Richtungsweisende Keller-Duelle in der Mitte-Staffel

Kreisoberligen: Bimbach - SG Steinau, FT Fulda - Engelhelms

13. November 2015, 10:00 Uhr

Frederic Braun (grünes Trikot) und der SV Engelhelms spielen beim direkten Konkurrenten FT Fulda. Foto: Charlie Rolff

Die Hinrunden in den Kreisoberligen sind passé, die drei Herbstmeister standen dabei schon frühzeitig fest. Etwas spannender geht es da schon im Tabellenkeller zu. So auch in der Kreisoberliga Mitte: Gleich zwei wichtige Duelle stehen dort am Wochenende auf dem Programm.

Kreisoberliga Mitte:

Richtungsweisende Spiele gibt es im Tabellenkeller zu begutachten. So reist der SV Engelhelms, der aktuell auf dem Abstiegsrelationsrang liegt, zum Tabellenzwölften FT Fulda, der zwei Punkte mehr auf dem Konto hat (Sonntag, 15.15 Uhr). Seit neun Spielen wartet der SVE mittlerweile auf einen Sieg. "Wir wussten von vornherein, dass es gegen den Abstieg gehen wird", sagt Christian Bohl, der mit Frederic Braun das Trainergespann bildet. "Dazu ist unsere personelle Lage aktuell sehr ungünstig. Bis auf Künzell II (1:5, Anm. d. Red.) haben wir aber auch nie die Wucht gekriegt."

Das Hinspiel gegen FT Fulda konnte sogar mit 1:0 gewonnen werden. Mit einem Sieg könnte Engelhelms in der Tabelle auch wieder an den Turnern vorbeiziehen. "Das Spiel ist brisant, da FT Fulda auch aus unserer unmittelbaren Umgebung kommt. Wenn wir aber nicht punkten würden, wäre auch noch nichts verloren, da würden wir den Kopf nicht in den Sand stecken."

Dazu kommt es ganz unten in der Tabelle zum Duell zwischen dem Letzten und dem Vorletzten, Bimbach empfängt Steinau. Während Bimbach schon sieben Punkte Rückstand auf Engelhelms hat, beträgt der Rückstand von Steinau sechs Zähler. "Durch den gewissen Rückstand ist das Spiel immens wichtig, damit der Abstand nicht noch größer wird", ist sich Bimbachs Spielertrainer Andreas Schäfer der Wichtigkeit der Partie bewusst. "Niederlagen sind in unserer Situation generell verboten, in diesem Spiel wäre das aber ein sehr harter Dämpfer und vielleicht eine Vorentscheidung. Ich bin aber sehr optimistisch, dass wir gewinnen können. Vor dem Gegner ist mir nicht angst und bange."

Kreisoberliga Süd:

Es ist sowohl oben als auch unten spannend. Der Tabellenzweite Kerzell hat gegen Freiensteinau (Sonntag, 14.45 Uhr) die Möglichkeit, den Anschluss an Spitzenreiter Hosenfeld zu halten. Dieser hat zwar schon sieben Punkte Vorsprung, aber auch ein Spiel mehr auf dem Konto. Die Elf von "Hondo" Nuspahic empfängt am Sonntag (14.45 Uhr) Aufsteiger Bad Soden II. Auf einen Patzer der beiden Führenden hoffen derweil der Haimbacher SV (Sonntag, 14.45 Uhr gegen Mittelkalbach) und die TSG Lütter (zeitgleich in Schweben).

Am unteren Tabellenende sind vor allem die Aufsteiger unter Zugzwang. Hauswurz ist am Wochenende gleich zweimal im Einsatz (Freitag, 19.30 Uhr gegen den FV Steinau; Sonntag, 14.45 Uhr bei Kressenbach/Ulmbach) und kann bei einem Dreier bereits den Abstiegsrelegationsplatz verlassen. Löschenrod hat nach der 2:5-Niederlage beim bis dato sieglosen Schlusslicht Bellings das Spiel gegen den TSV Weyhers (Sonntag, 14.45 Uhr) vor der Brust. Von Vorteil könnte es für Löschenrod sein, dass Gegner Weyhers zweimal in Folge witterungsbedingt nicht antreten konnte. Dazu hat die Elf von Tony Rausch nach der 0:5-Niederlage im Hinspiel noch eine Rechnung zu begleichen.

Kreisoberliga Nord:

Während Eiterfeld/Leimbach weiter einsam seine Kreise zieht und wohl auch im 16. Spiel in dieser Saison ungeschlagen bleibt (Samstag, 14.30 Uhr kommt der Tabellenvorletzte Rotensee/Wippershain/Schenklengsfeld), ist der Kampf um Platz zwei wieder etwas spannender geworden. Der Zweite Aulatal spielte am Wochenende gegen Bebra nur 0:0, der Vorsprung vor dem Dritten Hohenroda beträgt fünf Punkte. Dafür hat die FSG ein Spiel weniger auf dem Konto.

Beide Teams spielen am Wochenende gegen Mannschaften aus dem Tabellenmittelfeld, Aulatal spielt bei Aufsteiger Kiebitzgrund/Rothenkirchen (Sonntag, 14.45 Uhr), während Hohenroda schon am Samstag (16 Uhr) den SVA Bad Hersfeld II empfängt.

Autor: Steffen Kollmann