Rasdorf stellt sich neu auf
Ohne SG und ohne Ernst in die neue Saison
Erst im vergangenen Sommer übernahm Ernst in der Point-Alpha-Gemeinde, und von Beginn an hatte der 35-Jährige ein schwieriges Unterfangen zu meistern. Nach einigen Abgängen, die durch die Neuzugänge nicht zu kompensieren waren, befand sich der RSC von Beginn an der gestern annullierten Saison im Tabellenkeller. Nur sechs Punkte aus neun Spielen bedeuteten die rote Laterne, wenngleich die Konkurrenz teils vier Partien mehr absolvierte. Dass Rasdorf in der neuen Runde nicht mit Ernst weiterarbeitet, liegt laut Ziegler in keinster Weise an der sportlichen Herangehensweise von Ernst.
"Er hat ein ausgeprägtes Fachwissen, bietet ein gutes Training und ist menschlich gesehen top. Allerdings braucht unsere Mannschaft mehr einen Motivator. In dieser Sache waren wir von Marius Ebert ein Stück weit verwöhnt", gibt Ziegler preis. Zudem könne Ernst aufgrund seiner Schichtarbeit nur jede zweite Woche die Übungseinheiten leiten. Ebert, der zuvor vier Jahre Spielertrainer in Rasdorf war, führte den Club 2018 zur Meisterschaft in der A-Liga.
In Sachen Nachfolgelösung liegen die Karten offen. Erste Gespräche seien geführt, die Tendenz gehe nun wieder hin zu einem Spielertrainer. "Wir sind, um ehrlich zu sein, vom Kader her nicht ganz gerüstet für die Kreisoberliga. Die Tabelle lügt ja nicht. Mit einem Spielertrainer hätten wir wieder ein Zugpferd am Platz, da wir mit Philipp Krieg unseren Kapitän Richtung Hünfeld verloren haben. Ansonsten bleibt der Kader zusammen", schildert Ziegler, der sich den einen oder anderen gestandenen Neuzugang wünscht.
Eine Spielgemeinschaft könnte etwaige Probleme lösen. Gerüchte, dass es Gedankengänge im Lager des Rasdorfer SC, des SC Soisdorf und des SV Großentaft zu jener Thematik gibt, halten sich hartnäckig. Doch Ziegler blockt ab, sagt, "dass es zur neuen Saison keine SG geben wird. Wobei derzeit eine gute Ausgangslage bestehen würde, da wir Teams in der Kreisober- und A-Liga stellen könnten." Den freiwilligen Gang in die A-Liga, der ob des Tabellenplatzes durchaus in Erwägung gezogen werden könnte, wird Rasdorf nicht antreten. Mit dem Hinzugewinn von frischem Personal soll die Kreisoberliga das vierte Jahr in Folge die Heimat sein.


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