KOL Mitte: Bachrain und Hofbieber torlos
Nullnummer am Geisküppel gibt's nicht? Doch! – Fotos
Viel Kampf gab's im Duell zwischen Hofbieber (rot, hier Luca Hohmann) und Bachrain (hier Daniel Kleinod). Foto: Jonas Wenzel
Eine Nullnummer am Geisküppel gab's zuletzt am 19. August 2018. Müs war der Gegner. In den vergangen acht Jahren stand sogar nur zwei Mal die Null auf beiden Seiten. Der SV Niederaula war im August 2018 zu Gast. Nun reiht sich Hofbieber mit ein, beim letzten Aufeinandertreffen im September 2020 – ein 0:0 in Hofbieber – konnten die Zuschauer allerdings schon einen Vorgeschmack erhalten. Dass der 20. August sich jedoch einfügt, war nicht zu erwarten. Hofbiebers Youngster um Luca Hohmann mit ihrer Unbekümmertheit auf der einen, Bachrains Routiniers um das jüngst verpflichtete Trio Patrick Lesser, Friedrich Walt und Pierre Mistretta auf der anderen Seite. Doch beim Blick auf die Aufstellungen kam hervor, dass das Trio aus privaten Gründen fehlte. Die Favoritenrolle wanderte zu Hofbieber, so recht ausfüllen konnte der Tabellenführer sie aber nicht.
Denn Bachrain machte den kleinen Platz noch kleiner. Die spielerische Klinge kam kurz, zu oft setzten beide auf lange Bälle. Der Abnutzungskampf sollte über 90 Minuten gehen. Und doch hatten die Gäste ihre Gelegenheiten. TSV-Keeper Moritz Pappert wollte sich aber nicht überlisten lassen, agierte stark gegen Erik Nüdlings (13.) und Hohmanns (41.) Direktabnahmen. Verschätzte er sich bei einer Flanke, stand Raphael Link (11.) auf der Linie goldrichtig. Die Spannung nahm zwar im weiteren Spielverlauf zu, gefährliche Szenen blieben aber aus. Seinen Arbeitsnachweis lieferte Hofbiebers Torwart Sebastian Hahner nach rund einer Stunde, als er Ferit Acars Flatterball über die Latte lenkte. Und letztlich rückte auch Schiedsrichter Nicholas Dostal in den Mittelpunkt: Julian von Keitz setzte sich gegen drei Bachrainer durch, wurde dabei allerdings regelwidrig von deinen Beinen geholt. Die Pfeife Dostals blieb fälschlicherweise stumm (75.).
"Da hatten wir das Glück des Tüchtigen. Das, was uns vergangene Saison fehlte. Dass Hofbieber ein Übergewicht haben würde, war zu erwarten. Wir hatten eine super Energie am Platz, haben alles reingeworfen", schilderte TSV-Spielertrainer Marius Link, der zugibt, "dass mit dem benannten Trio aus unseren Halbchancen eventuell ganze geworden wären." Einen Sieg hätte Links Pendant Oliver Bunzenthal gerne mitgenommen, "wirklich verdient wäre es aber nicht gewesen. Wir waren nicht gut, die Lösungen im letzten Drittel haben gefehlt. Wir hätten mehr Eins-gegen-eins-Situationen gebraucht, mehr erfolgreiche Doppelpässe. Meine jungen Spielern war anzumerken, dass die Zweikampfhärte noch etwas fehlte. Diese Erfahrung sollen sie mitnehmen", sagte Hofbiebers Trainer, der sich über das dritte gegentorlose Spiel in Folge freute.
Die Statistik:
TSV Bachrain: M. Pappert; P. Pappert, Fuchs, Kleinod, R. Link – Sondergeld – Brähler, Diegelmann, Weldetnsae, Vrgoc – M. Link (Werthmüller, Acar, Ristic).
SV Hofbieber: Hahner; Müller, Günther, Hosenfeld, Nüdling – Gradl, Jahnke – J. Haas, Ruppert, von Keitz – Hohmann (Schuhmann, Vogel, L. Haas).
Schiedsrichter: Nicholas Dostal (SV Wölf).
Zuschauer: 210.

