Oberndorf will in der Gruppenliga Fuß fassen

Gruppenliga Frankfurt Ost: VfB zum Auftakt gegen Bad Orb

25. Juli 2017, 16:58 Uhr

Foto: Steffen Turban

Als Meister ist der VfB Oberndorf aus der Kreisoberliga Gelnhausen aufgestiegen und wird zum Auftakt mit dem FSV Bad Orb, die über die Aufstiegsspiele aufgestiegen sind, auf einen alten Bekannten treffen. Um in dieser Liga dann auch gegen etablierte Mannschaften bestehen zu können, ist Trainer Reinhold Jessl schon alle wichtigen Aspekte mit seinen Spielern durchgegangen, sagte aber auch, dass sie jedes Spiel genießen sollen.

"Als Aufsteiger müssen wir erst mal Fuß fassen und in der Gruppenliga ankommen. Außerdem sollten wir jedes einzelne Spiel genießen, uns darauf freuen und nicht so viele Gedanken machen", äußerte sich Oberndorfs Trainer zur neuen Saison. Reinhold Jessl hat selbst schon einmal in dieser Spielklasse (unter anderem für den Konkurrenten FSV Bad Orb) gespielt und weiß, was auf seine Mannschaft in der kommenden Runde zukommen wird. "Für viele ist diese Liga Neuland, weil die meisten Jungs bisher nur Kreisoberliga gespielt haben. In der Gruppenliga ist das Tempo nun aber höher, Fehler werden schneller ausgenutzt, die Zweikämpfe sind robuster, man muss sich zur Wehr setzen können und die Fitness dafür haben", so Jessl, der all diese Aspekte bereits mit seiner Mannschaft in der Vorbereitung durch gesprochen hat. Außerdem müsste seine Mannschaft die Aufgaben zu hundert Prozent konzentriert angehen, um in der langen Runde "den längeren Atem" zu haben. Denn sechs der 18 Mannschaften werden in der kommenden Spielzeit absteigen, wozu der VfB aber nicht zählen möchte. "Es gibt fünf bis sechs Vereine, die um den Aufstieg mitspielen. Der Rest wird gegen den Abstieg spielen und sich nach unten orientieren müssen. Für uns wird es darum gehen sechs Teams hinter uns zu lassen", sagte Oberndorfs Trainer wohl wissend, dass seine Mannschaft mehr Niederlagen kassieren wird als es noch in der Kreisoberliga Gelnhausen der Fall war.

Am ersten Spieltag ein Derby

Zu den Aufstiegsfavoriten hingegen zählt Jessl den Verbandsliga-Absteiger Germania Großkrotzenburg, die beim Aufbau des neuen Kaders viel investiert hätten sowie die JSK Rodgau und etablierte Vereine wie Kickers Obertshausen, FC Hochstadt und FSV Bischofsheim. "Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Offenbacher Vertreter von Haus aus im Vorteil sind, weil sie erfolgreich spielen", fügte Trainer Jessl, der auch mit einer Überraschung rechnet, hinzu. Für den VfB hat der Klassenerhalt allerdings höchste Priorität. Damit das gelingt, wäre ein guter Saisonstart wichtig, um Selbstvertrauen zu bekommen. Das könnte sich Oberndorf in den ersten beiden Partien, die gleichzeitig zwei Derbys sind, holen. Zum Auftakt empfängt die Mannschaft von Trainer Jessl den FSV Bad Orb, die ebenfalls aus der Kreisoberliga Gelnhausen aufgestiegen sind und sich durch die Aufstiegsspiele für die Gruppenliga qualifizieren konnten. Ähnlich wie im vergangenen Jahr erhofft sich Oberndorf deshalb eine größere Zuschauerkulisse, wie auch beim Auswärtsspiel am zweiten Spieltag in Marköbel. "Der Auftakt ist nicht so schlecht, aber wir nehmen es, wie es kommt. Uns bleibt schließlich viel Zeit", freute sich Oberndorfs Trainer auf den Auftakt und die Saison 2017/18 in der Gruppenliga Frankfurt Ost.

Autor: Selina Eckstein