Rüdiger Rau fordert "Herz und Engagement"
Gruppenliga Frankfurt West: Sandzak kann Meisterschaft perfekt machen
Oberstedtens Sportlicher Leiter Rüdiger Rau (links) fiebert gegen den SV BKC Bosnien einem "absoluten Endspiel" entgegen. Foto: Pedro Acebes
1. FC Oberstedten – SV BKC Bosnien (Sonntag, 15 Uhr)
Mit 38 Punkten stehen sowohl der 1. FC Oberstedten als auch der SV BKC Bosnien zwei Zähler vor den momentanen Abstiegsrängen. Der Sieger dieser Partie wäre mit 41 Zählern einen Spieltag vor dem Ende so gut wie gerettet. In den direkten Vergleichen gegen die Konkurrenz aus Bad Nauheim, Königstein und Fauerbach steht es für Oberstedten und Bosnien fast überall unentschieden. Lediglich Fauerbach verlor seine beiden Spiele gegen den FCO. Den direkten Vergleich in dieser Begegnung führt Oberstedten an. Mit einem weiteren Sieg über die Bosnier hätte man diesen also endgültig für sich entschieden. Oberstedtens Sportlicher Leiter Rüdiger Rau bezeichnete das Spiel entsprechend als "absolutes Endspiel“, in dem die Spieler "dasselbe machen sollen, was sie die ganze Saison gemacht haben. Mit Herz und Engagement auf den Platz gehen.“
TSV Bad Nauheim – SV FC Sandzak (Sonntag, 15 Uhr)
Nach der Niederlage der SG Rot-Weiss Frankfurt II am vergangenen Wochenende hat der SV FC Sandzak nun die Möglichkeit, einen Spieltag vor dem Ende der Saison die Meisterschaft und somit gleichzeitig den direkten Aufstieg einzutüten. In den letzten beiden Spielen muss die Truppe allerdings gegen Mannschaften ran, die im Kampf gegen den Abstieg jeden Punkt benötigen. Mit 35 Punkten steht der TSV Bad Nauheim momentan auf dem 15. Platz und ist zum Siegen verdammt, weiß auch Sandzaks Spielertrainer Murat Sejdovic: "Bad Nauheim braucht die Punkte, von daher wird es kein leichtes Spiel.“ Von seiner Truppe erwartet Sejdovic, dass sie "noch einmal 90 Minuten lang Vollgas geben“, um den Aufstieg in die Verbandsliga perfekt zu machen.
Rot-Weiss Frankfurt II – SG Ober-Erlenbach (Sonntag, 15 Uhr)
Nachdem die Hessenliga-Reserve von Rot-Weiss Frankfurt zunächst die Meisterschaft aus der Hand gegeben hat, ist nun sogar die Teilnahme an der Aufstiegsrunde in Gefahr. Sollte eine der verbleibenden zwei Partien verloren gehen, könnte der SC Dortelweil mit zwei Siegen die 'Roten' verdrängen, die im direkten Vergleich mit dem SCD hinten liegen. Im Duell gegen die bereits abgestiegene SG Ober-Erlenbach muss Rot-Weiss – wie auch im restlichen Saisonverlauf – auf Offensivkraft Vuk Toskovic verzichten. Nach seinem siebten Rückrundeneinsatz für die Hessenliga-Mannschaft ist Toskovic für die Reserve nicht mehr spielberechtigt. "Das Wort Verteidigen muss wieder groß geschrieben werden“, spricht Trainer Hicham Tahrioui nicht nur den zweiten Tabellenplatz an, sondern auch das Defensivverhalten seiner Schützlinge.
1. FC-TSG Königstein – SC Dortelweil (Sonntag, 15 Uhr)
Nachdem Dortelweil den Saisonverlauf Anfang der Rückrunde noch selbst als 'Achterbahnfahrt' beschrieb, könnte der SC nun plötzlich der lachende Dritte werden. Bei einer weiteren Niederlage des Aufsteigers Rot-Weiss II würde die Beierle-Elf mit einem Sieg in Königstein auf den Relegationsplatz vorrücken. Doch da das nicht in der eigenen Hand liegt, steht der Fokus in erster Linie auf der Festigung des dritten Tabellenplatzes. Mit Königstein trifft der SCD auf eine Mannschaft, die – wie viele andere – noch um jeden Punkt kämpft: "Wir wollen uns in den zwei Spielen gegen zwei Abstiegskandidaten nichts vorwerfen lassen“, so Dortelweils Co-Trainer Gökhan Kocatürk. Unterschätzt wird der Gegner allem Anschein nach keinesfalls: "Königstein hat eine gute Mannschaft, sie sind fußballerisch gut ausgebildet", so Kocatürk.
