Premiere der neuen Flutlichtanlage?

28. November 2023, 12:44 Uhr

Premiere: Zwar wurden die neuen LED-Lampen im letzten Heimspiel gegen den FSV Frankfurt bereits kurzzeitig zur Unterstützung in der zweiten Halbzeit eingeschaltet, aber heute Abend gegen die U21 des VfB Stuttgart steht das neue Flutlicht bei kompletter Dunkelheit vor seiner Feuertaufe. © Ralph Kraus

Im Städtischen Stadion gibt es am Mittwochabend eine Premiere. Zum Nachholspiel gegen die U21 des VfB Stuttgart wird erstmals die neu installierte LED-Flutlichtanlage im Einsatz sein.

225.000 Euro hat die neue Anlage gekostet. Bedenkt man, dass die Instandsetzung des alten Flutlichts im Stadion 190.000 Euro verschlungen hätte, geradezu ein Schnäppchen. 500 Lux bringen die neuen LED-Lichter. Die Anforderung in der Regionalliga liegen bei 400 Lux. Die Masten sind so errichtet worden, dass jederzeit eine Erhöhung der Lichtstärke möglich ist. Aktuell sind beispielsweise in der 3. Liga 1000 Lux vom Verband gefordert. Gut möglich allerdings, dass sich das zur neuen Saison reduziert. Grund: Etliche Kommunen laufen ob der hohen Kosten gegen die hohe Lux-Zahl Sturm.

SG Barockstadt: Neue Flutlichtanlage im Städtischen Stadion

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die Aufregung: Die neue Fuldaer Anlage benötigt in der höchsten Schaltstufe 69 kW und damit deutlich weniger als die in die Jahre gekommene alte Anlage. Die wurde 1998 erbaut und hatte sogar eine Leistungsfähigkeit von 1200 Lux. Durch die Alterung schrumpfte die maximale Leistung nach über 20 Jahren zuletzt aber auf 785 Lux nach unten. Die alte Anlage hätte pro Stunde also etwa 66 Euro an Kosten verursacht, die jetzige nur noch knapp ein Viertel davon. Übrigens: Extra offiziell eingeweiht wird die neue Flutlichtanlage nicht. Das soll alles gemeinsam in einer offiziellen Eröffnung nach der Fertigstellung des Stadion-Umbaus geschehen. Wann das sein wird, steht noch in den Sternen. Was den Zeitplan des ersten Bauabschnitts abgeht, so sollen bis zum Jahresende die Bauarbeiten an der Freianlage und des Tribünenbaus größtenteils fertiggestellt sein. Die Restarbeiten sowie die Montage der neuen Video-Leinwand sind für das Frühjahr 2024 anberaumt.

Verwundert reagierten viele Zuschauer darüber, dass zwischen den vier Tribünen Grünanlagen entstanden sind, die die Zuschauerkapazität nach Abschluss des ersten Bauabschnitts auf 7500 begrenzen. „Das Gesamtkonzept des Umbaus sieht eine Zuschauerkapazität von 10.000 Zuschauern vor. Die Kurvenbereiche werden dafür nicht benötigt. Um aber die barrierefreie Verbindung zu den Tribünen untereinander zu haben und auch ein geschlossenes Stadionareal zu schaffen, wurden die Kurven als begrünte Böschungen mit einen oberen Rundweg erhalten“, erklärte die Stadt Fulda auf Nachfrage. Aktuell liegt der Kostenstand des ersten Bauabschnitts laut Stadt bei 18,6 Millionen Euro. Bleibt noch die Frage nach dem nächsten Bauabschnitt und dem Umbau der Gegentribüne? „Aktuell gibt es keine Planungen seitens der Stadt Fulda zum Umbau der Gegentribüne.“

Ob die Partie gegen Stuttgart II stattfinden kann, entscheidet sich Mittwochmorgen . Ab 8 Uhr wird eine Platzkommision die Verhältnisse unter die Lupe nehmen und eine Entscheidung fällen. Vorher setzt sich der Tross aus Stuttgart nicht in Bewegung. Die SG Barockstadt will aber, so wie vor einem Jahr gegen Aalen, den Platz per Hand räumen und alles daran setzen, dass gespielt werden kann. Ob der Rasen jedoch zwei Heimspiele in nur drei Tagen hergibt, das erscheint fraglich. Für Samstag ist die nächste Heimpartie gegen Freiberg angesetzt. Für den Fall, dass eines der beiden Spiele abgesagt werden muss, würde der 16. Dezember als Nachholtermin im Raum stehen.

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