Radic will seinen persönlichen Lauf fortsetzen
A-Liga Fulda: 47-Jähriger übernimmt erstmals eine Spielgemeinschaft
In der Pressekonferenz gaben die Verantwortlichen an, dass du von Anfang an total begeistert von der neuen Aufgabe warst und bereits nach einem Tag zugesagt hast. Wieso hast du dich so spontan für das neue Projekt entschieden?
Ich habe mit den Verantwortlichen beider Vereine ein tolles Gespräch geführt. Letztlich hat mich die Entwicklungsfähigkeit in der neuen Spielgemeinschaft überzeugt. Da musste ich nicht lange überlegen.
Was macht die Aufgabe so reizvoll?
Ich habe bislang immer nur einen Verein trainiert und habe das immer ganz gut hinbekommen. Jetzt trainiere ich zum ersten Mal eine Spielgemeinschaft und beginne damit, wenn diese gerade erst gegründet wird. Beide Vereine sind sehr stabil, man hat das Gefühl, dass zusammen etwas erreicht werden will. Es sind ambitionierte Leute in beiden Vorständen, dazu viele junge Spieler in beiden Teams. Das macht das Ganze zu einer reizvollen Aufgabe.
Ändert sich etwas an deinem Amt, erstmals eine Mannschaft zu trainieren, die durch die Bildung einer Spielgemeinschaft gerade erst zusammenwächst?
Eigentlich ändert sich nichts. Die Voraussetzungen sind sogar umso besser, mir stehen ganz viele Spieler zur Verfügung. Dazu zählen viele junge Leute, die noch sehr entwicklungsfähig sind. Das bedeutet für mich auch, dass wir nicht mehr viele externe Neuzugänge brauchen.
Aktuell steht die SG Edelzell auf dem ersten Tabellenplatz der A-Liga Fulda. Gehst du davon aus, im nächsten Jahr einen Kreisoberligisten zu trainieren?
Edelzell hat in den vergangenen Jahren schon immer um den Aufstieg mitgespielt. Ich wünsche Trainer Lars Hohmann das letzte Quäntchen Glück, es in diesem Jahr zu schaffen und es uns zu ermöglichen, in der Kreisoberliga zu starten. Ansonsten würden wir einfach in der nächsten Saison einen neuen Anlauf nehmen. Ich kann mit beiden Varianten leben, ich habe unabhängig von der Klasse zugesagt.
Bei einem Aufstieg könnte eure zweite Mannschaft den Platz des SV Engelhelms einnehmen und in der A-Liga starten. Besteht dann die Option, ähnlich wie in Haimbach, deinen Bruder Zeljko als Reserve-Trainer zu installieren?
Darüber machen wir uns noch keine Gedanken. Aber so wie ich meinen Bruder kenne, ist das momentan ausgeschlossen. Sowohl Zeljko als auch mein anderer Bruder Ljubisa hatten in der letzten Zeit so viel mit Fußball zu tun gehabt, dass sie sich jetzt erst einmal eine Pause gönnen wollen.
Bei deinen früheren Stationen konntest du sowohl in Eichenzell und Müs als auch mit Haimbach den Gruppenliga-Aufstieg realisieren. Ist das auch ein mögliches Fernziel für die SG Edelzell/Engelhelms?
Das stimmt, mit allen Vereinen bin ich mindestens einmal aufgestiegen, mit Eichenzell sogar noch einmal in die Verbandsliga. Ich hoffe natürlich, dass es bei meinem neuen Verein ähnlich funktionieren wird. Ich würde mich freuen, wenn mein Rhythmus fortgesetzt werden könnte. Aber so etwas ist natürlich schwer zu planen.
Abschließend: Bis zum Sommer stehst du noch in Diensten des Haimbacher SV, dem fünftletzten der Gruppenliga. Was hast du dir für die restliche Spielzeit vorgenommen?
Wir werden alles dafür tun, dass Haimbach auch nächstes Jahr in der Gruppenliga spielen wird. Die Vorbereitung läuft bislang mehr als gut, die Jungs ziehen mit, ich habe immer 20 Leute im Training. Wie die restliche Saison für uns laufen wird, hängt von den ersten fünf Spielen ab. Dort spielen wir jeweils gegen Teams, die allesamt mit uns auf Augenhöhe agieren.


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