Prümm: "Es könnte nicht besser sein" - mit Fotos
Verbandsliga Süd: 93er gewinnen auch drittes Derby gegen den HSC
Hanau 93 - Hanauer SC 4:3 (2:0)
"Es könnte nicht besser sein. Das könnte von mir aus jedes Jahr so laufen", sagte ein glücklicher Christoph Prümm, dessen Mannschaft die Partie nach einer kurzen Abtastphase beider Mannschaften im ersten Durchgang total im Griff hatte und durch die Treffer von Kahraman Damar nach tollem Zuspiel von Sascha Ries (25.) und dem Schuss von Michael Fink aus 18 Metern (41.) zur Pause hochverdient führte. Zwischenzeitlich hatten Damar und der agile Ilker Bicakci auch noch zweimal die Latte getroffen. Vom HSC war offensiv in der kompletten ersten Halbzeit wenig zu sehen.
Als dann Elmir Sekeric nach einer missglückten Kopfballabwehr der Gäste nur acht Minuten nach Wiederbeginn auf 3:0 stellte, schien die Messe gelesen zu sein. Doch der Treffer schien der Weckruf für die Mannschaft des früheren 93-Trainers Antonio Abbruzzese zu sein. Mit einem Doppelschlag hatte Semih Aydilek seine Truppe innerhalb von sieben Zeigerumdrehungen wieder in Schlagdistanz gebracht. Zunächst traf er nach einem Fehler in der Hintermannschaft der Hausherren und dann wurde sein Freistoß aus 18 Metern unhaltbar von der Mauer abgefälscht.
Cimen und Bothor emotional verabschiedet
Wieder nur zwei Spielminuten weiter markierte Bicakci das 4:2 mit einem Fernschuss, doch auch diesmal steckten die Gäste nicht auf und kamen in der 66. Minute wieder heran. Aydilek hatte einen Freistoß von der linken Seite scharf vors Tor gebracht, wo Benjamin Braus eingelaufen war und mit dem Fuß traf. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams noch gute Chancen hatten. So vergaben die 93er bei mehreren guten Kontersituationen, für die Entscheidung zu sorgen, während die 60er auf den Ausgleich drängten. Doch der starke Aydilek, sowie Braus und der eingewechselte Abdulkadir Okutan konnten jeweils noch entscheidend gestört werden und so endete die Partie wie die beiden Derbys zuvor. Mit einem knappen Sieg für den Traditionsverein.
"Es ist unglaublich", haderte der Sportliche Leiter des HSC, Okan Sari, mit der nächsten Pleite im Stadtduell, sagte aber auch "wenn du die erste Halbzeit so verschläfst, brauchst du dich nicht zu wundern. Aber wenigsten hat die Mannschaft Charakter gezeigt. Das waren wir unseren Fans schuldig. "Wir sind jetzt wieder Vierter. Das zweite Jahr nach dem Aufstieg ist immer das Schwerste. Uns war wichtig, eine gute Rolle zu spielen und das haben wir geschafft." Auf der Gegenseite fand Prümm, dass seine Jungs "das Spiel unnötig spannend gemacht haben. Wir haben auch in der zweiten Hälfte nicht schlecht gespielt, aber vielleicht doch einen Gang runter geschaltet. Jetzt gehen wir erstmal in die wohlverdiente Pause."
Nach dem Spiel wurde es dann noch einmal emotional. Mit Daniyel Cimen (Karriereende) und Adrian Bothor (Germania Wächtersbach) verabschiedete Giovanni Fallacara zwei seiner langjährigen Weggefährten, was dem Sportlichen Leiter sichtlich schwer fiel. Beide Spieler wurden mit einem Trikot und einer Collage ihrer Zeit beim HFC geehrt und von der Mannschaft und den Fans gebührend verabschiedet.
Die Statistik:
Hanau 93: Neubauer - Assar, Cimen, Muratoglu - Sekeric, Rafaat (67. Saniyeoglu), Fink, Gogol (76. Di Natale), Ries - Bicakci (63. Hagikian) - Damar. - Trainer: Christoph Prümm, Slavisa Dacic.
Hanauer SC: Ersöz - Gültekin, Braus, Takahashi - Mahboob (32. Okutan), Fujiura, Günel, Aydilek, S. Piranashvili, Moscelli (81. Aydin), G. Piranashvili (56. Parker). - Trainer: Antonio Abruzzese.
Schiedsrichter: Kai Vonderschmidt (Frankfurt a.M.).
Zuschauer: 350.
Tore: 1:0 Kahraman Damar (25.), 2:0 Michael Fink (41.), 3:0 Elmir Sekeric (53.), 3:1 und 3:2 Semih Aydilek (56., 60.), 4:2 Ilker Bicakci (62.), 4:3 Benjamin Braus (66.).


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