Noah Quanz durchbricht das Abwehrbollwerk
B-Junioren-Regionalpokal: Viktoria Fulda siegt knapp
Wie bereits im Finale zwölf Monate zuvor trotzte der Underdog dem Favoriten zur Pause ein 0:0 ab. Die Viktoria erarbeitete sich zwar ein klares optische Übergewicht. Echte Torgefahr entwickelten die Mannen von Trainer Max Lesser aber nicht. Torwart Jonas Hosenfelds Gehäuse wurde zwar ständig bedroht, geriet aber zu keiner Phase in ernsthafte Gefahr. "Der Sieg geht zwar in Ordnung. Insgesamt muss man aber sagen, dass wir kein gutes Spiel hier abgeliefert haben. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass wir erstmals in diesem Jahr auf echtem Rasen gespielt haben. Zuvor waren die Spiele allesamt auf Kunstrasen." Den Siegtreffer markierte zwei Minuten nach der Pause Noah Quanz nach einer feinen Einzelleistung. Sein Schuss von der Strafraumgrenze aus schlug in der rechten unteren Ecke unhaltbar für Hosenfeld ein.
Danach diktierte die Viktoria zwar weiterhin klar das Spielgeschehen, ohne jedoch den entscheidenden Zug zum Tor entwickeln zu können. Immer wieder stand ein gegnerisches Abwehrbein im Weg, was den erfolgreichen Torabschluss zu verhindern wusste. In der Schlussphase wurde der Gruppenligist sogar etwas offensiver. Außer ein paar Distanzschüssen, die das Gehäuse Robin Dorns weit verfehlten, hatte das Team des Trainerduos Andreas Kapelle/Thomas Uth in der Offensive aber nichts zu bieten, so dass sich Dorn kein einziges Mal richtig auszeichnen konnte.
Kapelle hatte vor dem Spiel gefordert, die Viktoria "so lange wie möglich ärgern zu wollen", was letztlich auch gelungen ist. Daher war er nach dem Schlusspfiff dementsprechend stolz auf seine Mannschaft: "Die Jungs haben bravourös gekämpft. Man hat wirklich nicht die zwei Klassen Unterschied gemerkt. Fulda hatte nur die eine echte Torchance, die auch zum Siegtor geführt hat. Dass die uns spielerisch überlegen sind, war nicht anders zu erwarten. Trotzdem: Hut ab vor meiner Mannschaft." In die gleiche Kerbe schlug auch Regionalbeauftragter Werner Scheffler, der die Siegerehrung vornahm: "Wenn man den Klassenunterschied betrachtet, hat sich Nüsttal wirklich achtbar geschlagen." Als kleines Trostpflaster hatte Scheffler für den Zweiten einen Ball mitgebracht. Darüber hinaus erhielten beide Mannschaften einen Wimpel des Hessischen Fußballverbandes - der Sieger den etwas größeren.
Fulda: Dorn; Ströder, Gerk, Wagner, Quanz (65. Schlotzhauer), Baumgart (55. Clemente Banh), Drimalski (55. Wese), Dinkel, Müller (77. Michaelis), Ruppel, Keller.
Nüsttal/Hofbieber/Dammersbach: Hosenfeld; Beck, Keidel, Budenz, Mörmel, Haas (20. Busse), Stadler, Ruschke, Schaub (31. Wiegand), Herrmann, Hohmann (43. Roth).
Schiedsrichter: Jeffrey Euchler (Herolz). Zuschauer: 100. Tor: 1:0 Noah Quanz (42.). rd

