Ober-Erlenbach darf sich „keine Ausrutscher mehr leisten“ – Derby in Bornheim

Gruppenliga Frankfurt West: Gelingt Enkheim der nächste Coup?

28. April 2017, 14:00 Uhr

Nach dem Hattrick von Marco Weber (rechts) gegen Seckbach hofft Neu-Anspach weiter auf seine Treffsicherheit. Foto: Marcel Lorenz

Nachdem unter der Woche alle vier Teams auf direkten Abstiegsplätzen ihre Spiele gewinnen konnten, treffen sie nun drei Tage später in direkten Duellen aufeinander. Die SG Ober-Erlenbach empfängt Germania Enkheim, der TSV Bad Nauheim spielt beim 1. FC-TSG Königstein. An der Berger Straße kommt es zum Derby zwischen der SG Bornheim und der FG Seckbach.

SG Ober-Erlenbach – Germania Enkheim (Sonntag, 15 Uhr)

Beide Mannschaften konnten sich unter der Woche mit einem Sieg Selbstvertrauen für die letzten Spiele holen. Doch nur der Sieger dieses Duells hat noch realistische Chancen auf den Klassenerhalt in letzter Sekunde. Enkheim steht momentan mit 24 Punkten auf dem letzten Platz, Ober-Erlenbach ist mit 27 Zählern Vorletzter. Das Hinspiel gewann die SGO mit 1:0. Sollte die Germania also mit mehr als einem Tor Unterschied gewinnen, hätte man nach Punkten gleichgezogen und zudem den direkten Vergleich für sich entschieden. "Wir sind noch am Leben“, so die klare Aussage von Ober-Erlenbachs Coach Antonios Tsiakalos, und weiter: "Wir haben jetzt noch fünf Endspiele und dürfen uns keine Ausrutscher mehr leisten.“

1. FC-TSG Königstein – TSV Bad Nauheim (Sonntag, 15 Uhr)

Auch die Protagonisten des zweiten Abstiegsduells konnten am Donnerstag Abend mit teilweise überraschenden Siegen neuen Mut im Kampf gegen den Abstieg tanken. Bad Nauheim bezwang die TSG Nieder-Erlenbach trotz eines Halbzeitrückstands mit 4:1: "Wir müssen auf unsere Spiele schauen und können nicht auf andere hoffen“, so TSV-Pressesprecher Deniz Can nach dem überraschenden letzten Spieltag, an dem auch Königstein einen Rückstand drehte um beim Tabellenführer Rot-Weiss II mit 4:2 gewann: "Es gibt nur noch eins: Vollgas geben, Augen zu und durch. Wir sind gewappnet“, zeigte sich der Sportlicher Leiter Till Sommerfeld optimistisch: "Wir haben gegen zwei gute Gegner gewonnen. Mannschaft und Trainer funktionieren in der ganzen Rückrunde schon sehr gut. Jetzt ernten sie auch endlich, was sie gesät haben.“

SG Bornheim – FG Seckbach (Sonntag, 15 Uhr)

Etwa 1300 Meter beträgt der Abstand der beiden Sportplätze. Diesmal empfängt die SG Bornheim an der heimischen Berger Straße die Gäste von der Hochstädter Straße. "Wir freuen uns auf das Derby, denn ein Derby hat immer seine eigenen Gesetze“, erwartet Bornheim-Trainer Maik Rudolf auch eine Großzahl an Zuschauern. Momentan liegt die FG Seckbach zwei Zähler vor dem Nachbarn. Mit einem Sieg würde die SG einen weiteren Schritt in Richtung einstelligem Tabellenplatz – dem ausgegebenen Saisonziel – gehen. Die Bornheimer wollen sich mit einem Derbysieg nicht nur vor die FGS setzen, sondern sich dabei auch von den letzten Abstiegssorgen befreiern: "Falls wir gewinnen sollten, wären wir in der Tabelle vor Seckbach, das wäre natürlich ein schöner Nebeneffekt. Ich bin guter Dinge“, so Rudolf.

VFB Friedberg – TuS Merzhausen (Sonntag, 15 Uhr)

Im tabellarischen Nachbarschaftsduell können beide Mannschaften den Druck auf die Spitzenreiter der Liga weiter erhöhen. Zwar ist auch nach den Niederlagen von Rot-Weiss II und Sandzak der Abstand der Kontrahenten groß, doch der Sieger dieser Partie könnte bis zum Saisonfinale von weiteren Patzern der Top-Teams profitieren. Doch sowohl für Friedberg als auch für Merzhausen spricht die aktuelle Form nicht unbedingt für einen Last-Minute-Aufstieg. Am vergangenen Sonntag verlor der VFB – wie schon im Hinspiel – gegen die Germania aus Enkheim. Am selben Tag konnte Merzhausen gegen Sandzak zwar einen Punkt mitnehmen, verlor jedoch einige Tage später unter der Woche beim SC Dortelweil deutlich mit 4:1.

