Rodler: "5:0 - das hört sich besser an als es ist"

Verbandsliga Mitte: Zeilsheim holt "Arbeitssieg"

05. November 2017, 16:48 Uhr

Ertrugrul Erdogan (rechts) erzielte die Führung für die Zeilsheimer beim 2:0-Sieg gegen Braunfels. Roger Martinez Rosique ging mit Kelsterbach hingegen leer aus. Foto: Marcel Lorenz

Einen durchwachsenen Spieltag erlebten die heimischen Mitte-Verbandsliga-Teams am Sonntagnachmittag. Lediglich der SV Zeilsheim und Tabellenführer FC Eddersheim wussten zu punkten. Ganz bittere Pleiten kassierten die SG Oberliederbach und Viktoria Kelsterbach. Germania Schwanheim setzte eine zweimalige Führung in den Sand.

SV Zeilsheim – FSV Braunfels 2:1 (0:0)

"Das war ein Arbeitssieg", atmete SV-Trainer Sascha Amstätter nach dem zweiten Dreier in Folge auf. Die Gäste verteidigten am Sonntagnachmittag mit Mann und Maus, dennoch ergaben sich aus Sicht der Zeilsheimer bereits in Halbzeit eins einige Chancen zur Führung. Bis zur Pause ging die Partie jedoch torlos vonstatten.
Das verdiente 1:0 in der 62. Minute spendierte Raffael Grigorian im Nachschuss, in der Folge verpassten es die Hausherren allerdings den Sack zuzuschnüren. Relativ überraschend fiel der Braunfelser Ausgleich in der Schlussphase durch Robin Fürbeth, doch der SVZ ließ sich nicht beirren und bewies Moral. Nachdem ein Zeilsheimer Kopfball zunächst gegen die FSV-Latte gedonnert war, staubte schließlich Ertrugrul Erdogan zum erhofften und durchaus leistungsgerechten Siegtreffer ab. "Ich freue mich für die Mannschaft, die nach dem Gegentor die Reaktion gezeigt hat und als Team auf dem Platz gestanden ist", lobte Amstätter.

Schiedsrichter: Terlan Tavasolli (Offenbach).
Zuschauer: 180.
Tore: 1:0 Raffael Grigorian (62.), 1:1 Robin Fürbeth (87.), 2:1 Ertrugrul Erdogan (90.).

TuS Dietkirchen – Viktoria Kelsterbach 5:2 (2:1)

Viktoria Kelsterbach befindet sich weiterhin im freien Fall und musste in Westhessen bereits die sechste Niederlage in Folge quittieren. Dabei starteten die Gäste vielversprechend, hatten zunächst mehr Spielanteile vorzuweisen und gingen in der 35. Minute durch Atay Koustar in Führung. Im direkten Gegenzug erfolgte jedoch ein Nackenschlag aus heimischer Sicht: Dennis Leukel glich nur 60 Sekunden später aus. Kalt erwischte Dietkirchen die Viktoria auch in der Schlussminute der ersten Hälfte: Nach einem Konter drehte Maximilian Zuckrigl die Partie zu Gunsten der Heimmannschaft. "Das war natürlich ein Schock für uns", so Kelsterbachs Co-Trainer Dominic Machado nachträglich.

Abermals Leukel legte nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel für Dietkirchen nach. Zwar fand Kelsterbach durch Roger Martinez Rosique noch einmal den Anschluss (55.), spätestens mit dem 4:2 (75.) von Robin Dankof, der auch noch das 5:2 erzielte, war der Drops jedoch gelutscht. In der Schlussphase kam Kelsterbach zu keinen nennenswerten Chancen mehr. "Wir müssen halt weiter machen, es war in den letzten Wochen nicht ganz einfach, aber wir wissen, welche Qualität wir haben und dass wir irgendwann für unseren Aufwand auch wieder belohnt werden", sagte Machado.

Schiedsrichter: Marcel Rühl (Gießen).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Atay Koustar (35.), 1:1 Dennis Leukel (36.), 2:1 Maximilian Zuckrigl (45.), 3:1 Leukel (49.), 3:2 Roger Martinez Rosique (55.), 4:2 und 5:2 Robin Dankof (75., 79.).

