Özdemir zieht Kalbach in den Abstiegssumpf
Verbandsliga Süd: 1:7-Debakel gegen Friedberg
FC Kalbach - Türk Gücü Friedberg 1:7 (1:5)
In der ersten Halbzeit wurden die Kalbacher von den Gästen in den ersten 24 Minuten regelrecht demontiert. Gegentor Nummer eins war dabei noch diskussionsfähig: Bei einem Schuss von Baris Özdemir hielt Schiedsrichter Yannick Stöhr erst noch Rücksprache mit seinem Assistenten, weil eine Sichtbehinderung für Kalbachs Torwart Daniel Soldevilla Barranco und aktives Abseits eines Friedbergers im Raum stand. Die Frage wurde mit einem Zeig von Stöhr auf den Mittelpunkt beantwortet. Die folgenden drei Treffer dagegen waren alle unstrittig.
Masse Bell Bell nach einem schnell vorgetragenen Konter über Alit Usic und Özdemir (13.) sowie erneut Özdemir (20.) erhöhten rasch zur Vorentscheidung auf 3:0 für die Fil-Elf. Bei allen Aktionen war die FC-Abwehr einfach überfordert. "Für uns gibt es kein Alibi. Wir standen elf gegen elf auf dem Platz", sagte der sichtlich enttäuschte Kalbach-Trainer Salvatore Cirrincione. Nachdem Özdemir zum dritten Mal - jetzt per Foulelfmeter - zuschlug, war die Partie auf jeden Fall schon gelaufen. Wenigstens gelang dem frisch eingewechselten Lukas Höll in der 35. Minute der 1:4-Ehrentreffer, denn in der Nachspielzeit von Durchgang Eins stellten die Friedberger den alten Abstand durch Sebastian Weigand auch schon wieder her.
Nach der Pause legte sich der Sturm etwas
Auch nach dem Seitenwechsel gaben die "Türken" noch keine Ruhe. Beim 1:6 vergriff sich Soldevilla, so dass Spielführer Masih Saighani per Kopf das halbe Dutzend vollmachen konnte. Danach schaltete Türk Gücü einen bis zwei Gänge runter und es entwickelte sich ein Trainingsspiel. Ein Treffer von Emre Kadimli kam aber doch noch dazu zum 7:1-Endstand. Cirrincione, der den Schiedsrichter zehn Minuten vor Ende der Partie darum bat, keine Nachspielzeit zuzulassen, wollte seine Mannschaft von der Sonntags-Vorführung erlösen: "Gratulation an Friedberg. Die haben das hier großartig gemacht. Für die restlichen drei Spiele hoffe ich, dass wir uns schütteln, ein ordentliches Spiel in Großkrotzenburg abliefern und alle Verletzte wieder reinkriegen."
Friedbergs Co-Trainer Gültekin Cagritekin war auch überrascht vom deutlichen Sieg: "Wir wissen, was Salva auf dem Kasten hat, vor allem in puncto Motivation. Die fehlende Kalbacher Offensiv-Durchschlagskraft hat uns in die Karten gespielt. Mega-Kompliment an meine Mannschaft, die wir auf ein emotionales Spiel eingestellt und die unsere Vorgaben hervorragend umgesetzt haben."
Die Statistik:
FC Kalbach: Soldevilla Barranco; Weinberg, Fujii (31. Höll, 59. Bouzarzar), Pross, Hofmeier, Fil, Groda (69. Kunth), Kister, Pekguezelyigit, Nasios, Pulino - Trainer: Salvatore Cirrincione.
Türk Gücü Friedberg: Koc; Weigand, Saighani, Mezimi, Decise (67. Clark), Bidou (46. Kadimli), Usic, Bell Bell (62. Acikel), Özdemir, Gültekin, Odabas - Trainer: Mustafa Fil.
Schiedsrichter: Yannick Stöhr (Fischbachtal).
Zuschauer: 130.
Tore: 0:1 Baris Özdemir (8.), 0:2 Masse Bell Bell (13.), 0:3 und 0:4 Baris Özdemir (20., 24.), 1:4 Lukas Höll (35.), 1:5 Sebastian Weigand (45.+2), 1:6 Masih Saighani (55.), 1:7 Emre Kadimli (70.).


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