Patrick Dorrmann erlöst die TSG 51

Kreisoberliga Frankfurt: BSC 19 muss nach 3:5-Niederlage in die Relegation

28. Mai 2017, 22:22 Uhr

Patrick Dorrmann erlöste die TSG 51 mit seinem verwandelten Foulelfmeter. Foto: Jörg Schulz.

Auch in der unteren Tabellenhälfte fiel am letzten Spieltag der Kreisoberliga Frankfurt die letzte Entscheidung. Die TSG 51 hat sich durch den 1:0-Sieg gegen Meister und Gruppenliga-Aufsteiger FFV Sportfreunde 04 den Klassenerhalt gesichert. Aufsteiger BSC SW 19 muss wie im Vorjahr in die Relegation. Diesmal geht es für den Rosegger-Klub aber darum, den direkten Wiederabstieg zu verhindern.

TSG 51 - FFV Sportfreunde 04 1:0 (0:0)

Zum fünften Mal in Folge seit dem Aufstieg im Jahre 2012 hat sich die TSG 51 den Klassenerhalt in der Kreisoberliga Frankfurt gesichert. Und es war ausgerechnet Spielertrainer Patrick Dorrmann, der dem Klub von der Niedwiesenstraße mit seinem verwandeltem Foulelfmeter in der 90. Minute ein sechstes Kreisoberliga-Jahr sicherte. "Es war ein typisches 0:0-Spiel. Wir waren über den Zwischenstand beim BSC informiert und mussten deswegen nicht komplett aufmachen", berichtete Dorrmann. Nach einem Foul des Speuzers Mohamed Sier Osmani an Pascal Hubbuch nutzte der Routinier die Gunst der Stunde und beseitigte die letzten Zweifel am Klassenerhalt der TSG 51. Da die Spvgg. 02 Griesheim eine Etage höher in der Gruppenliga West deutlich führte und am Ende einen klaren 5:0-Sieg gegen Germania Enkheim landete, war frühzeitig klar, dass es den befürchteten dritten Direktabsteiger aus der Kreisoberliga nicht geben würde. "Die Geschichte hätte besser nicht geschrieben werden können. Wir sind brutal erleichtert", atmete Dorrmann auf.

Gespielt wurde auf der "Roten Erde", dem berüchtigten Hartplatz an der Niedwiesenstraße. Jedoch nicht, weil die Gastgeber es wünschten, wie Dorrmann bekräftigte: "Der Rasen ist durch die Stadt vier Wochen gesperrt worden, weil die Torräume ausgebessert werden. Wir hätten gerne auf dem Rasen gespielt". Fischer und Hubbuch hatten in der zweiten Hälfte die Latte getroffen, Benedikt Burgers Abschluss landete am Pfosten. Den Gästen von der Mainzer Landstraße merkte man zum Saisonende an, dass nach der vier Spieltage vor Schluss errungenen Meisterschaft die Luft raus war. Die letzten beiden Saisonspiele gegen Rödelheim und die TSG 51 wurden verloren. "Das trübt ein wenig die Gesamtbilanz. Nach dem erreichten Ziel war es nicht ganz einfach, die Spannung aufrechtzuerhalten. Das waren vermeidbare Niederlagen", ärgerte sich Meistertrainer Mehmet Tunay Somun und ergänzte: "Die TSG 51 musste gewinnen und war einen Tick motivierter. Sie hatten am Ende das Glück des Tüchtigen".

Schiedsrichter: Sercan Kaya (Limburg).
Zuschauer: 150.
Tor: 1:0 Patrick Dorrmann (90./Foulelfmeter).

BSC SW 19 - FC Kalbach II 3:5 (2:2)

Der Aufsteiger muss seit 2010 nun schon zum vierten Mal eine Relegation spielen. "Das nimmt hier schon HSV-Verhältnisse an", scherzte Vereinsvertreter Michael Schnitzler, der an der Berechtigung des "Nachsitzens" keine Zweifel aufkommen ließ: "Die Saison ist nicht besonders toll gelaufen. Wir haben sportlich nicht für die Wende sorgen können". Dabei lag der BSC gegen die Kalbacher Reserve gleich zweimal in Führung und stand bis zur 72. Minute vor der Rettung. Avril Ringheim brachte die Gastgeber nach vorne, die Kalbacher Mohammed Brissa per Foulelfmeter und Andreas Kremer drehten die Partie zugunsten der Nordfrankfurter. Julian Davy gelang noch vor dem Halbzeitpfiff der Ausgleich zum 2:2. Nachdem Seitenwechsel kassierte zunächst Kalbachs Mohammed Brissa wegen Meckerns zum dritten Mal in Folge die Ampelkarte. Henok Yemane nutzte die Überzahl aus und brachte die Schwarz-Weißen mit dem 3:2 auf Rettungskurs. Aber die Gäste vom Hopfenbrunnen, die am Vortag noch den bitteren Abstieg der Ersten Mannschaft aus der Verbandsliga Süd in die Gruppenliga West schlucken mussten, zeigten sich auch angesichts früherer hitziger Duelle zu gemeinsamen Zeiten in der A-Klasse auch in Unterzahl hochmotiviert.

Kremer und Doppel-Torschütze Krysztof Jamka schickten den BSC in die Relegation, aus der die 19er erst aufgestiegen waren. Nun muss sich der BSC in einer Dreierrunde gegen die beiden Vizemeister der A-Ligen FC Croatia (Nordwest) und Germania 94 (Südost) behaupten. "Wir haben uns das selbst eingebrockt. Es kann alles passieren und wir nehmen es, wie es kommt", blickte Schnitzler voraus. Bei den Kalbachern, die ebenfalls erstmals mit ihrer Reserve in der Kreisoberliga vertreten sind, überwog die Freude über den guten Saisonabschluss mit Rang elf. FCK-Trainer Karol Drynda resümierte: "Das war ein überragendes Spiel. Wir haben zwei A-Jugendspieler eingesetzt und sind ohne Höll, Steenken, Thiedemann und Emmerich angetreten. Wir waren klar besser, der Sieg ist zu niedrig ausgefallen. Bei diesen Temperaturen haben wir Moral bewiesen und nach dem 3:2 haben nur noch wir gespielt".

Schiedsrichter: Juri Schulz (Maintal).
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Avril Ringheim (15.), 1:1 Mohammed Brissa (34./Foulelfmeter), 1:2 Andreas Kremer (41.), 2:2 Julian Davy (45.), 3:2 Henok Yemane (62.), 3:3 Andreas Kremer (72.), 3:4 und 3:5 Krysztof Jamka (80./90.+3).
Gelb-Rote Karte: Mohammed Brissa (Kalbach II/58.).

Autor: Pedro Acebes

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