RSV unterliegt und verliert Aschenbrücker

Verbandsliga: Spielglück fehlt weiterhin

21. Oktober 2017, 16:25 Uhr

Saß wohl nur heute bei Petersberg auf der Bank: Mathias Lissek. Foto: Ralph Kraus

Im ersten Spiel unter Interimstrainer Mathias Lissek musste sich der RSV Petersberg dem SC Willingen geschlagen geben und hängt somit weiterhin tief in den Verbandsliga-Niederungen fest. Die Sauerländer behaupteten sich letztlich verdient mit 2:1 (0:0).

Es war ein trister Nachmittag im weiten Rund des Waidesgrund: Bei Dauerregen waren kaum 100 Kiebitze gekommen, eine Platzansage gab es auch nicht und letztlich war das Spiel auch über beinahe eine Stunde kaum zum Anschauen. Die Größe des Platzes nutzten beide Mannschaften nicht, um mit spielerischen Mitteln zum Erfolg kommen zu wollen. Ganz viel Stückwerk, kaum Szenen in den entscheidenden Spieldritteln. Wenn, dann aber war Willingen gefährlicher, ließ durch Florian Heine (25.) und Max Ullbrich (39.) zwei dicke Möglichkeiten liegen.

Fahrt nahm das Spiel erst durch das 0:1 nach einer Stunde auf, als Florian Heine viel zu leicht über Petersbergs rechte Abwehrseite in den Strafraum eindringen durfte, bis zur Grundlinie durchbrach und Max Ullbrich wenig Mühe hatte – wobei Christian Beikirch, bester Mann am Platz, mit den Fingerspitzen gar noch am Ball war, er aber aus Nahdistanz chancenlos blieb. Willingen war nahe dran am entscheidenen 0:2, allerdings war Beikirch zweimal hellwach.

Aschenbrücker wird böse erwischt

Eine klasse Einzelaktion Boris Aschenbrückers brachte Petersberg zurück ins Spiel: Der Mittelstürmer erkämpfte sich an der Eckfahne das Leder, drang in den Strafraum und flankte scharf vors Tor, wo Willingens Rechtsverteidiger Jan Albers Tim Stenger zuvorkam und unglücklich den Ausgleich erzielte (71.). Aber Albers wusste seine Aktion schnell wieder gutzumachen, erzielte eher mit dem Rücken als mit dem Kopf den Siegtreffer für die Gäste – vorausgegangen war eine weite Freistoßflanke (77.). Tim Stenger und Boris Aschenbrücker hätten noch ausgleichen können, doch das Spielglück fehlt den Petersbergern weiterhin.

Bitter: Boris Aschenbrücker bekam noch einen bösen Tritt im Kniebereich ab, blieb mit mächtigen Schmerzen liegen. Erste Vermutungen schwanken zwischen starker Prellung und Außenbandriss. "Täter" war Yannick Wilke, Willingens Schlussmann hatte im Eins-gegen-Eins gehalten, trat dann mit Wucht auf Aschenbrücker. Gibt es da Elfmeter, darf sich niemand von den Gästen beschweren (87.). "Unser Etappenziel, sicherer zu stehen, ging auf", sagte Lissek nach dem Spiel, musste allerdings auch eingestehen, dass sich sein Team in Summe zu wenige Torchancen ermöglicht hatte. Klar ist aber auch: Vorwürfe hinsichtlich Einstellung und ähnlichem musste sich kein Petersberger gefallen lassen.

Die Statistik:

RSV Petersberg: Beikirch – Kilian, M. Aschenbrücker, Brzoza, Ehresmann (82. Wingenfeld) – Wehner, Bleuel – Stenger, Kücükler (60. von Pazatka), Zehner (71. Grösch) – B. Aschenbrücker.
SC Willingen: Y. Wilke – Schuhmann, St. Butterweck, Mütze, Albers – Bott, Michel (46. D. Butterweck) – Heine, Keindl, Kroll – M. Ullbrich.

Schiedsrichter: Christopher Haase.
Zuschauer: 90.
Tore: 0:1 Max Ullbrich (61.), 1:1 Jan Albers (72., Eigentor), 1:2 Jan Albers (77.).

Autor: Johannes Götze

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