Petersberg bringt sich um den Lohn und verliert Lindiger

Verbandsliga: Youngster schwer verletzt

11. September 2016, 16:07 Uhr

Mark Lindiger wurde ins Krankenhaus gebracht.

Die Euphorie, die nach dem deutlichen Heimerfolg gegen Schwalmstadt entstanden war, ist bereits wieder verflogen: Verbandsligist RSV Petersberg hat beim CSC Kassel eine bittere 3:4 (3:1)-Pleite kassiert und muss zudem zwei weitere Verletzte beklagen.

"Wir pfeifen personell aus dem letzten Loch. An unserer Niederlage sind wir heute allerdings selbst schuld", haderte RSV-Trainer Goran Gajic nach der Pleite in Nordhessen, denn die war ein weiteres Mal völlig unnötig.

Mit einer 3:1-Führung hatten sich die Osthessen in die Pause verabschiedet. Trotz hoher Temperaturen und eines spielstarken Gegners hatte Petersberg in den ersten 45 Minuten eine gute Leistung auf den Platz gebracht und verdient geführt. Dabei hatte der RSV die Auswärtsreise ohne Angreifer Boris Aschenbrücker antreten müssen, der sich im Training am vergangenen Donnerstag am Knie verletzt hatte.

Doch im zweiten Abschnitt klebte den Osthessen wieder das Pech an den Sohlen: Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff gelang dem Kasseler Florian Steinhauer mit einer verunglückten Flanke ein ähnliches Tor, wie es Darmstadt 98 am Samstag im Hessenderby gegen Eintracht Frankfurt zum Sieg genügt hatte. Nur acht Minuten später sah Keeper David Schwarz nicht gut aus und Michael Dawid staubte zum Ausgleich ab. "Das waren zwei saudumme Gegentore, nach denen bei uns kein Spiel mehr stattgefunden hat", sah Gajic, wie sich sein Team seinem Schicksal ergab. Zu allem Überfluss mussten die Petersberger vor dem Ausgleichstreffer noch verletzungsbedingt wechseln: Youngster Mark Lindiger war unglücklich umgeknickt, der Knöchel anschließend direkt blau geworden. "Er ist dann direkt ins Krankenhaus gebracht worden, wir warten jetzt auf die Diagnose", so Gajic.

CSC Kassel: Bartuli; Steinhauer, Frerking, Dawid, Pape, Kouay, Radisavljevic, Käthner (81. Mand), Kuhn, Frackmann, Iksal.
Petersberg: Schwarz; Brzoza, Mötzung, Kücükler (69. Müller), Kilian, Wingenfeld, Lindiger (54. Reinhard), von Pazatka, Nüchter, Vogt, Wehner.
Schiedsrichter: Manuel George (Schrecksbach). Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Adrian von Pazatka (11.), 1:1 Igor Radisavljevic (33.), 1:2 Julian Wehner (Foulelfmeter, 36.), 1:3 Daniel Nüchter (39.), 2:3 Florian Steinhauer (50.), 3:3 Michael Dawid (58.), 4:3 Christian Käthner (68.).

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