Pllana sagt Nein zu Rot-Weiss und Zeilsheim
Gruppenliga Frankfurt West: Beienheimer fühlt sich wohl
Vor Jahren noch wechselte Admir Pllana zwichen den Hessenligisten Rot-Weiss Frankfurt und Eintracht Stadtallendorf pingpongartig hin und her, ehe er jetzt mit dem West-Gruppenligisten SKV Beienheim seine neue Heimat gefunden zu haben scheint: "Bei meinem ersten Wechsel von Rot-Weiss zur Eintracht sprach mich der Trainer Dragan Sijaca an, weil eine Sechser-Position zu besetzen war. Nach einem Jahr war mir aber der Weg dann doch zu weit, weil ich immer mit der Bahn von Eschborn nach Stadtallendorf gependelt bin. Zurück bei Rot-Weiss hatte der neue Trainer Daniyel Cimen nach dem Aufstieg in die Hessenliga eine andere Philosophie vom Fußball, und ich passte nicht mehr in die offensive Spielweise. Zur Winterpause hatte Stadtallendorf bei mir dann wieder nachgefragt, ob ich weiterhelfen könnte. Ich habe wieder zugesagt, war aber nur ein halbes Jahr dort. Die waren schon ein bisschen sauer, dass ich nicht länger geblieben bin, weil sie auch eine Ablöse bezahlt haben", zeigt der 29-Jährige im Nachhinein auch Verständnis für den Jetzt-Regionalligisten.
Eingestiegen beim SKV Beienheim, feierte Pllana in seiner ersten Saison mit der Stete-Elf den Aufstieg aus der Kreisober- in die Gruppenliga, und der Klassenunterschied macht sich nach Ansicht des Kosovaren deutlich bemerkbar: "Es wird ein viel besserer und schnellerer Fußball gespielt. Da mussten sich alle erst daran gewöhnen. Aber ich hoffe jetzt auf eine gute Vorbereitung, dass die angeschlagenen Leute wieder fit werden, und dass wir wieder so wie in der Hinrunde 20 bis 25 Punkte holen."
Anfragen von anderen Vereinen erhält der Familienvater eines fast einjährigen Sohnes weiterhin. Vor seinem Wechsel nach Beienheim gab es Gespräche mit dem Süd-Verbandsligisten FV Bad Vilbel, und erst kürzlich klopften sowohl Rot-Weiss Frankfurt als auch der Mitte-Verbandsligist SV Zeilsheim bei ihm an: "Mit Amir Mustafic habe ich damals gute Gespräche geführt. Aber die Verbandsliga ist alleine schon von den Trainingseinheiten gar nicht so weit weg von der Hessenliga. Und ich wollte eben kürzer treten. Dann kam Beienheim mit vielen guten Sachen. Erst letzt habe ich Hicham Tahrioui und Teammanager Thomas Balser vom SV Zeilsheim abgesagt, weil ich mich in Beienheim sehr wohl fühle. Hier bist Du integriert, wir gehen gemeinsam zum Faschings-, Sommer- oder Oktoberfest. Du kannst Deine Frau mitnehmen und alles ist sehr familiär. Außerdem hat Beienheim so viel für mich getan, da kann ich sie im Abstiegskampf auf keinen Fall alleine lassen."
Mit dem Weggang von Karl-Heinz Stete zum Abschluss der Saison muss der Trainerposten neu besetzt werden. Die Option, als Spielertrainer die Mannschaft zu führen, kommt für den Haustechniker etwas zu früh: "Ich habe auch erst spät erfahren, dass Karl-Heinz Stete im Vorfeld auf drei Jahre begrenz zugesagt hatte. In meiner Laufbahn habe ich viele Trainer gehabt. Aber einen so professionellen und ruhigen Trainer hatte ich noch nie. Ich möchte schon früher oder später den Trainerschein machen, aber der Schritt ist noch zu früh. Außerdem kam bis jetzt noch keiner auf mich zu. Ich wüsste nicht, wie ich antworten sollte."

