Schaaf geht mit seinen Mitspielern hart ins Gericht
Später Erfolg stellt den TSV-Kapitän nicht zufrieden
Der Lehnerzer Trainer wechselte im Vergleich zum 2:1-Derbysieg gegen Borussia Fulda mächtig durch, nur vier Spieler fanden sich erneut in der Startelf wieder - Sebastian Sonnenberger, Julian Pecks, Patrick Schaaf und Andre Vogt. Dafür bekamen die Youngster Luca Gaul und Lukas Marvin Friedrich das Vertrauen.
Auszahlen sollten sich die Veränderungen aber nicht. Ganz im Gegenteil: Der TSV wirkte sehr oft unsortiert, Aykut Bayar sah sich zahlreichen Eins-gegen-Eins-Situationen gegenüber gestellt. Insbesondere der schnelle Leon Lindenthal, gerade einmal 19 Jahre jung, war einige Male frei durch.
Schon nach 45 Minuten war der Gast mit dem torlosen Remis gut bedient. 20 Sekunden waren gespielt, da hatte Lindenthal die Chance zur Führung, die dickste Gelegenheit hatte aber Matthias Lutz, der nur noch einschieben musste, aber zu hoch zielte (11.). Auf der anderen Seite hatte Niklas Odenwald mit einem Pfosenschuss Pech.
Nach der Pause zeigte sich die Lesser-Elf nach einem Doppelwechsel zwar verbessert, die Führung erzielte aber Schwalmstadt. Lindenthal war von Bayar nur per Foul zu stoppen, Ex-Lehnerzer Jan-Henrik Wolf blieb vom Punkt eiskalt (73.). Doch die Lehnerzer Reaktion war gut. Dank der Neuzugänge Andre Herr, der sehenswert aus der Distanz traf (78.), sowie Steven von der Burg, der zwei Minuten vor Schluss eine Flanke von Patrick Schaaf einnickte, durfte doch noch der Einzug in Runde zwei gefeiert werden.
Zufrieden war Kapitän Patrick Schaaf aber keineswegs: "Total überheblich" fand er die Einstellung einiger Spieler. "Wir waren von der ersten Minute an total unkonzentriert. Wir nehmen uns hier vor, zu zeigen, wer die klassenhöhere Mannschaft ist. Vielleicht kapiert es der Ein oder Andere nicht. Viele junge Spieler denken, wenn sie einmal gelobt werden, wären sie die Superstars. Am Ende haben wir hier sehr, sehr glücklich gewonnen, aber einige sollten sich definitiv mal an die Nase packen. Mit so einer Leistung muss man sich nicht beschweren, im nächsten Spiel auf der Bank zu sitzen", so das harte Urteil des Kapitäns.
Schwalmstadt: Wörmann; Trümner (57. März), Lerch, F. Seck, Kutzner - Celiksoy - Wolf, Preuß (25. Klaus), Lutz, Lindenthal - Jäckel.
Lehnerz: Bayar; Gaul (46. Sarvan), Sonnenberger, Pecks - Scholz - Friedrich (46. Jordan), Schaaf, Herr, Vogt - Odenwald, von der Burg.
Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki (Marburg). Zuschauer: 150. Tore: 1:0 Jan-Henrik Wolf (73., Foulelfmeter), 1:1 Andre Herr (78.), 1:2 Steven von der Burg (88.). kol


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