Patrick Dorrmann führt TSG 51 zum wichtigen Dreier

Kreisoberliga Frankfurt: 32 Tore in acht Partien

20. März 2017, 01:39 Uhr

Den Ball auf der roten Erde im Blick: TSG 51-Spielertrainer Patrick Dorrmann erzielte zwei Tore gegen den FC Posavina. Foto: Jörg Schulz.

32 Tore und fünf Platzverweise brachte der 24. Spieltag der Kreisoberliga Frankfurt, der schon am Donnerstagabend mit der vorgezogenen Partie zwischen dem SC Weiss-Blau und TuS Makkabi (3:3) begann. Obwohl Concordia Eschersheim spielfrei war, behauptete der Klub von der Eschersheimer Landstraße den zweiten Tabellenplatz, da sämtliche Konkurrenz um den Aufstiegsrundenplatz Unentschieden spielte. Im Kampf gegen den Abstieg waren der 1. FC 02 Rödelheim mit dem 2:0-Sieg in Heddernheim und die TSG 51 mit dem 3:2-Sieg gegen Posavina die großen Gewinner.

SC Weiss-Blau - TuS Makkabi 3:3 (2:0)

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SV 07 Heddernheim - 1. FC 02 Rödelheim 0:2 (0:0)

Der Abwärtstrend des SV 07 Heddernheim hielt auch gegen Rödelheim an. Die Mannschaft von Trainer Andreas Berggold unterlag in einem ganz schwachen Spiel durch zwei späte Kontertore der Gäste mit 0:2 und verharrt auf einem direkten Abstiegsplatz. Lange Zeit sah es auf dem Kunstrasenplatz an der Brühlwiese nach einem torlosen Remis aus, bis der RFC am Ende zulegen konnte und die Gastgeber schockte. "Das war ein Spiel auf schwachem Niveau. Wir haben in der ersten Halbzeit null umgesetzt, dabei zu phlegmatisch und ohne Herz agiert. In der zweiten Hälfte war es besser und da hatten wir mehr spielerische Elemente. Wir waren vor dem Tor zu harmlos und wurden am Ende zweimal klassisch ausgekontert", lautete die Analyse des Heddernheimer Trainers. Abstiegskampf pur wurde den 120 Zuschauern geboten, beiden Teams war die Nervosität deutlich anzumerken. Heddernheim hätte mit einem Sieg bis auf drei Punkte an Rödelheim heran rücken können, nach der Partie haben die Gäste den SVH auf neun Zähler distanziert und einen wichtigen Schritt Richtung Klassenverbleib getätigt. Die Hausherren waren im Angriff völlig harmlos und brachten im gesamten Spiel keine einzige klare Torchance zustande. Zwar war der SVH das aktivere Team, konnte sich aber nicht entscheidend durchsetzen.

Vermutlich wäre das Spiel auch anders ausgegangen, wenn nach einem klaren Foul an Oliver Solarz kurz vor dem Halbzeitgang der fällige Elfmeter verhängt worden wäre. Stattdessen pfiff der Unparteiische aber Freistoß für Rödelheim. Das Spiel war eine ganz zähe Angelegenheit und lebte eigentlich nur von der Spannung. Es konnte nach dem Seitenwechsel eigentlich nur besser werden. Die typischen Probleme der Heddernheimer kamen weiterhin zum Vorschein: Denn es mangelte bei den Grün-Schwarzen schlichtweg an offensiver Schlagkraft und Kreativität. Die Gäste kamen erst nach 70 Minuten zu Torchancen. Gleich in drei Fällen tauchte Navid Teimouri frei vor SVH-Torhüter Marcin Czukiewicz auf, brachte den Ball aber nicht im Tor unter. Heddernheim legte nun vermehrt den Vorwärtsgang ein und wurde klassisch ausgekontert. Teimouris Pass in die Tiefe landete bei Karsten Harper, der flach zum 0:1 einschob. Fünf Minuten danach war die Messe gelesen, denn Aria Razdar hatte Abdel El Abbassi bedient, dessen 0:2 die Entscheidung brachte. "Es war ein typisches 0:0-Spiel und eine ganz schwache Partie. Ab der 70. Minute haben wir uns ein Übergewicht erspielt. Betrachtet man nur die letzten 20 Minuten ist der Sieg verdient, betrachtet man das ganze Spiel, dagegen nicht", meinte RFC-Pressesprecher Volker Flauaus.

Schiedsrichter: Evangelos Pakos (Darmstadt). Zuschauer: 120.

Tore: 0:1 Karsten Harper (81.), 0:2 Abdel El Abbassi (86.).

