hüseyin Güven, von einer "unnötigen Niederlage" sprach, fand auch Bad Homburgs Trainer Jörg Loutchan keine positiven Worte zu der Leistung seiner Mannschaft gegen Viktoria Nidda: "Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und waren bei den Gegentoren zu naiv und überheblich. Das hatten wir auch vorher angesprochen, deswegen ist es ärgerlich, dass sich das heute wiederholt hat." Während die Gäste aus Bad Homburg ihre Möglichkeiten im ersten Durchgang nicht nutzen konnte, waren die Hausherren die effektivere Mannschaft. Noah Michel traf für den Aufsteiger nach gut einer halben Stunde zur Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel glich Vatanspor zwar noch durch Furkan Firat Usta aus, doch Sven Diedrich entschied mit seinem Treffer die Partie zugunsten der Viktoria. "Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, haben den Gegner aber durch unsere Fehler stark gemacht, was nicht passieren darf", war Lotuchan bedient. Seine Spieler haben am Sonntag die Chance es bei der zweiten Mannschaft von Rot-Weiss Frankfurt wiedergutzumachen. Zeitgleich gastiert Nidda beim Hanauer FC.

Schiedsrichter: Christopher Haase.
Zuschauer: 280.
Tore: 1:0 Noah Michel (27.), 1:1 Furkan Firat Usta (62.), 2:1 Sven Diedrich (72.).

Eintracht Wald-Michelbach - FC Bensheim 3:1 (0:1)

In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit erzielten die Gäste aus Bensheim die Führung durch Benedikt Saltzer. Daraufhin erhöhten die Wald-Michelbacher nach der Pause den Druck. "Wir waren dann nicht mehr im Stande, den Ball zu halten und die Ballverluste haben sich gehäuft", sagte Ludwig Brenner nach der Begegnung. Zudem konnte der FC seine Torchancen nicht verwerten, um die Führung noch auszubauen.

Stattdessen belohnte sich die Eintracht für ihre Bemühungen. Nachdem zunächst Jens Bundschuh (69.) den Anschlusstreffer erzielte, erhöhte Wald-Michelbach in der Schlussphase noch einmal den Druck und verdiente sich so den Sieg. Srdan Stojnic und Malcom Darffour ließen die Hausherren durch ihre Tore noch spät jubeln.

Mit diesem Erfolg im Rücken fahren die Wald-Michelbacher bereits am Samstag nach Urberach. Die Bensheimer hingegen sind bei den Rot-Weißen in Darmstadt gefordert.

Schiedsrichter: Patrick Werner.
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Benedikt Saltzer (21.), 1:1 Jens Bundschuh (69.), 2:1 Srdan Stojnic (89.), 3:1 Malcom Darffour (90.+2).

Viktoria Urberach - SC 1960 Hanau 2:4 (2:3)

"Es war ein Kampfspiel von der ersten Minute an", äußerte sich Hanaus Sportlicher Leiter und Interimstrainer, Okan Sari, zur Partie in Urberach. Bereits nach fünf Minuten gelang es dem SC in Führung zu gehen. Benjamin Braus erzielte den Treffer für die Gäste, den Patryk Czerwinski nur zehn Minuten später egalisierte. Doch der Hanauer Sportclub fand daraufhin wieder in die Spur und konnte die Partie drehen, weil Travis Parker und Kaan Köcksal trafen. Mit dem Halbzeitpfiff erzielte erneut Czerwinski zwar noch den Anschlusstreffer, doch es sollte nicht reichen, um etwas Zählbares mitzunehmen, denn Semih Aydilek baute die Hanauer Führung nach der Pause auf 4:2 aus. Kurz vor Ende der Partie musste der Torschütze dann noch mit einer roten Karte frühzeitig den Platz verlassen.

"Wir hätten die Partie schon früher entscheiden können, trotzdem bin ich stolz auf die Leistung der Jungs, weil wir einen guten Lauf haben und die drei Punkte enorm wichtig für uns sind. Schließlich haben wir die Qualität dafür in unseren Reihen", freute sich Sari über den Sieg. Auf der anderen Seite nannte Urberachs Co-Trainer Marco Saul die Gründe für das Scheitern seines Teams: "Wir haben heute leider nicht in unser Spiel gefunden und waren nach vorne hin nicht durchschlagskräftig. Es war ein offener Schlagabtausch und Hanau hat es clever ausgespielt." Bereits am Samstag haben die Hausherren die Chance es im Heimspiel gegen Wald-Michelbach wiedergutzumachen, während der Hanauer SC bei Germania Ober-Roden am Sonntag gastiert.

Schiedsrichter: Carlo Faulhaber.
Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Benjamin Braus (5.), 1:1 Patryk Czerwinski (15.), 1:2 Travis Parker (Foulelfmeter, 23.), 1:3 Kaan Köcksal (29.), 2:3 Patryk Czerwinski (45.), 2:4 Semih Aydilek (63.).
Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Semih Aydilek (83./ Hanau).

