Richter: "Die Tabelle lügt ja nicht"
Verbandsliga Mitte: Flörsheim nach Niederlage abgestiegen
Der Treffer von Florian Neumann reichte der DjK Flörsheim nicht, um den Abstieg zu verhindern. Foto: Marcel Lorenz
TUS Dietkirchen – DJK Flörsheim 4:1 (1:1)
„Das war ein Spiel, das lange auf Augenhöhe war. Es war wie ein Querschnitt durch die ganze Runde. Wir hatten genug gute Möglichkeiten gehabt, die haben wir aber nicht genutzt“, äußerte sich ein gefasster DJK-Trainer Hans Richter nach der bitteren Auswärtsniederlage. Zudem ergänzte der Übungsleiter mit Blick auf den Abstieg: „Wir hätten einen Dreier einfahren müssen, das haben wir nicht geschafft, daher sind wir abgestiegen. Die Tabelle lügt ja nicht. Das heute war jedoch nur das Ergebnis dessen, was du unter anderem in der Vorrunde gespielt hast. Alles andere wäre eine riesige Überraschung gewesen. Wir haben es dennoch bis zum vorletzten Spieltag hinausgeschoben - aber die Chance ist nun vorbei.“
Obwohl das Ergebnis deutlich aussieht, hielt Flörsheim über 90 Minuten gut mit, kassierte das 1:3 und 1:4 jeweils nach Kontern auch erst in der dritten beziehungsweise vierten Minute der Nachspielzeit durch Robin Dankof sowie Maximilian Zuckrigl.
Den besseren Start erwischten indes die Gäste, die ihre Chancen zu Beginn des Spiels allerdings nicht zu verwerten wussten. Den Mangel an Effektivität bestrafte in der 25. Minute zunächst Nils Bergs, der einen Freistoß mit dem Kopf in die Flörsheimer Maschen verlängerte. Immerhin: Florian Neumann traf noch mit dem Pausenpfiff zum nicht unverdienten Ausgleich für das Richter-Team.
Lange währte die Freude bei den Flörsheimern allerdings nicht. Bereits in der 48. Minute markierte Miguel Granja die erneute Führung für Dietkirchen nach einem Eckball. Die DJK warf nachfolgend noch einmal alles in die Waagschale, kam durch Neumann und den eingewechselten Yassin Sariano auch zu mehreren Hochkarätern – blieb aber letztendlich glücklos und musste in der Extra-Zeit auch noch den doppelten Nackenschlag hinnehmen.
Schiedsrichter: Jörn Becker (Queckborn/Lauter).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Nils Bergs (25.), 1:1 Florian Neumann (45.), 2:1 Miguel Granja (48.), 3:1 Robin Dankof (90.+1), 4:1 Maximilian Zuckrigl (90.+2).
Germania Schwanheim – FV Biebrich 5:1 (2:1)
Für die 0:4-Niederlage im Hinspiel konnte sich gestern Nachmittag Germania Schwanheim rehabilitieren. Beide Teams hatten eine schwierige Woche mit einer Niederlage im jeweiligen Kreispokalfinale hinter sich gehabt.
Nach dem Abpfiff hielt Schwanheims Sportlicher Leiter Sebastian Gajda, der ab der 77. Minute auch selbst auf dem Feld stand, fest: „Vom Gesamtergebnis her sieht es recht deutlich aus. Es hätte zu Beginn aber auch anders ausgehen können.“
Hierbei spielte Gajda vor allem auf eine Großchance von Biebrichs Orkun Zer in der 15. Minute an, der das Leder allerdings nur gegen den Innenpfosten schoss. Besser machte es nur vier Zeigerumdrehungen später Cem Bagdu, der nach Vorlage von Danyal Tekin, zur Führung der Hausherren einschob. Wiederum Tekin gelang bereits in der 30. Minute das 2:0 für die Germania, Sun Kwan Hong verkürzte aus Wiesbadener Sicht aber noch vor dem Pausentee.
Gestaltete sich die erste Hälfte noch ausgeglichen, nahm Schwanheim das Zepter nach dem Seitenwechsel zunehmend in die Hand. Das Pelayo-Team erspielte sich mehr Chancen, als der FVB und präsentierte sich bei der Verwertung auch deutlich effektiver. Für die Vorentscheidung sorgte Bahri Eyüp in der 73. Minute, der selbe Spieler markierte zehn Minuten später auch noch das 4:1 nach einem Tekin-Querpass. Den Deckel drauf machte kurioserweise Schwanheims Keeper Fabio Begher, der in der 83. Minute als Feldspieler eingewechselt worden war, nach einem Freistoß von Sebastian Gajda. „Wir haben danach noch ein wenig gefrotzelt, weil der Torwart nun ein Tor mehr hat, als manch anderer Spieler“, so Gajda augenzwinkernd.
Zuschauer: 70.
Tore: 1:0 Cem Bagdu (19.), 2:0 Danyal Tekin (30.), 2:1 Sun Kwan Hong (36.), 3:1 und 4:1 Bahri Eyüp (73., 83,), 5:1 Fabio Begher (90.).
SG Oberliederbach – FC Eddersheim 4:5 (2:2)
Sportlich ging es in diesem Derby um nichts mehr, nichtsdestotrotz setzten sich beide Seiten offensiv mächtig ins Zeug. „Das war für den Zuschauer ein sehr schönes Spiel, ohne taktische Zwänge. Ich denke, wir haben am Ende nicht unverdient gewonnen, es hätte aber auch Unentschieden ausgehen können“, meinte Eddersheims Sportlicher Leiter Erich Rodler nach dem Abpfiff. Oberliederbachs Trainer Asad Ahamd hielt hingegen fest: „Das war unser letztes Heimspiel, ich habe mir ein schönes Spiel gewünscht. Ein 4:4 oder 5:5 wäre auch schön gewesen, aber wir dürfen uns nicht beschweren, wir haben eben viele Fehler gemacht.“
Bereits nach zehn Minute erzielte Eddersheims Ivan Rebic nach uneigennützigem Zuspiel von Turgay Akbulut den Führungstreffer zu Gunsten der Gäste, ehe Denny Piazza per Kopfball aus fünf Metern den Ausgleich markierte. Den erneuten Vorteil für den FCE steuerte Akbulut nach Doppelpassspiel mit Niklas Rottenau bei (27.), doch wieder wusste die SGO eine passende Antwort: In der 32. Minute zimmerte Ante Barisic einen Freistoß aus 18 Metern direkt in das Netz von Gäste-Keeper David Tempel.
Nach dem Seitenwechsel war es abermals Akbulut, der die Gäste in Front brachte (50.), den dritten und letzten Ausgleich stellte in der 65. Piazza sicher. Es entwickelte sich nachfolgend ein Spiel auf Augenhöhe – mit dem glücklicheren Ende für das Leopold-Team. Malcolm Philips (83.) aus elf Metern sowie Niklas Rottenau (88.) sorgten für die Vorentscheidung aus Eddersheimer Sicht. Daran änderte auch das 4:5 vom Punkt aus durch Blum nichts mehr.
Schiedsrichter: Simon Wecht (Rimbach).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Ivan Rebic (10.), 1:1 Denny Piazza (18.), 1:2 Turgay Akbulut (27.), 2:2 Ante Barisic (32.), 2:3 Turgay Akbulut (50.), 3:3 Denny Piazza (65.), 3:4 Malcolm Philips (83.), 3:5 Niklas Rottenau (88.), 4:5 Dennis Blum (91., Foulelfmeter).
(cn)

