Poredskis später Treffer sorgt für den vierten Sieg in Folge - Fotostrecke
Hessenliga: Borussen erzwingen Dreier gegen Wiesbaden
Das späte Tor von Matija Poredski war dabei bezeichnend für das komplette Spiel. Auf einem äußerst schwer zu bespielenden Platz war ein geordnetes Kurzpassspiel kaum möglich, Chancen entsprangen weitestgehend dem Zufall. So auch der einzige Treffer des Spiels. Ingmar Merle kam auf rechts an den Ball, legte zurück, Marcel Trägler ließ passieren und Poredski zog ab. Und hätte der ehemalige Zweitliga-Profi Marko Kopilas den Ball nicht abgefälscht, hätten sich die rund 700 Zuschauer mit einem torlosen Remis begnügen müssen. So aber wurde der stramme Schuss durch den Wiesbadener Verteidiger unberechenbar und schlug unhaltbar für Torwart Nico Adami im Netz ein (85.).
Unverdient war der Sieg dennoch nicht. Die erste Halbzeit gestaltete sich noch relativ ausgeglichen, beide Seiten verbuchten eine Großchance. Auf Borussen-Seite setzte sich Marcel Trägler nach einem langen Ball klasse durch, spielte Keeper Adami aus, traf das leere Tor aber nicht (16.). Auf der Gegenseite scheiterte Rudi Hübner nach Ballverlust von Imal Schersadeh freistehend an Tobias Wolf (27.). "In der ersten Halbzeit hatten wir ein paar Probleme gehabt, Wiesbaden hat uns das Leben schwer gemacht", befand SCB-Trainer Thomas Brendel. "In der zweiten Halbzeit haben wir aber eine komplett andere Mannschaft gesehen."
Auch nach dem Seitenwechsel hatte Borussia zunächst Probleme, ins Spiel zu finden, Dustin Ernst hatte mit einem Schuss eine gute Gelegenheit für die Gäste (56.). Danach waren die Borussen am Drücker, fanden in Ademi aber ihren Meister. Bei einer irren Dreifachgelegenheit hielt der Keeper zunächst einen Trägler-Freistoß, entschärfte kurz darauf einen sehenswerten Fallrückzieher von Vedran Jerkovic, um auch den anschließenden Nachschuss von Sebastian Schmeer zunichte zu machen (65.). Glück hatte der Keeper beim anschließenden Eckstoß, den Jerkovic an die Latte köpfte.
Auch der Gast, bei denen Toptorjäger Younes Bahssou (15 Tore) aus privaten Gründen fehlte, setzte noch vereinzelt Nadelstiche, der Treffer von Poredski sollte jedoch der einzige bleiben. "Im Endeffekt muss ich sagen, dass wir das Spiel verdient gewonnen haben", sagte Brendel, dessen Elf somit den vierten Sieg im vierten Spiel in 2016 feierte. In diesen vier Partien kassierte der SCB nur ein einziges Gegentor, auch heute stand die Defensive, bis auf vereinzelte Ausnahmen, sehr sicher. "Ich bin superstolz auf die Mannschaft. Dass wir schon wieder kein Gegentor bekommen haben, ist überragend", freute sich der Übungsleiter.
Borussia Fulda: Wolf; Fuß, Milankovic, Jerkovic, Beck - Schersadeh (53. J. Müller), Pomnitz - Trägler (88. Schirmer), Merle - Schmeer (89. Schenkel), Jerkovic.
Wiesbaden: Adami; Iten, Kopilas, Gündüz, Seidelmann - Pajic (46. Schwall), Gündüz - Ernst, Franke - Reljic (83. Kawabata), Hübner.
Schiedsrichter: Wissam Awada (Kassel).
Zuschauer: 700.
Tore: 1:0 Matija Poredski (85.).

