Kreisoberliga Nord
Personalgeschädigtes Derby endet deutlich – Fotos
Auf verlorenem Posten ist hier Rasdorfs Dominik Will (rot) im Duell mit gleich drei Akteuren der SG Dittlofrod/Körnbach. Foto: Kevin Kremer
Mehr als eine Handvoll an Stammspielern fehlten beiden Mannschaften, bei Rasdorf unter anderem Kapitän Philipp Krieg, bei Dittlofrod/Körnbach unter anderem Spielertrainer Alin Cotan. Der 37-Jährige befindet sich vorsichtshalber in Quarantäne, da in seinem Umfeld eine positiver Corona-Fall besteht. So übernahm gleich ein ganzes Kollektiv den Trainerjob bei den Gästen, und jenes Team konnte die Serie gegen den Nachbarn aus Rasdorf weiter ausbauen. Zuletzt gelang es dem RSC 2008 in einem Pflichtspiel einen Sieg zu erringen.
All jene, die sich auf ein packenden Fight eingestellt hatten, wurden über die 90 Minuten enttäuscht. Packende Szenen, rassige Zweikämpfe und die eine oder andere Nicklichkeit gingen dem Spiel komplett ab. Mit Rückenwind ging die SGDK in den ersten Durchgang, konnte daraus aber lange kein Kapital schlagen. Zu unkontrolliert wirkte das Geschehen, so dass Standards her mussten. Levin Baumgart ließ erst RSC-Keeper Johannes Weller fliegen (18.), ehe ihm der Pfosten doppelt im Weg stand. Das Leder tänzelte von links nach rechts auf der Torlinie entlang (28.). Und auch Rasdorf küsste einmal das Aluminium, als Claudius Walds Schüsschen nach einer Ecke an den Pfosten trudelte (32.). Wie aus dem Nichts gelang Hadeer Jamal Fattah der Dosenöffner. Erstmals gelang eine Kombination, Fattah war von halbrechts kommend die Coolness in Person (37.).
Sollte mit dem Wind in Durchgang zwei alles anders für Rasdorf werden, war der Ofen früh aus. Eine eigene Ecke flog den Hausherren um die Ohren, Baumgart stellte abgezockt auf 2:0 (48.). Fortan waren die Bemühungen, die Partie zu drehen, zwar vorhanden, aber die Mittel arg begrenzt. Einzig Marian Streber testete Gäste-Keeper Nikolai Korner (52.), ansonsten half die RSC-Defensive gütig bei Dennis Reichmanns Doppelpack (73., 77.) mit. Den wirklichen Charakter des Spiels vermisste auch Niklas Kraus: "Ich denke, dass hat auch mit der personellen Situation bei beiden Teams zu tun. Jeder wollte auf Sicherheit spielen, der Wind hat sein übriges getan", schilderte der verletzte Dittlofroder Defensivspieler. Rasdorfs Trainer Christian Ernst vermisste den nötigen Einsatz bei seinem Team, "denn ohne Zweikämpfe kannst du keinen Blumentopf gewinnen. Wir sind teilweise herumgelaufen, als ob wir mit dem Spiel nichts zu tun haben. Aber klar ist auch, dass wir die Vielzahl an Ausfällen nicht kompensieren können."
Die Statistik:
Rasdorfer SC: Weller – Cl. Wald, Ziegler, Wiegand, Schreiber – van Leeuwen, Will – Frohnapfel, Orthey, Streber – Sondergeld (Arnold, Landeck).
SG Dittlofrod/Körnbach: Kornder – Wiegand, Hay. Fattah, Mihm, Baschisada – Pabst, Käsmann – Hofmann, Had. Fattah, Reichmann – Baumgart (Zaryouh, Walizada).
Schiedsrichter: Mathias Lüdecke (SG Barockstadt).
Zuschauer: 116.
Tore: 0:1 Hadeer Jamal Fattah (37.), 0:2 Levin Baumgart (48.), 0:3, 0:4 Dennis Reichmann (73., 77.).


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