Schaaf hat den ersten Platz noch nicht abgehakt

Der Lehnerzer Kapitän vor dem Reinhold-Völker-Gedächtnisturnier im Interview

05. Januar 2016, 21:00 Uhr

Patrick Schaaf wünscht sich, dass Trainer Henry Lesser seinen Vertrag verlängert.

Zehn Treffer erzielte Patrick Schaaf, Kapitän von Hessenligist TSV Lehnerz, beim Adolf-Böhning-Gedächtnispokal des SV Großenbach, war so mit Dominik Rummel bester Torschütze des Turniers. Auch beim Reinhold-Völker-Gedächtnisturnier wird der 26-Jährige wieder bei der Lehnerzer Reserve aushelfen. Wir haben mit Schaaf über das Hallenturnier des FV Horas gesprochen, aber auch über die Ziele in der Hessenliga-Saison.

Nachdem du am Sonntag beim Hallenturnier in Großenbach schon mitgespielt hast, bist du auch beim Reinhold-Völker-Gedächtnisturnier des FV Horas wieder mit von der Partie. Wie kommt es, dass du in diesem Jahr diverse Hallenturniere mitspielst?

Ich habe immer gerne in der Halle gespielt, schon in der Jugend. Ich finde es auch schade, dass wir mit der ersten Mannschaft keine größeren Turniere spielen. Wenn es zeitlich passt, spiele ich aber gerne bei der Zweiten mit.

Was macht den Hallenfußball deiner Meinung nach aus?

Es ist ein sehr schnelles Spiel, es fallen viele Tore. Auf dem kleinen Feld gibt es viele Aktionen, viele Abschlüsse, in drei, vier Minuten kann man sich richtig auspowern. Ich denke, dass jeder, der im Feld 11 gegen 11 spielen kann, auch in der Halle spielen kann. Andersrum ist das nicht immer so.

Als Titelverteidiger geht Lehnerz II ins Turnier. Mit welchen Ambitionen startet ihr am Donnerstag?

Ich war vor drei Jahren schon einmal dabei, da wurden wir nur Zweiter. Beim Vier-gegen-Vier kann man auch mal gegen einen Kreisoberligisten verlieren, wie wir am Sonntag gegen Michelsrombach. Aber es ist natürlich unser Anspruch, vorne mit dabei zu sein. Wir wollen am Samstag ins Finale, und am Ende wollen wir auch gewinnen.

Erstmals ist auch Hessenligist Buchonia Flieden mit von der Partie. Ist das euer größter Konkurrent auf den Turniersieg?

Neuhof ist ja auch noch dabei. Flieden, Neuhof und der ein oder andere Gruppenligist haben sicherlich einige gute, technisch versierte Spieler. Wenn wir aber hochkonzentriert sind und sich alles normal gestaltet, werden wir auch vorne landen.

Vorne mit dabei seid ihr auch draußen, ihr findet euch im dritten Hessenliga-Jahr wieder im oberen Tabellendrittel wieder. Ist es euer Anspruch, regelmäßig eine gute Platzierung in der Hessenliga zu erreichen? Oder redet ihr auch schon vom nächsten Schritt, dem Aufstieg in die Regionalliga?

Du spielst natürlich Fußball, um Erster zu werden. Das wollten wir im Vorjahr auch, wir wollten die Aufstiegsspiele erfolgreich bestreiten. Auch in diesem Jahr wollen wir die Aufstiegsspiele gewinnen, sofern es dazu kommen sollte, oder versuchen, den ersten Platz zu erreichen, wenn es möglich ist. Das Potenzial ist da, auch wenn andere Vereine in der Hessenliga vielleicht ein Stück weit professioneller aufgestellt sind. Wir machen viel mit unserem Teamgeist wett, die daraus resultierenden Erfolge nehmen wir natürlich gerne mit.

Ihr habt aktuell acht Punkte Rückstand auf Platz zwei. Solltet ihr die Punkte aus dem Stadtallendorf-Spiel doch noch zurückbekommen und würdet ihr das Nachholspiel gewinnen, hättet ihr sechs Punkte mehr auf dem Konto. Wie groß sind eure Hoffnungen auf einen der ersten beiden Plätze?

Selbst ohne die Stadtallendorf-Punkte und bei einer Niederlage im Nachholspiel wäre die Hoffnung noch nicht weg. Wir wissen, wenn wir eine gute Rückrunde spielen, dann werden wir oben stehen. Es liegt an uns selbst. Wir haben das Potenzial, noch Erster zu werden. Wir müssen unsere Leistung auf dem Platz bringen, dann werden wir auch erfolgreich sein.

Der Vertrag von eurem Trainer Henry Lesser läuft im Sommer aus. Wie wichtig wäre es, wenn er verlängert?

Den Erfolg der vergangenen dreieinhalb Jahre muss man Henry hoch anrechnen. Er hat eine Hessenliga-Mannschaft geformt, die viel Potenzial hat, dieses im Vergleich zu anderen Mannschaften aber auch abruft. Ich sehe aktuell keinen Grund, um Veränderungen vornehmen zu müssen. Es wäre sinnvoll, wenn er im nächsten Jahr noch einmal eine Mannschaft formt, die angreifen kann.

Autor: Steffen Kollmann

Kommentieren