Rissling: "Gegen Stierstadt muss ich keinen motivieren"

Gruppenliga Frankfurt West: Zwei Top-Spiele am siebten Spieltag

08. September 2017, 14:00 Uhr

Der FC Kalbach um Spielertrainer (Elton da Costa) will sich in der Spitzengruppe der Liga festsetzen. Foto: Patrick Scheiber

Erneut verteilt sich der Gruppenliga-Spieltag der Frankfurt-West-Staffel auf mehrere Tage. Mit dem Derby zwischen Oberstedten und Stierstadt, sowie der Paarung des Absteigers Oberrad gegen den Tabellenführer Dortelweil hat es der Freitag mit zwei spannenden Paarungen in sich. Top-Spiel am Sonntag ist die Partie zwischen dem Kalbach und Bornheim.

1. FC Oberstedten – FV Stierstadt (Freitag, 19.30 Uhr)

Bereits am Freitagabend steigt in Oberstedten das Derby des FCO gegen den Aufsteiger aus Stierstadt. Die Mannschaften kennen sich bereits aus zahlreichen Duellen in der Kreisoberliga. Nach dem torreichen 4:6-Auswärtssieg des FVS im Jahr 2013 blieb Oberstedten in den folgenden fünf Partien ohne Niederlage. Auch im ersten Gruppenliga-Duell gegen Stierstadt erwartet Trainer Artur Rissling von seiner Mannschaft „volles Rohr. Gegen Stierstadt muss ich keinen motivieren, wir spielen schon seit 100 Jahren gegen die.“ Während Stierstadt zu Saisonbeginn einen Höhenflug samt Tabellenführung miterlebte, kämpfte der FCO darum, nicht im Keller festzustecken. Rissling setzt die Tabellenlage in Relation: „Jeder hat von denen geschwärmt, aber wenn wir sie jetzt schlagen, stehen wir vor denen. Das sagt alles über die Liga aus.“

Spvgg. Oberrad – SC Dortelweil (Freitag, 20.30 Uhr)

Im zweiten Freistagsspiel treffen mit der Spvgg. Oberrad und dem SC Dortelweil zwei Hochkaräter der Liga aufeinader. Nach dem etwas stockenden Saisonstart gegen insgesamt vier der fünf Aufsteiger steht Dortelweil nach zuletzt zwei Siegen an der Tabellenspitze. Dennoch müsse man laut Co-Trainer Gökhan Kocatürk in Oberrad „nochmal eine Schippe drauflegen, um drei Punkte mitzunehmen.“ Der Sieg sei indes das „klare Ziel, um in der Erfolgsspur zu bleiben“, so Kocatürk, der zwei Teams erwartet, „die über das Fußballerische kommen.“ Sein Gegenüber, Oberrads Spielertrainer Baldo di Gregorio erwartet einen Tabellenführer „mit breiter Brust.“ Dortelweil sei eine „spielstarke Mannschaft, sie spielen sehr guten Fußball.“

SKV Beienheim – FC Neu-Anspach (Samstag, 17 Uhr)

Nach dem 2:5 in Merzhausen und dem 1:5 gegen Kalbach eine Woche später musste Neu-Anspachs Trainer Rico Henrici nicht lange überlegen, wo der Hebel anzusetzen ist: „Wir müssen uns nach zehn Gegentoren in zwei Spielen Gedanken machen, wie wir mehr Sicherheit reinbekommen.“ Auf dem Beienheimer Rasenplatz erwartet der Übungsleiter ein „kämpferisches Spiel.“ Nach neun erzielten Punkten aus fünf Spielen glaubt der Aufsteiger auch gegen den FCNA an Zählbares: „Bei der Leistungsdichte der Liga ist es auch möglich, dass wir gegen Anspach etwas holen. Wir sind nicht chancenlos“, so Pressesprecher Michael Major, der die Gründe des Beienheimer Optimismus schlicht zusammenfasst: „Wer gegen Kalbach gewinnt, kann auch gegen Neu-Anspach gewinnen.“

FC Kalbach – SG Bornheim (Sonntag, 15 Uhr)

