"Noch keinen adäquaten Ersatz gefunden"
Gruppenliga Frankfurt Ost: In Dietzenbach laufen die Kaderplanungen noch
Mohammed Rachidi (rechts) wird künftig nicht mehr das Trikot des FC Dietzenbachs tragen. Foto: Patrick Scheiber
Die Kaderplanungen beim FC Dietzenbach sind bislang noch nicht abgeschlossen und dürften wohl auch noch bis in die kommende Saison hinein andauern. Das liegt auch daran, dass sieben Spieler, zum Teil Leistungsträger, den Verein verlassen haben, bislang aber nur zwei A-Jugendspieler zum Kader von Trainer Dragan Reljic dazu gestoßen sind. Neben Mehmet Arslan, der aus den eigenen Reihen hinzu kommt, hat sich Jan Patrik Höbel aus der Jugend des TS Ober-Roden dazu entschieden, sich dem Gruppenligisten anzuschließen. Das wird aber nicht ausreichen, um die Abgänge zu ersetzen. Denn unter anderem haben sich zwei Abwehrspieler, die zu den Stammkräften der vergangenen Saison zählten, für einen Vereinswechsel entschieden. Mohammed Rachidi wechselt zur TSG Niederrad und Kevin Weilmünster zieht es zum Darmstädter Gruppenligisten TSG Messel. Schmerzen dürfte auch der Abgang von Torjäger Ismail Amallah (FV 08 Neuenhain), der in der vergangenen Spielzeit für die Dietzenbacher 16 Tore erzielte. Außerdem stehen Besniek Abazi (unbekannt), Adip El-Issami (TSV Dudenhofen), Constandin Rada (BSC Offenbach) und Yasin Attal (JSK Rodgau) nicht mehr für das Mittelfeld zur Verfügung. "Für einige Spieler haben wir noch keinen adäquaten Ersatz gefunden, weshalb es sein könnten, dass wir uns auch noch während der schon laufenden Runde verstärken", äußerte sich der Sportliche Leiter, Werner Marquardt, zur personellen Situation beim FCD.
"Wir haben die Erfahrung auf unserer Seite"
Trotz der personell angespannten Lage, will Dietzenbach auch in der kommenden Saison den Klassenerhalt schaffen. "Wir gehen in die siebte Gruppenliga-Saison, wir haben die Erfahrung also auf unserer Seite", so Marquardt, der noch einen weiteren Pluspunkt nennen konnte: "Dragan Reljic geht nun in die zehnte Trainersaison bei uns, was heutzutage auch nicht mehr selbstverständlich ist, aber es passt einfach zusammen und wir sind hoch zufrieden mit ihm." Der Trainer weiß somit, was in den ersten Spielen auf seine Mannschaft zukommen wird. Zum Auftakt darf sich der Verein dabei gleich auf zwei Derbys freuen. Am ersten Spieltag gastiert der FCD beim 1. FC Langen, die über die Aufstiegsspiele aus der Kreisoberliga Offenbach aufgestiegen sind. "Die vergangenen Jahre haben immer gezeigt, dass die Partien gegen die Neulinge schwer einzuschätzen sind, weil sie auch die Euphorie vom Aufstieg mitbringen", sagte der Sportliche Leiter, der nur schwer einschätzen konnte, wie die Partie verlaufen wird. Im Derby auf dem heimischem Rasen gegen die SG Rosenhöhe soll dann aber auf jeden Fall ein Heimsieg gelingen, um aus dem Auftaktprogramm "unbeschadet heraus zu kommen" und am Ende der Saison im gesicherten Mittelfeld zu landen. Um den Aufstieg mitspielen, könnten, nach Meinung der Dietzenbacher, neben der JSK Rodgau auch der Aufsteiger aus Steinheim. "Sie haben sich personell sehr gut verstärkt, deswegen glaube ich, dass sie oben mitspielen werden", lautete die Einschätzung von Marquardt.