SV FC Sandzak – 1. FC Oberstedten (Sonntag, 15 Uhr)

Trotz der überraschenden 1:2-Niederlage vor eigenem Publikum gegen das Tabellenschlusslicht aus Enkheim hat der SV FC Sandzak zumindest auf Rot-Weiss II keinen Boden verloren. Denn auch der Spitzenreiter musste in Königstein eine Niederlage hinnehmen. Da zudem das direkte Duell noch bevorsteht, sind die Gastgeber immer noch im Rennen um die Meisterschaft und den damit verbundenen direkten Aufstieg. Doch zunächst muss die Hürde Oberstedten überwunden werden. Im Hinspiel trennten sich die Mannschaften ohne Sieger, im Tabellenkeller ist der FCO aufgrund der Siege der Konkurrenten auch gegen Sandzak auf weitere Punkte angewiesen, will die Rissling-Elf auch nach dem Spieltag auf einem Nichtabstiegsplatz stehen.

SC Dortelweil – Rot-Weiss Frankfurt II (Sonntag, 15 Uhr)

Durch den überzeugenden 4:1-Erfolg über den TuS Merzhausen ist der SC Dortelweil wenige Spieltage vor Saisonschluss nochmals an das Spitzenduo herangerückt, doch aufgrund der bisher schwankenden Saison will in Dortelweil noch keiner von einem möglichen Aufstieg sprechen: "Wir gehen ohne Stress in die nächsten Spiele“, äußerte sich Co-Trainer Gökhan Kocatürk nach dem Sieg. Trotzdem ist die Zielsetzung klar: "Wir wollen im Top-Spiel nachlegen.“ In einem Spiel, das laut Rot-Weiss Coach Hicham Tahrioui in die Kategorie "Scheiße gelaufen“ einzuordnen ist, gab die Reserve Frankfurts aufgrund einiger erzwungener Auswechslungen die Führung in Königstein noch her, profitierte im Aufstiegsrennen jedoch durch die ebenfalls überraschende Niederlage Sandzaks. Der Vorsprung beträgt eine Woche vor dem direkten Duell fünf Punkte.

Olympia Fauerbach – TSG Nieder-Erlenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Beide Mannschaften mussten zuletzt empfindliche Niederlagen einstecken. Dabei verlor der FCO beim Tabellenführer Rot-Weiss II mit 1:7, während die TSG mit 1:4 beim Abstiegskandidaten TSV Bad Nauheim stolperte. Mit 34 Punkten, die letztes Jahr noch zum Klassenerhalt reichten, steht Fauerbach aktuell auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Zudem hat die Tietz-Elf mit Spielen gegen Bad Nauheim und Königstein noch zwei direkte Abstiegsduelle vor sich. Die Abstiegssorgen Nieder-Erlenbachs halten sich dagegen noch in Grenzen. Zwar hat die TSG mit 40 Punkten nur sieben Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, doch im Vergleich zu vielen anderen Mannschaften mit geringem Vorsprung liegen die Nieder-Erlenbacher auf dem achten Platz noch in der besseren Tabellenhälfte.

FC Neu-Anspach – Spvgg. Griesheim (Sonntag, 15 Uhr)

Nach dem 0:5 bei der SG Bornheim schienen sich die Aufstiegshoffnungen des FC Neu-Anspach verabschiedet zu haben. Doch nur fünf Tage später steht man erneut nur zwei Zähler hinter dem Relegationsplatz. Während sowohl Rot-Weiss als auch Sandzak ohne Punkte vom Platz gingen, drehte der FCNA einen Rückstand bei der FG Seckbach und siegte durch einen Hattrick von Marco Weber binnen fünf Minuten mit 3:1. "Wir hoffen, daran anknüpfen zu können“, blickt Trainer Rico Henrici nach dem Sieg auf das nächste Spiel voraus. Anders lief es am Donnerstag für die Griesheimer im Abstiegsduell in Ober-Erlenbach. Mit 1:3 musste sich die Spielvereinigung der SGO geschlagen geben, der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ist auf mittlerweile drei Punkte geschmolzen.


(sly)

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