Peikert: "Jungs brauchen Zeit, die ich ihnen gerne gebe"

Gruppenliga: Haimbach will die verbliebene Serie ausbauen

26. August 2016, 07:00 Uhr

Borussen-Coach Timo Peikert will am Wochenende den ersten Dreier der Saison einfahren. Foto: Max Lesser

Am vergangenen Wochenende rissen sowohl bei der SG Eiterfeld/Leimbach als auch beim Haimbacher SV lang andauernde Serien - beide Teams mussten sich erstmals wieder geschlagen geben. Beide Vereine haben aber - so wie die meisten anderen Clubs auch - gleich zweimal die Chance, die Dinge an diesem Wochenende wieder geradezurücken. Der zweite Doppelspieltag der Saison steht nämlich auf dem Programm.

Großenlüder - Haimbach (Freitag, 19 Uhr), Haimbach - Schlitzerland (Sonntag, 18.30 Uhr)

Die erste Niederlage seit gut zehn Monaten hat beim Haimbacher SV durchaus Spuren hinterlassen. "Man hat im Training schon gemerkt, dass die Jungs ein bisschen enttäuscht waren", sagt Trainer Zlatko Radic, der sich bewusst ist, dass nun die richtungsweisenden Spiele vor der Tür stehen. "Jetzt kommen die Sechs-Punkte-Spiele. Es nützt ja nichts, wenn du gute Leistungen gegen Top-Teams zeigst und einen Punkt holst, wenn du das gegen einen Tabellennachbarn nicht wiederholen kannst." In Großenlüder soll es nach vier Spielen ohne Sieg nun wieder den ersten Dreier geben, ehe am Sonntag gegen Schlitzerland die verbliebene Serie weiter ausgebaut werden soll. Seit ziemlich genau zwei Jahren ist der HSV auf heimischem Geläuf nämlich ohne Niederlage. Verzichten muss Haimbach allerdings auf den gesperrten Mehmet Corumlu und auf Dominik Oelschläger, der die nächsten vier Wochen in Amerika ist. Gabriel Mengel wird aufgrund einer Rippenprellung zumindest gegen Großenlüder sicher fehlen.

Thalau - Borussia Fulda II (Freitag, 19 Uhr), Borussia Fulda II - Bronnzell (Sonntag, 18.30 Uhr)

Auf den ersten Sieg wartet weiterhin Aufsteiger SC Borussia Fulda II, der aktuell auf dem letzten Tabellenplatz steht. "Wir haben es bislang noch nicht geschafft, über 90 Minuten konstant unsere Leistung zu bringen", sagt Trainer Timo Peikert, der das auch auf die Unerfahrenheit einiger junger Spieler zurückführt. "Es ist alles anders als in der Kreisoberliga. Die Jungs brauchen Zeit, die ich ihnen gerne gebe." Für das anstehende Wochenende hat der 30-Jährige derweil ein gutes Gefühl, dass es mit dem ersten Dreier klappen kann. "Ich denke, wir sind reif für drei Punkte", betont Peikert, der sich sowohl gegen Thalau als auch gegen Bronnzell etwas ausrechnet. Da die erste Mannschaft am Samstag spielt, kann der Coach in beiden Spielen wieder auf einige Akteure aus dem Hessenliga-Kader zurückgreifen. "Wir sind aber selbst dafür verantwortlich, wie sehr uns die Jungs aus der Ersten helfen können. Natürlich können diese Spieler den Unterschied ausmachen, die Mannschaft muss aber auch selbst Gas geben."

Künzell - SVA Bad Hersfeld (Freitag, 19 Uhr), SVA Bad Hersfeld - Eiterfeld/Leimbach (Sonntag, 18.30 Uhr)

Ebenfalls noch auf den ersten Sieg wartet Absteiger SVA Bad Hersfeld. Die letzten Auftritte geben aber Mut: Zuletzt holte die Elf von Fabian Kallée, der am Montag zum zweiten Mal Vater geworden ist, zwei 1:1-Unentschieden. Ganz nah dran war der SVA beim Remis in Rothemann, als man bis zur 90. Minute führte, nach dem Gegentor in Folge einer Standardsituation aber doch mit nur einem Punkt auf die Heimreise gehen musste. Die nächste Reise führt Asbach jetzt nach Künzel. Der TSV hat zuletzt zweimal gewonnen, das einzige Freitagsspiel in der bisherigen Saison aber verloren (0:2 in Schlüchtern). Zwei Tage später geht es für Bad Hersfeld gegen Eiterfeld/Leimbach. Die SG muss schon am Freitag zuvor (in Bronnzell) unter Beweis stellen, wie die erste Ligapleite nach über einem Jahr verdaut wurde.

Bachrain - Rothemann (Sonntag, 18.30 Uhr)

"Wir haben bei uns Jugendtag, deshalb finden den ganzen Tag über Turniere bei uns auf dem Platz statt", erklärt TSV-Spielertrainer Marius Link die ungewöhnliche Terminierung um 18.30 Uhr, die bereits vor der Verlegung von Klassenleiter Erhard Zink feststand. Da Bachrain bereits am Mittwoch in Johannesberg gespielt hat (1:1), hat die Link-Elf eine deutlich längere Regenerationszeit als Gegner Rothemann. Der noch ungeschlagene TSV muss nämlich zunächst am Freitagabend zur SG Schlitzerland.

Autor: Steffen Kollmann

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