Prima Startelf-Debüt von Jannes Ehresmann
Verbandsliga: Petersberg schlägt Weidenhausen
„Hättest du mir vor dem Spiel einen Punkt angeboten, dann hätte ich den genommen. Obwohl ich ja immer positiv denke, war es sehr schwierig, im Vorfeld an einen Sieg zu glauben. Aber die Mannschaft hat das klasse gemacht“, freute sich der Petersberger Trainer.
Weil mit Boris Aschenbrücker (Knieverletzung) und Andreas Brzoza (Urlaub) zwei routinierte Schlüsselspieler ausfielen, durfte mit Jannes Ehresmann ein blutjunger Spieler in der Innenverteidigung ran, der aus der A-Jugend-Gruppenliga gleich in der Herren-Verbandsliga gegen Größen wie Sören Gonnermann oder den amtierenden Verbandsliga-Torschützenkönig Jan Gerbig ran musste. „Jannes hat das super gemacht – ohne grobe Fehler."
Bemerkenswert auch, wie die Petersberger die Rückschläge in der ersten Halbzeit wegsteckten: Erst wurde Tim Stenger von Hammer gefoult. Eine klare Notbremse eigentlich, aber der Pfiff blieb aus (8.). Genau wie später, als Ewald Adrian von Pazatka im Strafraum klar foulte und es eigentlich einen klaren Elfmeter für Petersberg hätte geben müssen (25.). Auch der Umstand, dass Weidenhausen quasi im Gegenzug stattdessen ausglich, brachte die jungen Petersberger nicht zu Fall. Genauso wenig wie die Tatsache, dass Daniel Nüchter genau in dieser Phase auch mit einer Prellung am Mittelfuß verletzt das Feld verlassen musste.
Es war aber bezeichnend, dass für Nüchter mit Adrian Bleuel ein weiterer junger Spieler kam, der seine Sache super machte und zudem den Pass für das wichtige 2:1 in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit spielte.
„Wir haben genau die richtige Mischung gefunden: Hinten haben wir sehr kompakt verteidigt und trotzdem haben wir nie vergessen, die wichtigen Nadelstiche im Spiel nach vorne zu setzen. Das hat mir alles sehr gut gefallen“, lautete das Resümee von Rolf Gollin.
Chronologisch betrachtet ging Petersberg früh in Führung, als von Pazatka frei auf das Weidenhausener Tor zulaufen durfte. Nicht nur hier war die Defensive der Gäste erschreckend schwach. Danach wurden mehrere Petersberger Konter, die locker das 2:0 hätten bringen können, nicht ausgespielt. Es folgte der Ausgleich und die Phase, in der Weidenhausen bis zur Pause immer besser wurde. Stattdessen nutzte Stenger einen Fauxpas mit dem Halbzeitpfiff zum 2:1.
Nach dem Wechsel kam Weidenhausen stark aus der Kabine, doch der RSV verteidigte geschickt. Nach einem Konter wurde Tim Stenger gefoult und Wingenfeld sorgte per Elfmeter für die Entscheidung.
Die Statistik
RSV Petersberg: Beikirch; Elm, M. Aschenbrücker, Ehresmann, Vogt, Wingenfeld, Wehner, von Pazatka (76. Grösch), Nüchter (23. Bleuel), Zehner, Stenger.
SV Weidenhausen: Klotzsch; Nguyen, Hammer, J. Gonnermann, Ewald (79. Pankow), Ogbonnaya, Soohoon (63. Zindel), Renke (79. Görs), Beng, S. Gonnermann, Gerbig.
Schiedsrichter: Christian Sinning (Fuldatal).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Adrian von Pazatka (5.), 1:1 Sören Gonnermann (26.), 2:1 Tim Stenger (45.+2), 3:1 Patrick Wingenfeld (71., Foulelfmeter).


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