Plötzlich gesperrt: Aron Loui Jahn

Gruppenliga: Kuriose Geschichte aus Kerzell

15. März 2017, 15:31 Uhr

Aron Loui Jahn brennt auf sein erstes Spiel, wird das schon am Sonntag sein?

In der Vorbereitung war Michael Jäger voll des Lobes für Aron Loui Jahn, keine Frage, dass Kerzells Trainer den Neuzugang im ersten Pflichtspiel des Jahres gegen Gruppenliga-Spitzenreiter SG Johannesberg für die Startelf vorgesehen hatte. Gespielt hat er dann doch nicht, denn plötzlich schien der 19-Jährige gesperrt.

Was war passiert? Für den schleswig-holsteinisches Landesligisten SSC Hagen Ahrensburg bestritt Jahn am 23. Oktober vergangenen Jahres sein letztes Spiel, er verabschiedete sich dabei mit einer Roten Karte, die eine Vier-Spiele-Sperre nach sich zog. Jene Sperre hatte er am 20. November mit verstreichen des vierten Spiels seines alten Clubs abgesessen, erst danach setzte Kerzell die obligatorischen Hebel eines Winterwechsels in Bewegung.

Für die Helveten stand somit nie zur Diskussion, dass ihr neuer Rohdiamant gegen Johannesberg auflaufen kann. Jäger machte wie üblich seine Aufstellung fertig und führte Jahn darin auf. Doch dann hieß es kurz vorm Spiel, als die Kerzeller den Spielbericht im DFB-Net freigegeben wollten, dass Jahn gesperrt sei. Allenthalben Ratlosigkeit, Jäger änderte kurzerhand seine Startelf. Und nun? Stand Mittwochmittag wissen die Kerzeller immer noch nicht, warum Jahn nicht spielen durfte und sind nun in emsigem Austausch mit dem Hessischen Fußball-Verband: „Wir setzen alle Hebel in Bewegung, dass er am Sonntag in Asbach spielen kann“, sagt Jäger zur Thematik und hofft inständig, seine neue Offensivwaffe im Kellerknaller bringen zu können.

Mit dabei werden derweil auf jeden Fall wieder Sascha Heil und Tom Schnopp sein, dafür fällt Stephan Depta aus privaten Gründen aus und auch hinter Moritz Müglich steht ein dickes Fragezeichen. Noch so eine Geschichte, die Jäger aus dem Spiel gegen Johannesberg (1:1) hängen geblieben ist. Müglich verletzte sich bei der Situation, als es Elfmeter für Johannesberg gab, den Witali Bese zum Endstand zu nutzen vermochte. „Moritz spitzelt in dieser Situation den Ball weg und wird dann von Sven Wiesner klar getroffen“, erklärt Jäger, der dementsprechend mit der Elfmeterentscheidung des Unparteiischen ganz und gar nicht leben konnte.

Autor: Johannes Götze