FFV Sportfreunde 04 - BSC Schwarz-Weiß 19 4:1 (2:0)

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TSG 51 - FC Posavina 3:2 (1:1)

Erst den dritten Saisonsieg konnte die TSG 51 auf dem Hartplatz an der Niedwiesenstraße landen und sich damit gehörig Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen. Stand jetzt haben sich die 51er auf den ersten Nichtabstiegsplatz vorarbeiten können. Dabei waren die Gastgeber zunächst einem Rückstand hinterher gelaufen. Dragan Budimir hatte die Kroaten vom Riederwald mit 1:0 in Führung gebracht. Kurz vor der Halbzeit kam die TSG 51 im Getümmel zum Ausgleich durch Stürmer Benedikt Burger. "Das war der zweite, dritte oder vierte Ball, den wir nicht aus der Gefahrenzone bekamen", monierte Posavinas Trainer Pero Bosnjak. Zu Beginn der zweiten Hälfte suchten beide Mannschaften nach ihrem Rhythmus, den die Gastgeber besser und schneller fanden. Matchwinner für die TSG 51 war dabei Spielertrainer Patrick Dorrmann, der einen Konter zum 2:1 verwertete. Doch Posavina schlug nach einer Flanke von Danijel Koturic durch Franjo Orsolic zum 2:2 zurück. Die Entscheidung besorgte nach Freistoß von Burger, der an allen drei Toren beteiligt war, wiederum Patrick Dorrmann zum vielumjubelten 3:2-Siegtreffer.

"Wir haben heute 100 % gegeben, von daher ist der Sieg verdient. Die Leute haben heute ihr wahres Leistungsvermögen abgerufen. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden", sagte der Trainer der TSG 51 Tibor Leitz und erwähnte noch das TSG 51-Urgestein Abdelkarim Laaroubi, der mittlerweile für den Gruppenligisten SG Bornheim Grün-Weiss aktiv ist: "Er hat die Mannschaft in der Vorbereitung auf das Spiel mit eingeschworen". FCP-Coach Pero Bosnjak sah nur ein "Gebolze, welches mit Fußball nichts zu tun hatte. Die Alibis mit dem Hartplatz gelten nicht. Unsere Standards waren eine Kontereinladung für den Gegner. Nach eigenen Eckbällen haben wir Konter gefangen und die zweiten Bälle verloren. Die TSg konnte diese Standards knallhart ausnutzen. Das ist sehr ärgerlich und ich bin sehr enttäuscht, weil wir gegen starke Teams punkten und gegen vermeintlich schlechtere Mannschaften verlieren. Die TSG 51 hat verdient gewonnen und das ist ernüchternd, weil da auch kein Glück dabei war".

Schiedsrichter: Nico Dönges (Mainz). Zuschauer: 180.

Tore: 0:1 Dragan Budimir (20.), 1:1 Benedikt Burger (44.), 2:1 Patrick Dorrmann (50.), 2:2 Franjo Orslic (59.), 3:2 Patrick Dorrmann (80.).

FC Tempo - VfR Bockenheim 3:1 (0:1)

Das Schlusslicht aus Bockenheim führte zur Halbzeit an der Woogwiese durch ein Tor von Sina Shakouri mit 1:0. "Meine Mannschaft hat Charakter gezeigt und Disziplin an den Tag gelegt. Aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit ist der Sieg verdient und wir sind stolz auf die Mannschaft", sagte Tempos Trainer Zoran Marcetic. Der VfR, der nach dem Trainingsunfall von Trainer Taner Yalcin interimsweise von Alexander Krebs und Marco Müller betreut wird, stand sehr tief und verteidigte gut. Kurz nach dem Seitenwechsel traf zwar Milos Rajkovic zum 1:1, der Unparteiische hatte jedoch vorher ein Foul gesehen und verhängte einen Elfmeter, den Routinier Ali Can zum Ausgleich verwandelte.

Danach kippte die Partie wie erwartet zugunsten der Serben. Mato Mirkov Papic brachte Tempo mit einem Schuss von der Strafraumgrenze mit dem 2:1 auf die Siegerstraße. Danach gab es noch je einen Platzverweis auf beiden Seiten. Beim Balkan-Klub musste Marko Jaksic mit Gelb-Rot vom Feld, kurz darauf geriet VfR-Akteur Sina Shakouri mit dem Heimpublikum aneinander und ließ sich zu einer Zuschauerbeleidigung hinreißen. Für dieses Fehlverhalten sah der Spieler die Rote Karte. Stefan Jjegic besorgte den Endstand zum 3:1. Bockenheim ist trotz des letzten Tabellenplatzes noch nicht ganz abgeschlagen. Der Relegationsplatz ist aktuell nur sieben Punkte entfernt.

Schiedsrichter: Rolf Seifert (Altenstadt). Zuschauer: 90.

Tore: 0:1 Sina Shakouri (42.), 1:1 Ali Can (49./Foulelfmeter), 2:1 Mato Mirkov Papic (66.), 3:1 Stefan Njegic (89.).

Gelb-Rote Karte: Marko Jaksic (Tempo/80.)

Rote Karte: Sina Shakouri (Bockenheim/81.).