Zwei Tage nach dem Top-Spiel zwischen Oberrad und Dortelweil vom Freitagabend steigt in Kalbach eine weitere Spitzenbegegnung wenn der Absteiger die SG Bornheim empfängt. Am vergangenen Spieltag siegte die Elf von Elton da Costa mit 5:1 beim FC Neu-Anspach. FCNA-Trainer Rico Henrici empfand die Kalbacher als „bisher stärkste Mannschaft“. Dennoch glaubt Bornheim-Coach Maik Rudolf an die Stärke seiner Truppe: „Ich glaube, wir können da bestehen. Klar haben die sehr gute Jungs, aber wir haben auch sehr gute Jungs“, erwartet der Trainer ein „Duell auf Augenhöhe. Es wird ein spannendes Spiel. Ich gehe davon aus, dass beide Mannschaften fokussiert bei der Sache sind.“

VfB Friedberg – Spvgg. Griesheim (Sonntag, 15 Uhr)

Nach vier Niederlagen am Stück sowie dem Pokalaus beim letztjährigen Gruppenligisten Olympia Fauerbach rechneten nicht wenige mit einer weiteren Niederlage des VfB Friedberg bei der hochgehandelten FG Seckbach. Dem stämmte sich der VfB entgegen und holte beim 4:2-Auswärtserfolg den ersten Ligasieg in der laufenden Saison. Mit einem weiteren Sieg vor heimischem Publikum gegen die Spvgg. Griesheim würde man an den Frankfurtern vorbeiziehen und den letzten Tabellenplatz abgeben. Gegner Griesheim sammelte aus seinen ersten sechs Spielen sechs Zähler. Zu den drei Unentschieden reihten sich Niederlagen gegen die Speuzer und Oberstedten – sowie der bislang einzige Sieg gegen Nieder-Erlenbach ein.

SV BKC Bosnien – FV Hausen (Sonntag, 15 Uhr)

Ein Frankfurter Duell auf tabellarischer Augenhöhe steigt im Gallusviertel zwischen Bosnien und Hausen. Der Aufsteiger holte bislang acht zähler, Bosnien derer sechs. „Ich hoffe, dass sich die Mannschaft mit dem Dreier stabilisiert hat. Wir werden versuchen, gegen Hausen nachzulegen“, äußerte sich der sportliche Leiter des SV BKC, Admir Malohodzic nach dem ersten Saisonsieg gegen die Speuzer. Die beiden vorherigen Niederlagen hätten die Truppe laut Trainer Rasim Grabovica „etwas aus der Bahn geworfen“, dennoch wolle man gegen Hausen die nächsten Zähler sammeln: „Wir wissen, wie Hausen spielt und werden uns nicht verstecken.“

TuS Merzhausen – FSV Friedrichsdorf (Sonntag, 15 Uhr)

In nur sechs Spielen hat sich der TuS Merzhausen bereits durch eine Achterbahn aller möglichen Ergebnisse geschossen. Von der deutlichen Niederlage beim Aufsteiger, über den Punktgewinn beim Absteiger bishin zum Kantersieg über den Tabellenführer war bei der Truppe alles dabei. Am letzten Wochenende gab es beim Spitzenteam aus Bornheim ein 1:1. Nun kommt ein weiterer aus dem Aufsteigsquintett, gegen das man sich bislang schwertat. Der FSV Friedrichsdorf hat mit zwei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen einen ordentlichen Start in die Runde hingelegt und dabei unter anderem dem SC Dortelweil auswärts einen Punkt abgerungen.

TSG Nieder-Erlenbach - Sportfreunde 04 (Sonntag, 15 Uhr)

Ebenso wie die vier Mitaufsteiger ist auch der FFV Sportfreunde mit neun Punkten aus sechs Spielen noch voll im Soll. Mit 13 Gegentreffern haben nur vier Mannschaften – unter anderem auch Nieder-Erlenbach – mehr Tore zugelassen, auf der anderen Seite erzielte der FFV mit 17 Treffern die meisten aller Gruppenligisten. Für die Speuzer geht es im siebten Anlauf zur TSG, die nach der Niederlage in Seckbach unter der Woche auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht ist. "Wenn wir so weiter machen, steigen wir ab“, prophezeite ein bedienter Kalle Buhl unmittelbar nach dem 0:3 bei der FGS: "Mit der Leistung kriegen wir nicht mehr als die drei Punkte, die wir gerade haben“, so der stellvertretende Fußball-Abteilungsleiter weiter.

(sly)