Rückkehr

Rummel: "Können dieses Jahr einiges erreichen"

Hessenliga: Fließ fehlt der Barockstadt wohl nicht nur gegen Hanau

10. Oktober 2019, 18:00 Uhr

Dominik Rummel (links, hier gegen Hadamars Mirco Paul) möchte nach drei Wochen Pause gegen Hanau wieder eingreifen. Foto: Charlie Rolff

Die SG Barockstadt in der Mini-Krise? Das wäre wohl etwas übertrieben. Dennoch steht der Dritte der Hessenliga nach vier sieglosen Pflichtspielen in Folge gegen den 1. Hanauer FC 93 (Samstag, 14 Uhr) etwas mehr in der Pflicht als in den Wochen zuvor.

Stürmer Dominik Rummel jedenfalls peilt gegen den ältesten Club Hessens einen Dreier an. "Die Chance, oben anzuklopfen, ist in diesem Jahr riesig. Wir können in der Liga einiges erreichen", betont der 26-Jährige, der sich gegen Bad Vilbel eine Oberschenkelverhärtung zugezogen, daraufhin in der Liga zweimal nicht im Kader gestanden hatte, ehe er im jüngsten Hessenpokalspiel gegen den FSV Frankfurt (1:3) zumindest wieder auf dem Spielberichtsbogen stand. "Ich habe Montag wieder voll mittrainiert und wäre wohl reingekommen, wenn das Spiel auf Messers Schneide gestanden hätte", vermutet der Zweite der Hessenliga-Torjägerliste. Ein bisschen geärgert habe sich die Mannschaft schon über das Aus im Achtelfinale, "weil der Turnierbaum eigentlich ganz gut für uns war und wir richtig weit hätten kommen können."

Die Prioritäten lägen aber auf der Liga, bekennt Rummel, der den zuletzt etwas stotternden Barockstadt-Motor aber nicht an seiner Abwesenheit festmachen will: "Dass die erste Niederlage irgendwann kommen würde, war klar. Auch wenn 70 Minuten Überzahl in Dreieich eigentlich reichen sollten, um zu punkten. Generell müssen wir sehen, dass wir effektiver werden. Das war auch schon mit mir im Team zuletzt das Manko." So seien zum Beispiel gegen Bad Vilbel oder Hadamar vier wichtige Zähler abhandengekommen. "Das ist vor allem deshalb bitter, weil Eddersheim oder Stadtallendorf jetzt auch nicht die mega Konstanz aufweisen wie im Vorjahr Gießen", so Rummel.

Auch die 93er, die als Neuling schwerfällig in die Runde gekommen sind, erachtet der Angreifer als potenziellen Stolperstein. "Ich weiß ein bisschen was über Hanau, weil ich mit Kapitän Ljubisa Gavric gut befreundet bin. Da ist Klasse in der Mannschaft, über die Qualität von Salvatore Bari zum Beispiel brauchen wir nicht reden. Sie sind vielleicht ein bisschen vergleichbar mit Dreieich, haben ihr Potenzial meiner Meinung nach noch nicht ausgeschöpft."

Rummel selbst will unbedingt wieder spielen, am besten von Beginn an. Umso bitterer, dass sein bislang kongenialer Partner André Fließ nun fehlen wird. "Bei André hat es gegen Frankfurt in den Oberschenkel gezogen, es fühlt sich laut seiner Aussage nicht gut an. Das wird wohl zwei, drei Wochen dauern", befürchtet der gebürtige Lütterer, der somit am Samstag wohl von seinem "Spezi" Leon Pomnitz mit Bällen gefüttert wird.

Autor: Christian Halling