Rote Karte gegen Ebinger der Knackpunkt

Gruppenliga: Britannen gewinnen in Asbach deutlich

31. Juli 2016, 18:10 Uhr

Tobias Grimmer musste mit Asbach letztlich eine deutliche Niederlage hinnehmen. Foto: Johannes Götze

Gleich mal ein echtes Ausrufezeichen setzte Britannia Eichenzell im Auftaktspiel der Gruppenliga, denn bei Verbandsliga-Absteiger SVA Bad Hersfeld siegte die Elf vom frisch vermählten Heiko Rützel deutlich mit 4:0 (3:0).

Wie groß das Offensivpotenzial der Britannen in dieser Saison ist, zeigte der Gast gleich im ersten Spiel auf: Neuzugang Jonathan Müller als offensiver Freigeist, Lucas Maierhof in der Spitze und Martin Kriwoschein über links spielten ab Minute 25 mit dem Gegner Katz und Maus. Weil dazu auch noch Kapitän Matthias Heumüller auf der "Sechs" einen überragenden Tag erwischte, war der SVA chancenlos und hätte zum Ende hin sogar deutlich höher verlieren können. Alleine Heumüller ließ neben seinen zwei Toren drei weitere sträflich liegen.

Doch bis zu der ominösen 26. Minute war Asbach besser - und hätte durch Tim Ullrich (3.) oder Stephan Wiegand (8.) auch in Führung gehen können. "Da haben wir gesehen, dass Asbach eine richtig gute Mannschaft ist. Wir hatten erstaunlich wenig Ballkontakt", musste Heumüller konstatieren, der allerdings auch wohlwollend anführen durfte: "Danach haben wir den Gegner beherrscht, auch wenn wir nach der Pause etwas das Tempo rausgenommen haben."

Eichenzell profitierte bei den ersten drei Toren von individuellen Fehlern. Zunächst ließ Stephan Wiegand Christian Müller bei einem weiten Freistoß aus den Augen (19.). Dann spielte SVA-Keeper Gunnar Sauerbrei Jonathan Müller unbedrängt den Ball in den Fuß, der sah Maierhof und Alexander Ebinger wusste sich nur durch einen Trikotzupfer zu helfen. Rot und Freistoß aus bester Position. Heumüller traf genau in den Knick des Torwartecks (28.). Weil Heumüller dann auch noch einen Zuckerpass auf Maierhof spielte und Sauerbrei völlig falsch stand, ging es gar mit 3:0 in die Pause (28.).

Möller nicht im Kader

"Der Platzverweis gegen Ebi war natürlich der Knackpunkt", sagte SVA-Co-Trainer Tobias Grimmer nachher. Grimmer vertrat Urlauber Fabian Kallée, der spürbar in vorderster Front fehlte - als Wandspieler und als Lautsprecher. Bei Asbach sah man gerade in den ersten 20 Minuten großes Potenzial, allerdings wirkte die Elf im Gegensatz zu den Gästen schlichtweg unerfahren. Die zweite Halbzeit glich dann sogar einem Scheibenschießen, doch nur Heumüller nach Ecke von Rützel und geschicktem Durchlassen Kriwoscheins traf noch ins Netz.

Interessant: Bei Eichenzell fehlte Dominik Möller im Kader. Der letztjährige Spielertrainer wurde von seinem Nachfolger nicht nominiert. "Das ist mit Dominik abgesprochen. Wir wollen eine Einheit sein und Dominik hatte relativ wenige Einheiten. Das ist für mich zwar eine schwere Entscheidung, ihn nicht zu nominieren, aber ich musste sie so treffen." Auch vor sich selbst machte Rützel übrigens nicht Halt, denn aufgrund der eigenen Hochzeit verpasste er Teile der Vorbereitung und setzte sich zunächst auf die Bank.

Die Statistik:

Asbach: Sauerbrei - Steinberg, Ebinger, C. Wiegand, Seitz (46. Holl) - M. Schuch - Wenzel, Ullrich (44. Wrzos), Müller-Siebert, St. Wiegand - Führer (77. Mainz).
Eichenzell: Kirbus - C. Müller (58. Meister), Spahn, Kitagenda, Schlag - M. Müller, Heumüller - B. Müller, J. Müller (68. Schultheis), Kriwoschein - Maierhof (58. Rützel).
Schiedsrichter: Boris Borschel (SG Pfaffenbachtal).
Zuschauer: 190.
Tore: 0:1 Christian Müller (19.), 0:2 Matthias Heumüller (28.), 0:3 Lucas Maierhof (33.), 0:4 Matthias Heumüller (71.).
Rote Karte: Alexander Ebinger (Asbach) wegen Notbremse (26.).

Autor: Johannes Götze

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