Rot-weißer Fußballgott im Drama
Reichlich Unterhaltung bot das Derby in der Kreisoberliga Nord zwischen dem SV Rot Weiß Burghaun um Felix Günther (rechts) und der SG Dittlofrod/Körnbach um Hardi Fattah. Ab der 90. Minute fielen gleich drei Tore – und RWB drehte einen Rückstand in einen Sieg. Foto: Memento36
Eigentlich war alles vorbei. Die SG Dittlofrod/Körnbach traf in Person von Youngster Jonas Dzinic in der 90. Minute zum 3:2. Der Gast feierte mitsamt Schweinehaufen. Doch dann wurde es strittig. Bei Marius Kellers Ausgleich nach einer Ecke (90.+3) forderte Dittlofrod/Körnbach vehement Foul – und kassierte eine Rote Karte und Zeitstrafe. Und in doppelter Unterzahl folgte noch ein Nackenschlag, als Rot-Weiß Burghaun zur Verwunderung der Gäste einen Foulelfmeter zugesprochen bekam und Nico Gavos vollendete (90.+5).
Rot-Weiß Burghaun hat den Fußballgott auf seiner Seite
Dass daher die drei Punkte glücklich zustandekamen, wusste RWB-Trainer Martin Pachowski, der den dritten Saisonsieg dennoch gebührend feierte. Dabei half seinem Team der „Fußballgott“, wie Pachowski erläuterte: „Wir hatten ihn auf unserer Seite. In den vergangenen Spielen war das nicht so.“ Für ihn war das Derby noch reizvoller, da auf der Gegenseite sein Patenkind Kevin Pachowski mitwirkte. „Ich hatte einen harten Stand und bin absolut glücklich, dass die Jungs es gezogen haben. Wir haben uns entwickelt, sind nach dem schlechten Saisonstart nun voll drin. Die Jungs haben den Schalter umgelegt, und wir spielen immer mehr den Fußball, den wir wollen.“
Nicht nur der Derbysieg von Rot-Weiß Burghaun stach gestern hervor, sondern ebenfalls der Erfolg von der FSG Hohenroda (2:0) im Prestige-Duell bei der SG Friedewald/Ausbach vor 450 Zuschauern. Achterbahn fuhr derweil die SG Michelsrombach/Rudolphshan, denn der Aufsteiger egalisierte drei Rückstände und traf in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 3:3 gegen SG Gudegrund, nachdem drei Minuten zuvor der dritte Rückstand stand.

