Görner trifft

Punkt bei Bärs Trainer-Comeback

Hessenliga: Spiel eins nach Valentin Plavic endet 1:1

28. September 2019, 14:50 Uhr

Obwohl nicht verloren, konnte Alexander Bär bei seiner Rückkehr auf die Trainerbank mit dem Remis nur in Teilen zufrieden sein.

In Spiel eins nach der Trennung von Trainer Valentin Plavcic hat sich der SV Neuhof, auch dank der Rückkehr einiger Leistungsträger, formverbessert präsentiert und bei Türk Gücü Friedberg ein 1:1 (1:1) erkämpft. Ganz zufrieden war der neue, alte Coach Alexander Bär am Ende aber vermutlich nicht, hatte der SVN gegen biedere Friedberger doch mehr Spielanteile.

Ex-Coach Plavcic hatte einen Tag nach seiner Entlassung - aller Enttäuschung zum Trotz - noch Grüße an seine Mannschaft ausgerichtet: "Ich habe viele Freunde in Neuhof gefunden und drücke der Mannschaft alle Daumen für den Klassenerhalt." Es half offensichtlich, zeigte sich der SVN doch von Beginn an auf dem arg stumpfen Platz in Ober-Rosbach formverbessert. Der alte, neue Coach Alexander Bär hatte seine Mannschaft diesmal im 4-3-3-System angeordnet, wobei Josip Bagaric und David Costa Sabate (nach einem halben Jahr Pause) in die Viererketten gerückt waren und der Ex-Friedberger Baris Özdemir sowie Radek Görner erstmals von Beginn an vorne drin agierten.

Neuhof hatte im ersten Durchgang mehr vom Spiel, auch weil sich Bagaric und der weiterhin in der Innenverteidigung agierende Branimir Velic schnell mit gewonnenen Zweikämpfen Selbstvertrauen holten. Dazu ging in der Offensive viel über die Außen, wobei die Flanken von Özdemir und Akif Kovac zunächst zu ungenau gerieten. Görner erwies sich aber einmal als alter Fuchs und forderte bei seinem Schuss ins kurze Eck das ganze Können des Türk-Gücü-Keepers Tolga Sahin heraus (24.). Bitter, dass dennoch die Friedberger in Führung gingen, und das total unnötig aus Gästesicht, weil die SVN-Defensive inklusive Keeper Ahmed Hadzic bei einer Solak-Ecke im Tiefschlaf verharrte und Jonatan Tesfaldet den Ball im Fünfer locker über die Linie drücken konnte (31.). Doch die Gäste ließen sich nicht beirren, und als endlich mal eine Flanke von Neven Vujica gut getreten worden war, war Radek Görner zur Stelle, der sich im Kopfball klasse gegen den viel größeren Sebastian Weigand durchsetzte (37.).

Hälfte zwei verlief durchwachsener, wobei die Mannen aus der Wetterau zunächst mehr etwas mehr Druck ausübten. Und Friedberg besaß sogleich eine richtig dicke Möglichkeit zur neuerlichen Führung, als Masse Bell Bell mit Tempo über die Außen kam und Erdinc Solak perfekt im Rücken der Abwehr bediente. Hier wiederum hielt Ahmed Hadzic ganz stark und rehabilitierte sich für seine Passivität vor dem 0:1 (49.). In der Folge merkte man einigen Neuhofer Akteuren mehr und mehr die fehlende Fitness an, doch Alexander Bär wechselte erst einmal nicht, zumal seine Mannschaft defensiv weiterhin sehr viel richtig machte. Die Friedberger agierten bis auf einen Lattentreffer des eingewechselten Usic vorne im weiteren Verlauf völlig uninspiriert, während der SVN drei, vier super Kontergelegenheiten zu ungestüm verhaspelte.

Die Statistik:

Türk Gücü Friedberg: Sahin - Marra (63. Dinler), Weigand, Biber, Ouattara - Eren, Tesfaldet (87. Tesfaldet) - Bell Bell (76. Toskovic), Gürsoy - Printemps, Solak.
SV Neuhof: Hadzic - Antoniev, Velic, Bagaric, Costa Sabate (87. Bräuer) - Vujica, Mamusa, Anastasov - Kovac, Görner Özdemir (86. Wozniak).
Schiedsrichter: Pascal Loschke (SG Ahnatal). Zuschauer: 80. Tore: 1:0 Jonatan Tesfaldet (31.), 1:1 Radek Görner (37.).

Autor: Christian Halling

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