Sandzak macht in Nidda den Heimstärke-Test
Verbandsliga Süd: Bad Vilbel empfängt Alsbach
Rot-Weiss Frankfurt II – Türk Gücü Friedberg (Sonntag, 14.30 Uhr)
Die Reserve von Rot-Weiss Frankfurt steht derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz und hat ihre letzten drei Punktspiele verloren. Für Trainer Hicham Tahrioui ist das aber momentan sekundär: "Unser Tabellenplatz steht derzeit nicht so sehr im Fokus. Bei mir ist das Woche für Woche eine Wundertüte, wer aus der A-Jugend und wer von der ersten Mannschaft zu uns stößt. Dafür, dass wir die starken Spieler an die Erste abgegeben haben, spielen die Jungs wirklich gut." Dass jetzt mit Türk Gücü Friedberg der Tabellenzweite am Brentanobad zu Gast ist, beunruhigt den Übungsleiter aber nicht: "Wir sind immer für eine Überraschung gut, wir müssen eben improvisieren", so Tahrioui.
Bei Türk Gücü Friedberg läuft es weiterhin sehr gut. Die letzten sechs Spiele ungesschlagen und dabei fünfmal als Sieger vom Platz gegangen. So gehen die Burgstädter als Favorit in die Partie. Einen großen Anteil am jüngsten Friedberger Torfeuerwerk hat Baris Özdemir, der alleine gegen Rot-Weiss Darmstadt fünfmal und zu Hause gegen den 1. Hanauer FC zweimal getroffen hatte Darüber hinaus fungierte er bis dato sechsmal als Vorlagengeber: "Wir haben von seinen Stärken gehört, werden ihn aber nicht unter Sonderbewachung stellen", sagt Tahrioui. (cw)
Viktoria Nidda – SV FC Sandzak (Sonntag, 14.30 Uhr)
Mittlerweile steht Viktoria Nidda mit 25 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Zu verdanken hat das der Aufsteiger seiner unfassbaren Heimstärke, aus der sieben Siege hervorgingen. Ebenfalls seit sieben Spielen ist die Weber-Elf nunmehr ungeschlagen und das soll am kommenden Sonntag auch so bleiben. Nidda stellt die zweitbeste Heimbilanz in der Liga, muss aber höllisch aufpassen: Der SV FC Sandzak erzielte allein in den letzten drei Partien neun Treffer.
Der SV FC Sandzak hat ja sein bekanntes "Neun Punkte-Abzugspaket" durch die gesamte Saison zu tragen. "Ob wir auswärts spielen oder nicht, das ist nicht entscheidend. Wir wollen einfach weiter punkten. Das Wichtigste für mich ist aber, dass meine Spieler gesund bleiben und gut spielen", betont Sandzaks Trainer Alexandar Pajic. Angesprochen auf die Viktoria und deren Stärken sagt Sandzaks Chefcoach, dass "ich sie schon öfters beobachtet habe. Sie sind ein sehr unangenehmer Gegner und kämpfen bis zum Schluss. Für uns ist jedes Spiel sehr wichtig, und deshalb wollen wir von dort auch was mitnehmen." (cw)
Viktoria Urberach – Vatanspor Bad Homburg (Sonntag, 14.30 Uhr)
Die Urberacher haben einen ganz schönen Satz in der Tabelle gemacht. Mit sieben Punkten aus den letzten drei Partien steht die Viktoria momentan mit 19 Zählern auf dem zwölften Tabellenplatz. Gegen Vatanspor Bad Homburg sieht Co-Trainer Marco Saul gute Chancen, den Trend fortzusetzen: "Dadurch haben wir uns natürlich Luft verschafft und das war wichtig für den Kopf. Wir mussten punkten und haben es auch gemacht. Wir können jetzt befreiter in das Spiel gehen und wollen jetzt auch zu Hause Punkte holen. Was uns mit Vatanspor erwartet wird schwer." Verzichten muss der Hessenliga-Absteiger krankheitsbedingt auf Umut Toprak und verletzungsbedingt auf Abdelaziz Hamed, der sich in Alsbach das Schlüsselbein gebrochen hat.
Bei Vatanspor Bad Homburg gingen die letzten sieben Spiele entweder mit 2:0 oder 2:1 gewonnen oder verloren. Folgt man der Zahlenreihe, müssten die Kurstädter am Sonntag jetzt wieder mit einem 2:1-Sieg vom Platz gehen. Wichtig wird für die Loutchan-Elf sein, die jüngste Niederlage zu Hause gegen den SV FC Sandzak schnell abzuhaken und die vielen individuellen Fehler einzudämmen (cw)
Hanauer FC – FC Bensheim (Sonntag, 14.30 Uhr)
"Hanau ist die einzige Mannschaft in der Verbandsliga, die ich bislang noch nicht gesehen haben, aber man kennt die Spieler und ich habe die Mannschaft in der Presse verfolgt ", so Bensheims Trainer vor der Partie beim Aufsteiger. Aus diesem Grund wird Ludwig Brenner auf die eigene Qualität seiner Mannschaft achten ohne sich auf den Gegner einzustellen. "Die Taktik wird dann während des Spiels entsprechend angepasst", erklärte Brenner im Hinblick auf die Begegnung am Sonntag.
Für beide Mannschaften geht es dabei um ein Erfolgserlebnis. Während der Hanauer FC die vergangenen beiden Partien verlor, holten die Bensheimer vier Punkte. Trotzdem sieht Brenner seine Mannschaft unter Zugzwang: "Wir wollen nicht auf den Abstiegsrängen überwintern, deshalb brauchen wir unbedingt Punkte und wir werden nicht dahin fahren, um uns kampflos geschlagen zu geben." Aktuell belegt der FC den elften Platz, hat aber nur einen Punkt Vorsprung auf die Mannschaften im Tabellenkeller.
