Rummel trifft, Köhl rettet Punkt
Marius Grösch hatte mit der SG Barockstadt im Hessenderby bei Keanu Hagley und dem FC Gießen ein Blitz-Gegentor zu verkraften. © Memento36
Ein Blick auf die Aufstellungen verriet zwei Dinge: Einerseits, dass Fuldas Coach Sedat Gören exakt die gleiche Startelf ins Rennen schickte, die schon beim 1:1 gegen Villingen begann. Bei Gießen dagegen spielte von den drei ehemaligen Barockstädtern nur Tolga Duran. Dominik Rummel und Jemal Kassa saßen nur auf der Bank. Für Rummel bekam erneut der 20-jährige Younes Ebnoutalib den Vorzug. Der war vor der Runde neu vom AC Perugia aus Italien gekommen. Der 1,91-Meter-Kerl hat seine Wurzeln aber in Hessen, startete in Heddernheim, bei RW Frankfurt und dem SV Wehen-Wiesbaden.
Für die Barockstadt klingelte der Wecker nach 68 Sekunden. Da waren dann auch diejenigen wach, die beim frühen Rückstand noch nicht ganz auf der Höhe waren. Ausschlaggebend war ein genialer Pass von Köhler über die Abwehr. Köhler schickte Raweri auf die Reise und der blieb frei vor Zapico cool.
So bitter das schnelle Gegentor war, es verfehlte seine wirkung nicht. Danach spielte die Barockstadt standesgemäß, hatte mehr vom Spiel, musste aber immer vor dem Aufsteiger auf der hut sein, der sein Heil in blitzschnellen Gegenangriffen suchte. Das 1:1 nach 45 Minuten ging dann in Ordnung. Gefallen war der Ausgleich, weil Nils Fischer einen Zuckerpass durch die Schnittstelle spielte. Der überlegte Laufweg von Milian Habermehl in die Gefahrenzone war letztlich entscheidend.
Nach einer Stunde überschlugen sich die Ereignisse. Die 1327 Zuschauer mussten aufpassen, um mitzukommen. Erst verletzte sich Gießens Abdel-Gahni am Knöchel. Für ihn kam der Ex-Fuldaer Dominik Rummel. Kaum am Feld setzte ihn 90 Sekunden später ausgerechnet sein Sturmpartner Ebnoutalib in Szene und Rummel machte „sein“ Tor gegen den Ex-Verein. Der Stadionssprecher hatte das Tor aber noch nicht fertig verkündet, da knallte Marius Köhl den Ball zum 2:2 in die Maschen.
Ab diesem Moment war endgültig alles möglich. Erst verpasste Nils Fischer das 2:3 nach einer Co-Produktion mit Moritz Dittmann, als Keeper Zabadne klasse reagierte (73.). Dann hatte die Barockstadt alles Glück der Welt, als ein Kopfball von Maximilian Böger am Innenpfosten landete (78.).
Statistik FC Gießen: Zabadne; Itter, Besso, Mihajlov (73. Fink), Ghani (58. Rummel), Duran, Raweri (86. Maingad), Hagley (46. Böger), Köhler, Scholl (46. Siebert), Y. Ebnoutalib. SG Barockstadt: Zapico; Habermehl, Grösch, Frey, Schmitt, Campmann, Schaaf, Köhl (73. Dittmann), Pomnitz, Korzuschek (65. Aksu), Fischer (82. Beal). Schiedsrichter: Jason Lieber (Hetzerath). Zuschauer: 1327. Tore: 1:0 Krish Raweri (2.), 1:1 Milian Habermehl (18.), 2:1 Dominik Rummel (60.), 2:2 Marius Köhl (61.).


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