Gruppenliga-Vorschau

RSV will den Derbyfluch besiegen

11. September 2020, 06:59 Uhr

Gegen FT Fulda (links Jose Alberto Santiago Marmol) gab es für Adrian von Pazatka und den RSV Petersberg zuletzt nichts zu holen. Foto: Charlie Rolff

Seit dem Gruppenliga-Aufstieg von FT Fulda kam es dreimal zum Derby gegen den RSV Petersberg. Stets gewannen die Turner, so dass sich die Hausherren vom Waidesgrund am Sonntag (15 Uhr) auf Revanche sinnen.

„Es wird Zeit, diese Statistik zu ändern. Wir wollen endlich mal ein Derby gewinnen“, betont Adrian von Pazatka, Petersbergs Kapitän mit FT-Vergangenheit – Vater Alexander spielte jahrelang bei den Turnern, in der F-Jugend war auch der Junior in Fulda aktiv. Entsprechend hat der 26-Jährige das Geschehen beim Nachbarn genau im Blick: „FT hat sich sehr gut verstärkt und höherklassige Spieler hinzugewonnen, die in der Gruppenliga eine gute Rolle spielen wollen. Aber auch wir wollen erfolgreicher sein als in den Vorjahren und zudem alles daran setzen, vor FT zu landen. Das ist auf jeden Fall ein Ziel für uns“, macht von Pazatka klar.

In der Vorsaison geriet Petersberg nach einer Roten Karte gegen Erhan Sarvan nach nicht einmal 120 Sekunden früh auf die Verliererstraße. Sarvans Bruder Kemal wird derweil noch nicht sein Debüt feiern können, zumindest könnte David Wollny aber erstmals im Kader stehen. Beim 2:3 bei Hünfeld II hatten die beiden hochklassigen Neuzugänge noch gefehlt. „Wir wollen es als Team schaffen, die Defensive zu verstärken, damit wir nicht wie in Hünfeld so leichte Gegentore fangen“, sagt von Pazatka, will nach nur einem Tor in drei Spielen gegen die Turner aber auch vorne gefährlicher werden: „Ich hatte das Gefühl, dass die Taktik von FT immer aufgegangen ist. Wir haben es nicht geschafft, zu vielen Abschlüssen oder Toren zu kommen.“

Optimismus in Künzell

Bereits einen Tag vorher, am Samstag um 17 Uhr, ist der TSV Künzell im Einsatz. Gegner im Heimspiel ist Meister und Tabellenführer Spvgg. Hosenfeld. Angst vor einem Fehlstart und der Fortführung der Negativspirale – der Abstieg in der Vorsaison wurde wohl nur durch Corona vermieden – hat Spielertrainer Marco Gaul aber nicht: „Jeder bei uns sieht den Aufschwung, der gerade herrscht. Wir wissen aber auch, dass am Ende die Punkte zählen“, sagt Gaul, der mit seinem ersten Spiel in Horas (0:3) nicht wirklich zufrieden sein konnte: „Wir hatten uns den Auftritt anders vorgestellt. Leider haben wir das, was wir in der Vorbereitung sehr gut gemacht haben, nicht auf den Platz bekommen.“

Deshalb soll nun eine Leistungssteigerung her, wenngleich die Aufgabe gegen Hosenfeld eine schwierige wird. „Hosenfeld ist sicherlich Favorit, nicht umsonst hat der Gegner die ersten beiden Spiele gewonnen und ist im Vorjahr Meister geworden. Wir wollen ihnen aber das Leben so schwer wie möglich machen“, betont der 32-Jährige, der womöglich auf seinen angeschlagenen Schlussmann Niklas Kircher verzichten muss. Als Ersatzmann stände vermutlich Dominik Schlag parat. Positiv: Mittelfeldstratege Andreas Becker, der seit dem 24. März 2019 nicht mehr im Einsatz war, feierte in Horas nach langer Verletzungspause sein Comeback und trug in Abwesenheit von Mario Schlott sogar die Kapitänsbinde. „Er konnte die Vorbereitung komplett durchziehen. Über seine fußballerischen Qualitäten müssen wir nicht reden, er ist einer meiner Leistungsträger“, freut sich Gaul. / kol

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