FV 1920 Hausen - SG Westend 2:2 (2:1)

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Spvgg. 03 Fechenheim - SV Griesheim Tarik 2:1 (1:1)

"Das war kein schönes Spiel. Es war kampfbetont, blieb aber alles im Rahmen", resümierte Fechenheims Sportdirektor Asghar Ali-Jaali. Die Gäste von der Griesheimer Lärchenstraße, die fast die komplette Stadt von West nach Ost überbrücken mussten, gingen durch einen schönen Freistoß von Anas Amjahid in den Winkel mit 1:0 in Führung. Die Fechenheimer konnten nach Vorarbeit von Hossein Farman durch Armin Hadzic zum 1:1 ausgleichen. Dann kam die Zeit von Farman, der gleich drei Gelegenheiten freistehend und überhastet in den Wind schoss. Wenig später wurde der Offensivspieler im Strafraum nach einem öffnenden Pass von Tamim Jusofie von Tarik-Torhüter Abdelaziz Bouyiri umgerissen. Den fälligen Strafstoß konnte Ouassim Ouass nicht im Tor unterbringen, denn Bouyiri zeigte seine Klasse und parierte. Im zweiten Abschnitt fiel die Entscheidung dann doch noch vom ominösen Punkt. Hadzic war diesmal gefoult worden.

Daniel Lotz übernahm die Verantwortung und verwandelte zum 2:1-Siegtreffer für die Ostfrankfurter. Weitere Konterchancen durch Farman und Ouass wurden vergeben. Auf der Gegenseite tauchte Stürmer Fikri El Haj Ali dann doch mal gefährlich vor dem Tor der 03er auf, aber Torhüter Maximilian Schmidt konnte den Ausgleich verhindern. "Von Tarik war wenig zu sehen. Sie spielten nur lange Bälle auf El Haj Ali. Unsere Abwehr stand gut. Knezevic hat 100 % seiner Zweikämpfe gewonnen. Der Sieg ist verdient, weil wir mehr investiert haben. Nur in der Chancenverwertung sind wir nicht abgebrüht genug", analysierte Ali-Jaali. Griesheim Tariks Trainer Hamza Azaoum sah "Fechenheim in den Zweikämpfen überlegen. Wir haben sehr schlecht gespielt. Wir haben uns auf dem großen Rasenplatz sehr schwer getan und waren 60 Minuten nicht auf dem Platz. Zudem waren einige Entscheidungen des Schiedsrichters unglücklich. Der Wille Fechenheims war sichtbar zu erkennen, wir sind zu spät aufgewacht".

Schiedsrichter: Jörg Coenen (Weilmünster). Zuschauer: 80.

Tore: 0:1 Anas Amjahid (11.), 1:1 Armin Hadzic (19.), 2:1 Daniel Lotz (65./Foulelfmeter).

Besonderes Vorkommnis: Tariks Torhüter Abdelaziz Bouyiri hält Foulelfmeter von Fechenheims Ouassim Ouass (35.).

SV Viktoria Preußen - FC Kalbach II 1:2 (1:1)

Das Hinspiel hatten die Preußen im September mit sage und schreibe 9:3 am Hopfenbrunnen gewonnen. Im Rückspiel gelang der Verbandsliga-Reserve aus dem Frankfurter Norden die Revanche an der Hügelstraße mit dem dritten Auswärtssieg in Folge. Die Gastgeber trafen schon früh durch Oskar Copik die Latte. In Führung brachte die Mannschaft von Trainer Ramzi Kallel ein Kopfball von Daniel Rother nach einer Flanke von Florian Stiepel. ZUm Ausgleich kamen die Gäste nach einem zu kurz geratenen Rückpass von Carsten Vermeer. FCK-Torjäger Lukas Höll spritzte dazwischen und schob zum 1:1 ein. In der zweiten Halbzeit hatte Routinier Renato Levy für die Hausherren den Sieg auf dem Fuß, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Torhüter Maurice Gilzinger. Den Auswärtsdreier der Kalbacher machte Erkan Beyazal mit einem Freistoß in das Torwarteck fünf Minuten vor Spielende perfekt.

"Wir sind durch das spielfreie Wochenende aus dem Rhythmus gekommen. Die Niederlage war unglücklich", konstatierte Thomas Mahlau, der Fußball-Abteilungsleiter der Gastgeber und zeigte sich mit der Abwehrleistung nicht einverstanden: "Die Abwehr war heute desolat. Die Defensive stand schlecht geordnet. Kalbach II war sehr agil und hatte flinke leute. In einem guten KOL-Spiel haben wir zwei Geschenke verteilt und den Gegner quasi eingeladen". FCK-Coach Karol Drynda sprach von einem "wichtigen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten, den wir auf Abstand gelassen haben. Wir sind gut gestanden und haben eine gute kämpferische Leistung gezeigt. Respekt an die Mannschaft, die wenig zugelassen hat und einen verdienten Sieg eingefahren hat".

Schiedsrichter: keine Angabe. Zuschauer: 75.

Tore: 1:0 Daniel Rother (23.), 1:1 Lukas Höll (41.), 1:2 Erkan Beyazal (85.).

Autor: Pedro Acebes

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