Nur die Kids dürfen Tore schießen

09. Januar 2024, 10:09 Uhr

Jubel bei Groß und Klein: Über den Turniersieg, den Siegerpokal und die entsprechenden Medaillen freuten sich Nachwuchs- wie Seniorenkicker. © Verein

Ein Hallenturnier, bei dem nur ein einziger Verein teilnimmt? Klingt erst einmal komisch. FT Fulda hat trotzdem bereits zum vierten Mal den „Generationen Cup“ veranstaltet, der in erster Linie ein Ziel hat: Große wie kleine Vereinsmitglieder zusammenzubringen.

Was sich am Sonntag in der Heinrich-Gellings-Halle abgespielt hat, ist mit einem herkömmlichen Hallenturnier wahrlich nicht zu vergleichen. Ziemlich bunt gemischt waren die Teams. Und nicht einmal jeder aus einer Mannschaft durfte ein Tor erzielen. Kein Wunder: Wann kommt es schließlich mal vor, dass Siebenjährige Seite an Seite mit ausgewachsenen Männern spielen? Beim „Generationen Cup“ von FT Fulda ist genau das aber die Idee. Alle Fußballer an einem Fleck zu haben. Oder einfach und dem Namen entsprechend ausgedrückt: Alle Generationen an Spielern, aber auch Vereinsmitgliedern zu vereinen.

Generationen-Cup von FT Fulda - ein ganz anderes Hallenturnier

Zehn Mannschaften sind am Start, die jeweils aus zwölf Teilnehmern bestehen. Je zwei Spieler aus F-, E- und D-Jugend, dazu einer aus C-, B- und A-Junioren sowie zweiter und erster Seniorenmannschaft. Dazu ein Trainer, zum Beispiel Kreisoberliga-Coach Julian Rohde. Jedes Team hat ein eigenes Trikot erhalten, auf der Brust strahlt aber immer das FT-Logo. Tore dürfen nur von Nachwuchskickern erzählt werden – je jünger diese sind, desto höher die Wertigkeit der Treffer. Trifft beispielsweise ein E-Jugendlicher, hat das Tor einen fünffachen Wert. Kein Wunder also, wenn die zehnminütigen Partien mitunter 13:5 ausgehen.

Gewinnen und Verlieren steht aber nicht an erster Stelle – deshalb gibt es auch keinen Schiedsrichter. Für die Kinder ist es ein tolles Erlebnis, mal nicht nur mit Gleichaltrigen zu spielen, sondern mit Leuten, zu denen sie – im wahrsten Sinne des Wortes – aufschauen können. Und voll ist die Halle auch deshalb, weil sie von zahlreichen Elternteilen unterstützt werden. „Es waren viel mehr Leute da als gedacht“, freute sich Jugendleiter und Hauptorganisator Daniel Schröder, der sich darüber freute, dass die Eltern den Verkauf selbstständig übernahmen.

„Es war generell Weltklasse, wie die Zuschauer mitgegangen sind – gerade wenn die Kleinen ein Tor geschossen haben“, sagte Schröder, der von super glücklichen Kindern berichten durfte: „Die waren schon begeistert, als sie davon erfahren haben, dass sie ihr Trikot behalten durften. An so einem Tag lernen sich alle mal kennen – und genau das war mal die Ursprungsidee hinter dem ‚Generationen Cup‘.“ Eine außergewöhnliche, die gerne nachgeahmt werden darf.

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