Nister: "Mehr Gier im letzten Drittel"

Verbandsliga Süd: Aufsteiger beim Aufstiegsaspiranten

21. September 2017, 17:29 Uhr

Alsbachs Cengiz Gencer (rechts) ist nach sieben Spielen Sperre wieder dabei. Foto: Thomas Zöller

Bereits am Freitag Abend sind vier Mannschaften in der Verbandsliga Süd gefordert. Der FC Alsbach empfängt die TS Ober-Roden, die sich für die beiden Niederlagen aus der vergangenen Spielzeit revanchieren will. Eine halbe Stunde später ist der Aufsteiger Viktoria Nidda beim Tabellenführer FV Bad Vilbel zu Gast.

FC Alsbach - TS Ober-Roden (Freitag, 19 Uhr)

In der vergangenen Saison konnte der FC Alsbach beide Duelle gegen die Mannschaft von Daniel Nister für sich entscheiden. "Deshalb wird Ober-Roden zusätzlich motiviert sein", glaubt Alsbachs Pressesprecher Andreas Rothermel. Doch die Bergsträßer werden es der TSO nicht einfach machen, weil sie nach den letzten beiden verlorenen Spielen wieder ein Erfolgserlebnis benötigen. Die Fehler, die zu den Niederlagen geführt haben, sollen nun am Freitagabend im Heimspiel abgestellt werden. "Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht und die Durchschlagskraft im Angriff fehlt", nennt Rothermel die Gründe für das Scheitern. Einen kleinen Hoffnungsschimmer, dass es nun im Angriff besser wird, gibt es auf Seiten der Alsbacher. Der zuletzt gesperrte Stürmer Cengiz Gencer darf nun wieder eingesetzt werden. Auch Deniz Özkaya ist nach seiner Verletzung wieder fit. Daniel Willhardt und Philipp Ehmig hingegen werden Trainer Sascha Huy nicht zur Verfügung stehen.

"Wir haben es ihnen letztes Jahr zu einfach gemacht, die Punkte zu holen. Das wollen wir nun besser machen", äußerte sich Trainer Daniel Nister zu den beiden Niederlagen der abgelaufenen Runde. Seine Jungs seien deshalb "heiß" auf die Partie und wollen alles daran setzen, diesmal als Sieger vom Platz zu gehen. Wie das gelingen soll, darauf hat Ober-Rodens Trainer bereits eine Antwort: "Wenn sie an die Leistung der letzten Spiele sowie die Lauf- und Kampfbereitschaft anknüpfen, dann bin ich mir sicher, dass wir aus Alsbach etwas mitnehmen werden." Dabei erwartet Nister ein temporeiches und dynamisches Spiel, in dem seine Mannschaft das eigene Spiel durchdrücken soll. Auch das Umschaltspiel könnte dabei entscheidend sein, in dem sich die Ober-Rodener bislang gut präsentierten. Nur zum gegnerischen Tor hin, sieht der TSO-Trainer noch Steigerung: "Wir müssen im letzten Drittel noch gieriger werden um Tore zu erzielen." Für diese Aufgabe stehen Nister sechs Spieler nicht zur Verfügung. Paul Wolf und Felix Schwab fehlen urlaubsbedingt. Außerdem sind Feta Suljic und Thomas Barowski verletzt, Jannik Zeise ist krank und Dennis Profumo fehlt gesperrt. (se)

FV Bad Vilbel - Viktoria Nidda (Freitag, 19.30 Uhr)

Der FV Bad Vilbel hat am vergangenen Wochenende in Wald-Michelbach beim 3:1-Sieg abgeliefert und führt somit die Tabelle der Verbandsliga Süd an. Beim morgigen Freitag Abend-Spiel gegen den Aufsteiger Viktoria Nidda erwartet Trainer Amir Mustafic allerdings keinen Spaziergang: "Gott sei Dank kennen wir den Gegener schon aus dem Hessenpokal, und einmal habe ich sie mir auch in Usingen angeschaut. Allerdings glaube ich nicht, dass sie so wie gegen Usingen bei uns morgen Abend versuchen werden, das Spiel zu machen. Das überrascht uns aber nicht, weil 80 bis 90 Prozent der Mannschaften eher defensiv gegen uns auftreten", weiß Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic. Dass Bad Vilbels Gegner nicht forsch zu Werke gehen, hat für Mustafic sogar einen gewissen Charme: "Das macht die Aufgabe für uns interessant. Wir jedenfalls sind auf einem guten Weg und haben in den letzten beiden Spielen schon sehr viel besser gemacht als zuvor. Nichtsdestotrotz erwarten wir einen schweren Kampf."

Nach dem Spiel gegen die Reserve von Rot-Weiss Frankfurt war Niddas Trainer Carsten Weber voll des Lobes für seine Mannschaft, die ihm ein gutes Gefühl gegeben und von alleine funktioniert hat. Besonders auffallend war die Stärke im Defensivverbund. Bekanntschaft mit dem Spitzenreiter hat der Aufsteiger schon gemacht: "Wir kennen den Gegner aus dem Hessenpokal, und das Ergebnis (1:0 für Nidda, Anm. d. Red.) hat gezeigt, dass wir dort bestehen können. Das wird aber auch ein Motivationsschub für Bad Vilbel sein. Die werden sich jetzt ein bis zwei andere Varianten gegen uns überlegen, aber wir werden dafür auch ein bis zwei Antworten bereit halten", sagt Niddas Coach Carsten Weber. Die Rollenverteilung steht für Weber fest: "Wir sind der klare Außenseiter. Bad Vilbel ist ausgewogen besetzt und gegen den Ball werden sie uns alles abverlangen. Wichtig war für uns, gegen Rot-Weiss Frankfurt zu gewinnen. Das gibt uns Selbstvertrauen. Das jetzt wird ein Spiel, bei dem keiner von uns so viel erwartet, und trotzdem wollen wir was mitnehmen." (cw)

Kommentieren