Saul: "Als Stadtkonkurrent kennen wir sie gut"
Verbandsliga Süd: Sandzak empfängt Alsbach
Christopher Nguyen (rechts) erzielte zuletzt zwei Tore beim 6:0-Erfolg gegen Bruchköbel. Nun gastiert Darmstadt beim Hanauer FC. Foto: Thomas Zöller
Viktoria Urberach – Germania Ober-Roden (Sonntag, 15 Uhr)
Nach der Niederlage zum Auftakt gegen Türk Gücü Friedberg (3:4) war Viktoria Urberach in der vergangenen Wochenende spielfrei. "Wir haben die Zeit zum Einen genutzt, um im Training an den Abläufen zu arbeiten", berichtet Co-Trainer Marco Saul. "Zum Anderen haben wir Ober-Roden natürlich beobachtet, obwohl wir sie als Stadtkonkurrenten schon gut kennen. Sie zeigen gute Leistungen und haben den Schwung vom Aufstieg mitgenommen. Gerade offensiv sind sie stark besetzt. Dennoch wollen wir unser Heimspiel natürlich gewinnen", so Saul, dessen Team weiterhin auf Sinisa Alempic verzichten muss. Zudem musste Tom Niegisch zwischenzeitlich mit dem Training aussetzen. "Bei ihm hoffen wir aber, dass es reicht."
Ober-Rodens Teammanager Daniel Hoffstadt ist mit dem Start seiner Truppe einverstanden. "Natürlich sind wir als Aufsteiger mit den vier Punkten zufrieden, auch wenn gegen Hanau auch durchaus ein Sieg drin gewesen wäre. Aber wir wollen auch nicht vermessen sein." Zum Spiel gegen Urberach sagt Hoffstadt. "Das ist ein Derby und wir wollen dort alles geben. Aber wir sind Aufsteiger und Urberach kommt aus der Hessenliga. Die sind schon Favorit, auch wenn wir sie in der Vorbereitung 2:0 geschlagen haben." Personell hat sich bei der Germania im Vergleich zur Vorwoche nichts geändert. Die Langzeitverletzen werden weiterhin fehlen. (se)
1. Hanauer FC – Rot-Weiß Darmstadt (Sonntag, 15 Uhr)
Der Hanauer FC erwischte mit dem 3:2 einen Traumstart beim Hanauer SC und ist nach der Punkteteilung gegen Ober-Roden noch ohne Niederlage: "Gegen die Germanen ist die Chancenverwertung zu bemängeln. An dieser Stelle darf sich die Mannschaft auf jeden Fall bei unserem Torwart Jens Westenberger bedanken, der sensationell gehalten hat. Wir hoffen, dass er das gegen Rot-Weiß Darmstadt nicht mehr tun muss", sagt Hanaus Trainer Christoph Prümm. Zur Partie und im Hinblick auf die Saison erwartet Prümm, dass "wir in jedes Spiel gehen, um es zu gewinnen. In jedem Training erkenne ich die Leidenschaft und den Willen meiner Spieler, die Lust auf die Liga haben. Darmstadt hat viel Qualität und wir haben höllischen Respekt. Uns sehe ich jedenfalls nicht in der Favoritenrolle. Was den Verlauf der Saison anbelangt, wollen wir auf jeden Fall nichts mit dem Abstieg zu tun haben."
Eine stetige Leistungssteigerung ist beim Hessenliga-Absteiger Rot-Weiß Darmstadt zu erkennen. Der knappen Niederlage im Kreispokal-Spiel gegen den FC Eddersheim (1:2) folgte der erste Spieltag, an dem die Lohrer-Elf in Bad Vilbel einen 0:3- Rückstand noch bis auf 2:3 verkürzen konnte. Inwiefen der anschließende 6:0-Sieg gegen die SG Bruchköbel als Gradmesser gewertet werden kann, muss sich jetzt in Hanau zeigen: "Gegen Bruchköbel war es wichtig, den ersten Saisonsieg einzufahren. Mein positiver Eindruck vom Team hat sich da bestätigt. Vielleicht wird Bruchköbel eine schwierige Saison bekommen, aber für uns war es nicht nur wichtig, Tore zu schießen, sondern auch zu Null zu spielen", freute sich Rot-Weiß Darmstadts Sportlicher Leiter Stephan Adam. Für die bevorstehende Aufgabe bei Hanau 93 ist sich Adam der Schwere der Aufgabe bewusst: "Generell ist die Liga stark besetzt. Hanau wird sich sicherlich mit seinen namenhaften Spielern im oberen Drittel bewegen. Wir fahren aber mit Rückenwind und breiter Brust dorthin, mal schauen, wie es ausgeht", so Adam. (cw)
SV FC Sandzak – FC Alsbach (Sonntag, 15 Uhr)
Nachdem das Heimspiel am ersten Spieltag gegen den FC Bensheim von Seiten des SV FC Sandzak nicht stattfinden konnte, wird es beim Aufsteiger nun einen neuen Anlauf geben. Dieses Mal empfängt die Mannschaft von Aleksandar Pajic den FC Alsbach. Die Partie zuvor gegen den SC 1960 Hanau, gleichzeitig auch das erste Verbandsliga-Spiel der Vereinsgeschichte, konnte der Aufsteiger mit einem 2:1-Sieg für sich entscheiden. "Ich rechne mit einem Kampfspiel", sagte Alsbachs Pressesprecher vor "der Reise ins Ungewisse", wie Andreas Rothermel das Auswärtsspiel zu Sandzak bezeichnete. Die Gäste wollen dagegen halten, weil sie auch um die Qualität der Gastgeber wissen. "Sie haben ein paar Spieler, die schon höherklassig gespielt haben, davor müssen wir uns in Acht nehmen", so Rothermel.
Die Alsbacher würden dabei aber auch gerne etwas Zählbares mitnehmen, nachdem sie am zweiten Spieltag im Heimspiel einen 3:1-Erfolg gegen Viktoria Nidda bejubeln durften. "Wir müssen abwarten, wie das Spiel verläuft, aber wenn wir an die zweite Hälfte des Spiels gegen Nidda anknüpfen, bin ich guter Dinge", erklärte Alsbachs Pressesprecher, der nicht recht wusste, wie er den Gegner einschätzen soll. Beim FCA soll vor allem die Defensive sicher stehen und die Torchancen konsequenter genutzt werden. "Gegen Nidda haben wir viele Möglichkeiten erhalten, aber ich bin mir nicht sicher, ob das bei Sandzak auch der Fall sein wird." Personell kann Trainer Sascha Huy fast aus den Vollen schöpfen. Während Milorad Vukovic noch im Urlaub und Cengiz Gencer gesperrt ist, steht Luka Konjicija wieder zur Verfügung. Außerdem sammelte Joachim Fricker bei der zweiten Mannschaft Spielpraxis und könnte deshalb eine Alternative für die Alsbacher Defensive sein. (se)

