Rissling: „Der Sieger des Spiels ist durch“
Gruppenliga Frankfurt West: Kellerduell im Frankfurter Gallusviertel
Während Lukas Kögler (links) mit dem VfB Friedberg gegen Bosnien fast schon zum Siegen verdammt ist, könnte Daniel Wolf mit Oberstedten am Wochenende den Klassenerhalt nahezu eintüten. Foto: Steffen Turban
SV BKC Bosnien – VfB Friedberg (Sonntag, 15 Uhr)
Nächster Abstiegskrimi in der Gruppenliga: Mit jeweils 25 Zählern stehen der SV BKC Bosnien und der VfB Friedberg auf den Tabellenplätzen 14 und 15. Platz 14 könnte im Bestfall für den Klassenerhalt ausreichen, Platz 15 bedeutet den sicheren Gang in die Kreisoberliga. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer, sowohl Bosnien als auch Friedberg haben bereits ein Spiel mehr gespielt als sämtliche Konkurrenten. Der Verlierer der Partie steht also bereits mit dem Rücken zur Wand. Sollte das Spiel Unentschieden enden, hätten die Friedberger nach dem 4:2-Hinspielerfolg zumindest den direkten Vergleich gewonnen.
FV Stierstadt – FC Kalbach (Sonntag, 15 Uhr)
Auf 0:6 folgt 9:0. Nach der deutlichen Klatsche im Gastspiel gegen den Aufstiegskonkurrenten aus Bornheim gab sich der FC Kalbach wenige Tage später beim Tabellenschlusslicht aus Griesheim keine Blöße: „In Stierstadt müssen wir bestehen. Danach haben wir ein wegweisendes Spiel gegen Dortelweil“, schaut Trainer Elton da Costa Junior auf die anstehenden Aufgaben. Ein Bestehen des Tabellenführers würde gleichzeitig bedeuten, dass der Aufsteiger aus Stierstadt weiterhin nicht voran kommt. Zwei Zähler beträgt der Vorsprung auf die sichere Abstiegszone. Die Zampach-Elf benötigt also dringend zählbares.
FSV Friedrichsdorf – SG Bornheim (Sonntag, 15 Uhr)
Nur mit einer gehörigen Portion Glück konnte der FC Neu-Anspach am vergangenen Sonntag gegen den FSV Friedrichsdorf drei Punkte mitnehmen. Da auch kein anderer Verein hinter Friedrichsdorf punkten konnte, ist die Tabellensituation ähnlich wie in der Vorwoche. Mit 30 Punkten belegt der FSV den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz, der Vorsprung ist gering. Der Gegner aus Bornheim steht indes vor einem Balanceakt. Denn nur zwei Tage nach dem Spiel beim FSV, in dem die SG den zweiten Platz verteidigen will, steht das Frankfurter Kreispokalfinale gegen den Ligakonkurrenten FFV Sportfreunde an. Verzichten müssen die Gäste verletzungsbedingt auf Mario Marx sowie urlaubsbedingt auf Marius Troll.
SC Dortelweil – TuS Merzhausen (Sonntag, 15 Uhr)
Nach einem spielfreien Wochenende greift die Mannschaft der Stunde wieder ins Aufstiegsrennen ein. Sechs Spiele in Serie konnte der SC Dortelweil zuletzt gewinnen, neun Spiele sind die Gastgeber schon ungeschlagen. Eine Woche vor dem Gipfeltreffen beim FC Kalbach muss zu Hause die Hürde Merzhausen genommen werden, denn trotz der beeindruckenden Formkurve des SCD, steht die SG Bornheim mit einem Punkt mehr auf dem zweiten Platz. Die Siegesserie des Gegners vom TuS Merzhausen ist nach drei Erfolgen am Stück unter Neutrainer Slobodan Turjacanin unter der Woche gerissen. Nach dem 0:4 in Neu-Anspach steht Merzhausen mit 35 Punkten auf dem zehnten Platz.
FV Hausen – Spvgg. Oberrad (Sonntag, 15 Uhr)
Da auch die meisten Mitkonkurrenten des FV Hausen am letzten Spieltag verloren haben, ist die Situation zumindest nicht verheerend schlechter als in der Vorwoche. Doch die Zeit geht dem Aufsteiger allmählich aus. Mit Friedrichsdorf, Oberstedten und Friedberg hat der FVH noch drei Auswärtsspiele gegen weitere abstiegsgefährdete Mannschaften vor der Brust, bevor es am letzten Spieltag zu Hause gegen Griesheim geht. Das Vorletzte Heimspiel der Saison steigt also gegen den Absteiger aus Oberrad, der seinerseits auf dem Aufstiegszug bleiben will. Auf Platz vier liegend haben sowohl Kalbach, Bornheim als auch Dortelweil ein Spiel wengier gespielt als die 05er.
1. FC Oberstedten – TSG Nieder-Erlenbach (Sonntag, 15 Uhr)
Am oberen Ende der gefährlichen Zone befinden sich Oberstedten und Nieder-Erlenbach mit jeweils 36 Zählern. Trotz der Niederlagen sämtlicher Konkurrenten am vergangenen Wochenende sieht FCO-Trainer Artur Rissling seine Mannschaft noch nicht endgültig gerettet: „Der Spieltag war natürlich wie gemalt für uns. Wir haben elf Punkte Vorsprung auf den Viertletzten, neun Punkte auf den Fünftletzten. Um ganz sicher zu gehen brauchen wir noch einen Sieg“, rechnet Rissling damit, dass „38 oder 39 Punkte“ in dieser Saison zum Klassenerhalt ausreichen. „Nieder-Erlenbach hat ebenfalls 36 Punkte. Der Sieger des Spiels ist durch, der Verlierer braucht noch ein, zwei, drei Punkte.“
Spvgg. Griesheim – SKV Beienheim (Sonntag, 15 Uhr)
Zehn von 21 Punkten konnte der SKV Beienheim in seinen letzten sieben Spielen sammeln und sich damit in eine gute Ausgangslage für die letzten Saisonspiele bringen. Sieben Zähler beträgt der Vorsprung auf den FV Stierstadt, der den ersten potenziellen Abstiegsplatz belegt. In einer Woche empfängt der SKV die Stierstädter vor heimischer Kulisse. Bei einem Sieg gegen die Spvgg. Griesheim, die nur noch theoretische Chancen auf den Klassenverbleib hat, und einem Sieg in der Folgewoche gegen Stierstadt, wäre der Klassenerhalt wohl schon eingetütet. Beim 4:2-Hinspielerfolg erzielte Beienheims Leon Hirzmann drei seiner insgesamt 15 Saisontore.
FG Seckbach – FC Neu-Anspach (Sonntag, 15 Uhr)
Mit einem klaren 4:0-Erfolg über den TuS Merzhausen konnte sich der FC Neu-Anspach nicht nur für die herbe Hinspielniederlage revanchieren, sondern gleichzeitig auch die letzten Abstiegssorgen bei Seite legen. Denn personell schafft es der FCNA derzeit nur mit Hilfe einiger Spieler aus der zweiten Mannschaft regelmäßig mit einem vollen Kader zu den Spielen zu reisen. „Ich bin stolz, dass wir die Ausfälle erneut kompensiert haben“, freute sich Trainer Rico Henrici nach dem Derbysieg unter der Woche. Seckbachs Trainer Thorsten Spahn erwartet gegen Anspach ein „schönes und offenes Spiel, indem es für beide Mannschaften um nichts mehr geht. Hoffentlich mit vielen Toren.“
(sly)


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