Pilipovic: "Haben eine spielerisch top ausgebildete Truppe"
Wir stellen den Lehnerzer Gegner Bahlinger SC vor
Diese Rolle nehmen die Bahlinger auch gerne an. „Wir haben eine starke Mannschaft und haben eine super Runde gespielt. Mein Team hat 75 Punkte geholt, 80 Tore geschossen und nur 25 Treffer kassiert – und das in einer in meinen Augen ganz starken Oberliga“, sagt Bahlingens Trainer Milorad Pilipovic, der in den 90er-Jahren als Profi aus Serbien nach Deutschland kam und für den Karlsruher SC und den SC Freiburg insgesamt über 180 Bundesligaspiele bestritten hat.
Spielerisch sieht Pilipovic seine Mannschaft ohnehin im Vorteil: „Wir haben Lehnerz und Hauenstein mehrfach beobachtet und ich bin der Meinung, dass wir spielerisch besser sind. Wir wissen aber auch, dass in so einer Aufstiegsrunde auch noch andere Dinge zählen“, so der Trainer, der in der kommenden Saison auf einen seiner besten Spieler verzichten muss. Fabian Schleusener wechselt im Juli nämlich zum Zweitligisten SC Freiburg. Mit 27 Treffern ist Schleusener der Top-Torjäger der Oberliga Baden-Württemberg.
Und so profitieren der Bahlinger SC und der SC Freiburg gegenseitig voneinander. Denn während Schleusener den Weg Richtung Dreisamstadion geht, kommen zahlreiche Spieler von Freiburg nach Bahlingen. „Wir profitieren sehr von der Ausbildungsarbeit beim SC Freiburg. Man kann sagen, dass alle Spieler, die es in Freiburg nicht schaffen, aber in der Region bleiben wollen, eigentlich zu uns nach Bahlingen wechseln. Von daher haben wir auch immer eine spielerisch top ausgebildete Truppe“, so Pilipovic.
Das Ziel im Kaiserstuhl ist klar: Man will den Verein, der 15 Kilometer von Freiburg, knapp 20 Kilometer von der französischen Grenzen und etwa 80 Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt liegt, unbedingt nach oben in die Regionalliga bringen. „Bei uns gibt es viel Wein, es ist acht Grad wärmer als in Fulda und wir wollen unbedingt nach oben“, lacht Pilipovic.
Mit 900 Zuschauern im Schnitt sind die Bahlinger durch die Punktrunde gegangen. Im Derby gegen den altehrwürdigen Freiburger FC waren es 2000 Besucher. Genau das doppelte erwartet man gegen Lehnerz. „4000 Zuschauer werden es wohl werden“, vermutet Pilipovic, dass genauso viele Zuschauer kommen, wie der Ort Einwohner hat. „Wir sind zwar nicht so ein stolzer Verein wie SSV Reutlingen oder SSV Ulm. Aber wir sind 1995 in die Oberliga aufgestiegen und haben da mit Ausnahme von einem Jahr immer gespielt. Eine gewisse Tradition haben wir also auch“, so der Trainer.
Legendär ist im Kaiserstuhl übrigens das Vereinsheim. In der „Ponderrosa“, benannt nach der Ranch aus der früheren Western-Serie Bonanza, ging schon so manche Feier ab. „Die kennt bei uns im Umkreis jeder“, lacht Pilipovic. / kr


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