FC Eddersheim – FC Waldbrunn 5:0 (0:0)

"5:0 - das hört sich besser an, als es ist", musste Erich Rodler, Sportlicher Leiter der Eddersheimer, nach dem Abpfiff eingestehen. "Zur Pause hätte Waldbrunn auch mit 1:0 führen können. Die haben das defensiv sehr gut gespielt", so der Funktionär weiter. Tatsächlich tat sich der Tabellenführer in den ersten 45 Minuten gegen mit elf Mann verteidigende Gäste, die punktuell auch zu guten Konter-Chancen kamen, durchaus schwer.
Erst nach der Pause und einer taktischen Umstellung lief es aus Eddersheimer Sicht deutlich runder. Den berühmten Dosenöffner spielte Patrick Hilser nach Zuspiel von Felix Rottenau (50.), der Assistgeber wiederum markierte nur 180 Sekunden später das 2:0. "Der Doppelschlag hatte Waldbrunn sehr weh getan", beobachtete Rodler. In der 64. Minute wechselte FC-Trainer Rouven Leopold seinen angeschlagenen Goalgetter Turgay Akbulut ein, der sich seine muskulären Probleme nicht wirklich anmerken ließ. Im Gegenteil: Mit zwei Buden binnen fünf Minuten machte Akbulut alles klar. Den 5:0-Enstand steuerte im Anschluss Hendrik Dechert bei.

Schiedsrichter: Boris Reisert (Ober-Roden).
Zuschauer: 130.
Tore: 1:0 Patrick Hilser (50.), 2:0 Felix Rottenau (53.), 3:0 und 4:0 Turgay Akbulut (72., 77.), 5:0 Hendrik Dechert (82.).

SG Kinzenbach – SG Oberliederbach 4:2 (0:1)

Immer dunkler wird es im Tabellenkeller für die SGO, die als Steigbügelhalter für den ersten Kinzenbacher Saisonsieg herhalten musste. Zwar gingen die Gäste durch Steffen Janke, der einen Strafstoß in der 21. Minute verwandelte, zunächst in Führung, das 2:0 wurde vor der Pause allerdings verpasst. Tommy Ried (49.) und Marvin Helm (54.) wussten das Spiel für Kinzenbach innerhalb weniger Augenblicke zu drehen, abermals Helm besorgte in der 74. Minute die Entscheidung. In der Schlussphase brachte Patrick Werner auch noch die vierte Kinzenbacher Bude unter Dach und Fach, der Anschlusstreffer von Niklas Wagner in der Nachspielzeit hatte lediglich noch kosmetischen Charakter. "Das war schon eine absolute Enttäuschung, was da in der zweiten Halbzeit gelaufen ist. Das hat sich Kinzenbach dann auch verdient", erklärte Tobias Merz, Sportlicher Leiter der SGO.

Schiedsrichter: Vincent Schandry (Königstein).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Steffen Janke (21., FE), 1:1 Tommy Ried (49.), 2:1 und 3:1 Marvin Helm (54., 74.), 4:1 Patrick Werner (88.), 4:2 Niklas Wagner (90.+2).

Germania Schwanheim – FV Breidenbach 3:4 (1:2)

"Wir haben heute einfach nicht in unser Spiel gefunden, das lag nicht an der Stärke des Gegners", erklärte Germania-Trainer Tomas Pelayo, der einmal mehr einige Ausfälle zu beklagen hatte, nach dem Abpfiff. Zwar gehörte der erste Treffer des Tages den Hausherren - Michel Gorbunow vollstreckte nach 120 Sekunden -, doch Simon Reiprich (18.), nach einem individuellen Fehler auf Seiten der Schwanheimer, sowie Felix Baum (43.) drehten die Partie aus Sicht der Gäste noch vor der Pause.

Die Pelayo-Elf kam dank Samad Erroubijou (51.) sowie Jan Uth, der in der 56. sehenswert vollendete, noch einmal zurück, verpasste in der Folge aber das 4:2. Stattdessen gelang Breidenbachs Yanik Berberich (70.) der erneute Ausgleich, ehe Ausnahmestürmer Baum den FVB-Siegtreffer in der 78. Minute markierte. "Wir haben heute einfach nicht das abgerufen, was wir können. Der Sieg für den Gegner geht auch in Ordnung", so Tomas Pelayo.

Schiedsrichter: Yannick Stöhr (Niedernhausen).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Michel Gorbunow (2.), 1:1 Simon Reiprich (18.), 1:2 Felix Baum (43.), 2:2 Samad Erroubijou (51.), 3:2 Jan Uth (56.), 3:3 Yanik Berberich (70.), 3:4 Baum (78.).

(cn)