1. Hanauer FC - FC Alsbach 2:2 (1:2)

Ohne die ehemaligen Profi-Spieler musste der Hanauer FC sein Heimspiel gegen die Alsbacher absolvieren. Dabei gelang es dem Aufsteiger trotzdem durch Ilker Bicakci nach knapp einer halben Stunde in Führung zu gehen. Die Gäste aus Alsbach ließen sich davon nicht beirren und schafften es noch vor der Pause die Partie zu drehen. Zunächst erzielte Marcel Daniel aus knapp 17 Metern den Ausgleich, ehe Philipp Ehmig aus ähnlicher Position kurz vor der Pause das 2:1 für den FCA erzielen konnte. Gleichzeitig war es das sechste Saisontor des Stürmers. "Wir sind in der Anfangsphase nur schwierig ins Spiel gekommen. Das wurde erst im Verlauf der Partie besser", äußerte sich Alsbachs Pressesprecher, Andreas Rothermel, zum ersten Durchgang.

Auch im zweiten Abschnitt blieb es eine muntere Partie, in der sich beide Seiten Torchancen erarbeiten konnten. Während der Hanauer Anhang versuchte, sein Team lautstark nach vorne zu peitschen, antworteten die Bergsträßer mit mutigen Gegenangriffen. Trotzdem blieben die Gastgeber die torgefährlichere Mannschaft. Alsbach musste deshalb einige Drangphasen der Hausherren überstehen. "Es kam eine Angriffswelle nach der anderen, deswegen war das 2:2 insgesamt verdient", urteilte Rothermel nach der Begegnung. Den Hanauern gelang es nämlich, sich für ihr Bemühen zu belohnen. Sechs Minuten vor dem Ende erzielte Kahrmann Damar den Ausgleich für den Aufsteiger.

Schiedsrichter: Michael Krug.
Zuschauer: 130.
Tore: 0:1 Ilker Bicakci (27.), 1:1 Marcel Daniel (38.), 1:2 Philipp Ehmig (45.), 2:2 Kahrmann Damar (84.).

SG Bruchköbel - Türk Gücü Friedberg 1:3 (1:1)

Vor der Partie waren die Rollen klar verteilt, was der Favorit aus Friedberg bereits nach neun Minuten durch den ersten Treffer im Spiel bestätigte. Mit dem Außenriss erzielte Florian Decise die Führung, nachdem er gesehen hatte, dass der Torwart der Gastgeber zu weit vor seinem Tor stand. Danach dauerte es eine halbe Stunde bis sich die nächsten Möglichkeiten für Türk Gücü vor dem gegnerischen Tor boten. Doch anstatt die Führung auszubauen, war es das Tabellenschlusslicht, das kurz vor der Pause jubeln durfte. Durch einen Konter der SG gelang es Kim Werner den Ausgleich für seine Farben zu erzielen.

In der zweiten Halbzeit setzten die Friedberger dann aber alles daran, dieses Ergebnis zu korrigieren, was Selim Aljusevic in der 52. Minute auch gelang. Auch nach dem 2:1 für die Friedberger, blieben die Gäste die tonangebende Mannschaft und konnten sich dabei weitere Möglichkeiten erarbeiten. Mohamed Boulahfa sorgte mit seinem Treffer dann für eine Vorentscheidung. "Manche Dinge gelingen zur Zeit einfach nicht. Außerdem ist Friedberg eine Mannschaft, die viele Spieler mit individueller Klasse in ihren Reihen haben. Solche Spieler, die eine Partie im Alleingang entscheiden können, fehlen bei uns momentan", sagte Bruchköbels Medienvertreter, Michael Kwasniok, zu der Niederlage. Außerdem seien die Friedberger die effektivere Mannschaft gewesen, stellte Kwasniok fest und hofft, dass der Knoten beim Tabellenschlusslicht bald platzt.

Schiedsrichter: Joschka Pfeifer.
Zuschauer: 130.
Tore: 0:1 Florian Decise (9.), 1:1 Kim Werner (44.), 1:2 Selim Aljusevic (52.), 1:3 Mohamed Boulahfa (75.).

SV FC Sandzak - Usinger TSG 2:1 (0:1)

Nach der 2:4-Niederlage bei der U23 von Rot-Weiss Frankfurt waren die Usinger auf Wiedergutmachung aus. Das zeigten die TSG beim SV FC Sandzak auch von Beginn an. Bereits nach acht Minuten war es dann Max Miot Paschke, der die Gäste jubeln ließ. "Es gab Chancen auf beiden Seiten und Sandzak war bislang unser stärkster Gegner. Dabei mussten wir in jedem Zweikampf viel einstrecken", sagte Usingens Trainer Marcel Kopp zur Leistung seiner Mannschaft. In der zweiten Hälfte nutzten die Gastgeber ihre Chancen dann effektiver, denn Aleksander Mastilovic glich zugunsten des SV FC aus. In der 75. Minute drehte Shelby Printemps mit seinem Treffer die Partie, ehe er in der Nachspielzeit mit Rot vom Platz musste.

Nach dem Abpfiff äußerte sich Usingens Trainer dann noch zu unschönen Szenen, die sich außerhalb des Spielfeldes ereignet hatten. "Unsere Spieler wurden vom Gegner und den Zuschauern bespuckt. Das hat nichts mit Fußball zu tun und ist eine Schande für die Verbandsliga", äußerte sich Kopp mit Empörung.

Schiedsrichter: Dennis Jantz.
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Max Miot Paschke (8.), 1:1 Aleksander Mastilovic (63.), 2:1 Shelby Printemps (75.).
Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Shelby Printemps (90.+2/ Sandzak).

Autor: Selina Eckstein

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