Radek Görner: Hatte gedacht, dass Borussia Fulda mich anruft

Neuhof-Angreifer vor dem Duell gegen Eichenzell

03. Oktober 2014, 06:00 Uhr

Radek Görner (links) ist mit 13 Treffern der Torgarant des SV Neuhof. Foto: Charlie Rolff

Vor dem heutigen Gruppenliga-Derby SV Neuhof gegen FC Britannia Eichenzell haben wir uns mit Neuhofs Top-Torjäger Radek Görner unterhalten.

„Für mich ist die Begegnung gegen Eichenzell ein Spiel wie jedes andere auch“, sagt Neuhofs Angreifer Radek Görner, der den momentanen Höhenflug des SV Neuhof weiter fortsetzen möchte. „Ich wünsche mir natürlich drei Punkte, aber es wird sehr schwierig. Wenn wir gut arbeiten, dann werden wir auch erfolgreich sein“, so der 32-Jährige, der die Tabellenführung nach zehn Spieltagen aber nicht überbewerten möchte. „Wir sollten jetzt noch nicht so oft auf die Tabelle schauen. Es ist für uns noch ein sehr weiter Weg.“

Trotzdem ist die Elf vom Kaliberg als einzige Gruppenliga-Mannschaft in dieser Spielzeit noch ungeschlagen. Vor allem die vielen Nationalitäten innerhalb des Teams seien Teil des Erfolgsrezepts des SV Neuhof. „Das macht es mir sehr viel leichter. Ich denke, das ist ein Vorteil unserer Mannschaft gegenüber vielen anderen Teams. Wir sind alle Freunde, unternehmen sehr viel gemeinsam neben dem Fußball und sind ein sehr gutes Kollektiv“, frohlockt Görner, der seit Sommer 2013 für Neuhof spielt.

In diesem Zeitraum erzielte Görner in 37 Spielen unfassbare 50 Treffer. „Es freut mich, dass es für mich so gut läuft. Die Mannschaft arbeitet sehr hart dafür“, gibt sich der beidfüßige Mittelstürmer bescheiden, der inzwischen auch die B-Junioren der JSG Monte Kali in der Gruppenliga betreut.

Kein Wunder, dass bei solch einer Trefferquote auch höherklassige Vereine auf ihn aufmerksam wurden. „Ich habe mich im Sommer mit Buchonia Flieden getroffen. Letztlich hat mich unser Sportlicher Leiter Alexander Bär aber überzeugen können, dass ich noch ein weiteres Jahr hier bleibe“, berichtet der Tscheche, der es sich aber durchaus vorstellen könnte, noch einmal höherklassig anzugreifen. „Ich hatte eigentlich gedacht, dass sich Borussia Fulda bei mir meldet. Das war aber nicht so. Schade, denn ich glaube, das ist eine sehr interessante Mannschaft mit guter Zukunft. Dieser Verein kann es in die Dritte Liga schaffen“, so der Tscheche, der bereits für den FC Zwolle in der niederländischen zweiten Liga kickte.

Autor: Max Lesser