2:0-Sieg
Röders Parade küsst Britannia wach
Verbandsliga Nord: Eichenzell steigert sich und gewinnt verdient
Keeper Marcel Röder war letztlich der Urvater des Sieges, indem er mit dem Halbzeitpfiff einen Foulelfmeter von Christopher Minne klasse hielt, welcher im Übrigen schon beim 1:1 gegen die Britannia im April von Punkt gescheitert war. Wie in der Vorwoche hatte einer der blutjungen Innenverteidiger, diesmal Tim Ströder, den Strafstoß auf unglückliche Art und Weise gegen Felix Bredow verursacht.
Schwer vorstellbar, dass die Eichenzeller sich von einem Rückstand erholt hätten, fiel der Britannia doch im ersten Durchgang gegen eine höchst biedere TSG, die sich bis zur Mittellinie zurückzog, aber immer wieder Nadelstiche setzte, mal so gar nichts ein. „Das Tempo hat komplett gefehlt“, hatte auch Spielertrainer Heiko Rützel völlig richtig erkannt.
Röders Parade aber küsste die Mannschaft wach: Das erste schnelle und gelungene Zusammenspiel zwischen Rudi Wasirow und Aron Loui Jahn wurde sogleich mit dem 1:0 kurz nach der Pause belohnt, als Jahn aus knapp 20 Metern mit einem platzierten Flachschuss traf. Danach agierte Eichenzell wesentlich forscher und konsequenter, wenngleich die Entscheidung lange auf sich warten ließ: Nach einem Konter über die rechte Seite und einem feinen Zuspiel Mikael Avanesians in den Rücken der Abwehr erlöste Jonathan Müller die ungeduldigen Eichenzeller Fans, die junge Mannschaft und seinen Trainer (89.). „Das Zittern war brutal, der Sieg aber auch brutal wichtig“, war Rützel froh.
Die Statistik:
FC Eichenzell: Röder – Chr. Müller (90. Cl. Müller), Ganß, Ströder, Schlag (53. Bagci Koray) – J. Müller, Rützel – Jahn, Wasirow, Yildiz (75. Aydarus) – Avanesian.
TSG Sandershausen: John – Stengele, Luis, Schumann, Altschmied – Minne, Behler – Hebold, Bredow, Akman (80. Wissling) – Sezer.
Schiedsrichter: Felix Ebert (FSG Kirtorf). Zuschauer: 180. Tore: 1:0 Aron Loui Jahn (47.), 2:0 Jonathan Müller (89.). Besondere Vorkommnisse: Christopher Minne (Sandershausen) scheitert mit Foulelfmeter an Marcel Röder (45.+1); der Anpfiff verzögerte sich um 26 Minuten, weil das Schiedsrichtergespann im Stau gestanden hatte.


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