Olympia Fauerbach – FG Seckbach (Sonntag, 15 Uhr)
Als der FC Olympia Fauerbach im Nachholspiel das Abstiegsduell gegen den 1. FC-TSG Königstein trotz klarer Chancen mit 2:3 verlor, mussten die Fauerbacher die Königsteiner in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen. Somit ist der FC mit 36 Punkten wieder in der Pflicht, weitere Zähler nachzulegen, wollen sie in der kommenden Saison nicht in der Kreisoberliga spielen. Mit der FG Seckbach trifft die Olympia auf einen Gegner, der im gesicherten Mittelfeld nicht mehr auf Punkte angewiesen ist. Dennoch geht die FGS in ihrem letzten Saisonspiel mit dem Anspruch in die Begegnung, auch dieses zu gewinnen: "Wir halten die Spannung bis zum Schluss oben, um als Trainer dokumentieren zu können, dass wir bis zum Schluss eine saubere Arbeit machen“, so Coach Nico de Rinaldis vor seinem vorerst letzten Pflichtspiel an der Seckbacher Seitenlinie.
Germania Enkheim – SG Bornheim (Sonntag, 15 Uhr)
Eine der wenigen Duelle, in dem keine beteiligte Mannschaft unter Druck steht, findet zwischen der Germania aus Enkheim und der SG Bornheim statt. Nachdem die Gastgeber ihren beachtlichen Zwischenspurt nicht mit einem möglichen Endspiel um den Klassenerhalt am letzten Spieltag krönen konnten, können die Enkheimer Anhänger das vorerst letzte Gruppenligaspiel ihrer Truppe erleben. Die SG Bornheim kann im Frankfurter Duell den 15. Saisonsieg einfahren und damit die Weichen dafür stellen, die benachbarte – und am letzten Spieltag spielfreie – FG Seckbach auf der Zielgerade noch einzuholen.
TSG Nieder-Erlenbach – VFB Friedberg (Sonntag, 15 Uhr)
Nach einem kurzen Abstecher in das obere Tabellendrittel steht die TSG Nieder-Erlenbach nach zuletzt nur einem Sieg aus den letzten fünf Partien wieder im Mittelfeld der Tabelle. Mit einem Sieg über den VFB Friedberg würde die TSG am vorletzten Spieltag zumindest am Aufsteiger vorbeiziehen, der seit seinem Punktabzug wegen Nichterfüllens des Schiedsrichtersolls auch keine theoretischischen Aufstiegschancen mehr hat. Dennoch spielen die Friedberger eine gute Runde und würden mit einem weiteren Sieg die 50-Punkte-Marke knacken. Gleichzeitig hätten sie mit zusätzlichen drei Zählern beste Chancen, auch nach dem letzten Spieltag im oberen Tabellendrittel zu stehen. Das Hinspiel ging nach einem Viererpack von Angreifer Ante Paradzik mit 4:1 an die TSG.
TuS Merzhausen – FC Neu-Anspach (Sonntag, 15 Uhr)
Im Derby zwischen dem TuS Merzhausen und dem FC Neu-Anspach könnte der Gastgeber die enttäuschende Rückrunde mit einem Sieg durchaus noch in positive Bahnen lenken. Denn sollten die drei Punkte am Sonntag beim TuS bleiben, stünde Merzhausen mit 48 Zählern nur noch einen Punkt hinter Neu-Anspach und könnte den 'Nachbarn' somit am letzten Spieltag in der Tabelle überholen. Gästetrainer Rico Henrici sprach vor dem Spiel von einem Duell um die "Vormachtsstellung, zumindest was die Gruppenliga angeht.“ Zudem betonte Henrici die große Anzahl an Anspacher Spielern in den Reihen des FCNA, der zumindest in der Theorie noch eine geringe Chance auf den Aufstiegsrundenplatz hat. Sollten Rot-Weiss und Dortelweil fortan das Punkten einstellen, stünde Neu-Anspach mit zwei Siegen zum Saisonende auf dem zweiten Platz.
(sly)
Wettbewerbe
Mannschaften
- 1. FC Oberstedten
- 1. FC-TSG Königstein
- FC Germania Enkheim
- FC Neu-Anspach
- FC Olympia Fauerbach
- FG Seckbach
- FSG Merzhausen/Weilnau/Weilrod
- SC Dortelweil
- SG Bornheim Grün-Weiss
- SG Ober-Erlenbach
- SG Rot-Weiss Frankfurt II zg.
- SV FC Sandzak
- SV der Bosnier
- TSG Nieder-Erlenbach
- Türkischer SV Bad Nauheim
- VfB Friedberg


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