Der Aufsteiger hingegen belegt den dritten Rang und hat sieben Zähler Vorsprung auf Bensheim, dessen Trainer "eine schwierige Aufgabe" erwartet: "Hanau will in die Erfolgsspur zurück kommen und wir haben in der Offensive personelle Probleme." Coach Brenner werden in Hanau nämlich gleich drei Spieler fehlen, die in den vergangenen Partien für Torgefahr bei den Bensheimern gesorgt haben. Neben Riccardo Zocco, der verhindert ist, werden Fabian Hechler und Luca Blüm verletzungsbedingt ausfallen. Vor allem Hechler überzeugte in den vergangenen beiden Spielen als der Offensivspieler drei Treffer erzielte, durch eine Verletzung im Heimspiel gegen Nidda (4:4) wird er nun aber fehlen. (se)
SG Bruchköbel – SC 1960 Hanau (Sonntag, 14.30 Uhr)
Am letzten Sonntag hat Bruchköbel in Bensheim mit 0:2 verloren. Michael Kwasniok, dem Medienvertreter der SG, schwant Schlimmes, wenn er das Spiel zwischen Hanau und Bad Vilbel als Grundlage nimmt, bei dem er selbst vor Ort war: "Da ging Hanau ab wie eine Rakete. Wenn die gegen uns auch so auftreten, dann hoffe ich, dass für uns die 90 Minuten relativ glimpflich über die Bühne gehen." An den neuen Trainer Albert Repp werden kurzfristig keine Anforderungen gestellt: "Die Trainer-Verpflichtung ist perspektivisch angelegt für die Gruppenliga", sagt Kwasniok.
Doch nicht nur in Bruchköbel ist es schon zu einem Trainerwechsel gekommen, sondern auch in Hanau und die Bilanz des aktuellen Trainers spricht für sich. Erst im fünften Pflichtspiel am Reformationstag musste Antonio Abbruzzese eine 1:2-Niederlage gegen Eintracht Wald-Michelbach hinnehmen. Zuvor siegten die Hanauer zweimal und holten zwei Unentschieden. Deshalb sollen gegen den Tabellenletzten nun wieder drei Punkte heraus springen. Wie das gelingen kann, hat der SC bei den 2:0-Erfolgen gegen die Kellerkinder Rot-Weiss Frankfurt II und den FC Alsbach bewiesen. Dass der Gegner aber auch nicht unterschätzt werden darf, hat die jüngste Niederlage gegen die Wald-Michelbacher gezeigt, die sich ebenfalls im unteren Tabellendrittel befinden. Daraus werden die Hanauer nun ihre Lehren ziehen, um es in Bruchköbel besser zu machen. (se)
FV Bad Vilbel – FC Alsbach (Sonntag, 14.30 Uhr)
Wenn Bad Vilbel und Alsbach aufeinander treffen, sind viele Tore garantiert. Zumindest bei einem Blick auf die vergangenen drei Spielzeiten, in denen es Ergebnisse wie ein 3:3-Unentschieden, ein 6:2-Erfolg der Bad Vilbeler und ein 5:0-Sieg der Alsbacher gab. Während der FCA dabei 16 Tore erzielte, traf die Mustafic-Elf 13mal. Auch die Bilanz mit drei Siegen der Bergsträßer, einem Unentschieden und zwei Erfolgen des aktuellen Tabellenführers ist ausgeglichen. Doch die Vorzeichen sind nun andere, wie Alsbachs Pressesprecher, Andreas Rothermel, vor der Partie am Sonntag betonte. Während Bad Vilbel seit acht Spielen ungeschlagen an der Tabellenspitze steht, musste die Mannschaft von Sascha Huy erst jüngst eine 0:1-Niederlage gegen die Urberacher, die sich ebenfalls im Tabellenkeller befinden, hinnehmen.
Dadurch ist der FCA auf den 14. Rang gerutscht und es herrscht eine gedrückte Stimmung. "Nach dem Spiel gegen Urberach saßen die Jungs im Vereinsheim zusammen und waren sehr enttäuscht. Sascha hat versucht sie wieder aufzurichten. Deshalb glaube ich, dass wir nicht mutlos nach Bad Vilbel fahren werden", ist sich Rothermel sicher. In der Defensive wird den Alsbachern dann Marcus Manga Mbou fehlen, der verletzungsbedingt nicht mitfährt. "Dieser Ausfall lässt sich aber durch Spieler wie Alexis Bonias und Joachim Fricker kompensieren", sagte der FCA-Pressesprecher, der sich mehr Gedanken um die Offensive macht. Neben dem gesperrten Cengiz Gencer fällt auch Philipp Ehmig aus. Ein Einsatz von Tim Engelhardt, der gegen Rot-Weiss Frankfurt II am Sonntag doppelt getroffen hatte, ist ebenso fraglich wie der von Deniz Özkaya. "Das ist der Belastung in der englischen Woche geschuldet. Deshalb müssen wir sehen, dass wir in Bad Vilbel erst einmal hinten dicht machen und dann schauen, was nach vorne hin klappt", erklärte Rothermel die Vorgehensweise im Spielaufbau. Ob es reichen wird, etwas Zählbares mitzunehmen, zeigt sich dann am Sonntag. (se)


Bitte melde Dich an, oder registriere Dich, um Kommentare schreiben zu können